Löwenzahn
Zwar ist Löwenzahn (Taraxacum officinale) weit verbreitet und wächst auf nahezu jeder Wiese, jedoch kennen nur wenige seine Heilkräfte und Inhaltsstoffe. Dabei sind die Einsatzmöglichkeiten dieser vielseitigen Pflanze beeindruckend!
Löwenzahn unterstützt Fastenkuren als natürlicher Diät-Begleiter und verfeinert zahlreiche Gerichte – vom frischen Salat über wohltuende Tees bis hin zum natürlichen Kaffeeersatz aus Löwenzahnwurzeln. Er wirkt entwässernd und leicht abführend, weshalb er traditionell zur Unterstützung der Nierenreinigung verwendet wird, insbesondere bei einer Neigung zu Nierensteinen.
Auch bei Beschwerden von Leber und Galle findet Löwenzahn Anwendung. Dank seiner entzündungshemmenden und antioxidativen Inhaltsstoffe kann Löwenzahn unterstützend bei Gelenkbeschwerden genutzt werden, nicht nur im Rahmen traditioneller Heilpflanzenanwendungen.
Die Geschichte des Löwenzahns
Der Löwenzahn ist in Europa, Asien und Nordamerika beheimatet. Auch wenn er wahrscheinlich schon im Altertum bekannt und geschätzt wurde, gibt es dazu keine gesicherten Überlieferungen.
Die frühesten schriftlichen Zeugnisse über die Pflanze stammen aus dem Mittelalter. So gibt es unter anderem Aufzeichnungen von arabischen Ärzten und Beschreibungen in schlesischen Arzneibüchern. Denn schon damals schrieb man ihm eine besondere Wirkung bei Augenentzündungen zu. Seine Bitterstoffe galten als wahres Wundermittel für Leber und Verdauung. Auch in Klostergärten wurde er gezielt angebaut, um Magenleiden und Hautprobleme zu behandeln.1
Der Leibarzt Friedrichs des Großen versuchte, mit dem Löwenzahn dessen Wassersucht zu heilen.2 Leonhart Fuchs beschrieb im 16. Jahrhundert die Anwendung bei Gicht, Durchfall, Blasen-, Milz- und Leberbeschwerden.3
Auch Sebastian Kneipp4 wusste den Löwenzahn zu schätzen. So empfahl er ihn in alltäglichen Speisen wie Salaten, Kräuterknödeln und Suppen. Er berichtete aber auch, dass der Löwenzahn bei Leberleiden, Gelbsucht und Lungenkrankheiten helfen würde.
Löwenzahn in der Ernährung
Der Löwenzahn gehört zu den Lieblingskräutern vieler Wildkräuterfans. Kein Wunder, denn er ist leicht zu bestimmen, überall anzutreffen, ergiebig und reich an gesunden Vitalstoffen.
Als ursprüngliches Wildgemüse ist Löwenzahn besonders nährstoffreich und liefert eine Vielzahl wertvoller Mineralstoffe. Er enthält zum Beispiel deutlich mehr Kalium, Magnesium und Kalzium als viele bekannte Kulturgemüsearten wie Feldsalat, Chicorée oder Kopfsalat.
Auch sein Vitamin-C-Gehalt ist mit rund 114 mg pro 100 Gramm bemerkenswert – deutlich höher als bei den meisten Gemüsesorten. Ähnliche Werte erreichen lediglich Brokkoli, Rosenkohl und Grünkohl.
Ein weiteres Plus: Mit etwa 3,3 Gramm pro 100 Gramm besitzt Löwenzahn einen vergleichsweise hohen Gehalt an hochwertigem Eiweiß und übertrifft damit sogar eiweißreiche Gemüse wie Grünkohl, Rosenkohl oder Spinat.5
Alle Pflanzenteile des Löwenzahns sind essbar. Allerdings sollte der Milchsaft im Blütenstängel gemieden werden, da er in größeren Mengen reizend und leicht giftig wirken könnte. Auch die Mittelrippe der Blätter enthält je nach Alter eine gewisse Menge Milchsaft. Wer empfindlich reagiert, kann sie herausschneiden.
Rezepte mit Löwenzahn
Die jungen Blätter des Löwenzahns enthalten weniger Bitterstoffe als ältere Blätter und sind daher besonders schmackhaft. Sie können vielseitig zubereitet werden. Besonders im Frühjahr gibt es viele verschiedene Kombinationsmöglichkeiten für leckeren Löwenzahn-Salat.

Alternativ kannst du die jungen Blätter auch mit anderen Wildkräutern kombinieren und eine gesunde Löwenzahnsuppe zubereiten.
Sowohl allein als auch mit anderen Wildkräutern und Gemüsesorten kombiniert kannst du den Löwenzahn in einer rustikalen Wildkräuter-Quiche oder einer Wildkräuter-Pilzpfanne verwenden.

Frische Löwenzahnblätter kann man zusammen mit anderem Gemüse mit einem Entsafter zu frischem Löwenzahnsaft verarbeiten. Da bei dieser Vorgehensweise aber viele Nährstoffe im Trester verbleiben, empfiehlt es sich eher, die Blätter grünen Smoothies zuzugeben, statt sie zu entsaften.
Die Knospen des Löwenzahns kannst du einlegen, um Löwenzahnkapern zuzubereiten.

Die gelben Blüten sind ebenfalls essbar und verschönern als Dekoration viele Speisen. Im Frühjahr, wenn der Löwenzahn das erste mal in großer Zahl blüht, bietet es sich an, mit den Blüten einen Löwenzahn-Sirup als Alternative zu Honig herzustellen. Hier findest du ein alternatives Rezept für Löwenzahnhonig ohne Kristallzucker.

Auch die Löwenzahnwurzel ist essbar und kann gut zu Wurzelgemüse verarbeitet werden. Vor allem ältere, große Löwenzahnpflanzen haben meist stattliche, gut zu verarbeitende Wurzeln. In Scheiben geschnitten und gedünstet, sind die nussigen Wurzeln eine hervorragende Beigabe zu Salaten.
Aus Löwenzahnwurzeln lässt sich ein milder Kaffee brühen, dessen Geschmack allerdings etwas gewöhnungsbedürftig ist. In Zeiten des Mangels war diese Methode weit verbreitet, um Kaffeebohnen zu substituieren. Als Muckefuck (aus dem Französischen eingedeutscht: Mocca faux – falscher Kaffee) bezeichnet man schwachen Kaffee, der entweder gestreckt ist oder mit Ersatzmitteln wie z.B. Getreide, Eicheln oder Wurzeln hergestellt wird.
Heilende Anwendungen des Löwenzahns
Der Löwenzahn hat eine lange Geschichte als Heilpflanze. Er ist besonders für seine entgiftende und verdauungsfördernde Wirkung bekannt. Hierfür sind unter anderem die enthaltenen Bitterstoffe und Triterpene verantwortlich.6
In der modernen Pflanzenheilkunde wird er gerne bei Frühjahrskuren verwendet, um den Stoffwechsel anzuregen und das Immunsystem zu unterstützen. In der Volksheilkunde wurde er auch als Mittel gegen Leberleiden, Rheuma7 und Hautausschläge genutzt.
Seine harntreibende Wirkung verdankt der Löwenzahn dem hohen Kaliumgehalt. Diese Eigenschaft spiegelt sich auch im Namen in verschiedenen Kulturkreisen wider. So ist Löwenzahn im Niederländischen als Pissblume und auf französisch als Pissenlit bekannt.
Achtung: Menschen mit Gallensteinleiden, Nierensteinen oder Allergien gegen Korbblüter sollten Löwenzahn nur nach ärztlicher Rücksprache nutzen.
Ein Aufguss oder Sud aus Löwenzahnblättern wird traditionell gegen Frühjahrsmüdigkeit und leichte Kopfschmerzen eingesetzt. Seine anregende Wirkung auf die Verdauungsorgane und den gesamten Stoffwechselprozess macht Löwenzahntee aber auch zu einem idealen Fastenbegleiter.
Mit den verschiedenen Pflanzenteilen lässt sich auch eine gehaltvolle Tinktur ansetzten. Hier findest du eine Rezeptur für eine Löwenzahn-Tinktur mit Blättern und Blüten.

Im Herbst, wenn die Größe der Wurzeln ein Maximum erreicht, kannst du auch eine Löwenzahn-Wurzeltinktur ansetzen.
Die verdauungsfordernden Wirkstoffe des Löwenzahns lassen sich darüber hinaus in Form eines Löwenzahn-Safts oder Löwenzahn-Tees nutzen.

Auch die Milch aus den Löwenzahnstängeln ist wertvoll, jedoch eher für äußerliche Anwendungen. Sie ist besonders reich an dem Bitterstoff Taraxacin, enthält antivirale Gerbstoffe und Flavonoide. Im Volksmund war dieser Saft früher als Hexen- oder Teufelsmilch bekannt und kann ähnlich wie das Schöllkraut die Behandlung von Warzen unterstützen.
Körperpflege mit Löwenzahn
Die sonnenähnlichen Blüten des Löwenzahns erhellen das Gemüt, und man sagt, dass er das Bewusstsein klärt und Zufriedenheit und Selbstachtung lehrt. Die innere Anwendung des Löwenzahns regt, wie zuvor beschrieben, den Stoffwechsel an. Sie hilft, das Hautbild verbessern, zum Beispiel bei Ekzemen.8
Auch äußerlich angewendet, bereichert Löwenzahn die natürliche Körperpflege. Die enthaltenen Wirkstoffe – darunter Bitterstoffe, Flavonoide, Vitamine (vor allem C und A) sowie Mineralstoffe – wirken entzündungshemmend, hautberuhigend und pflegend. Dadurch kann Löwenzahn insbesondere bei Hautunreinheiten oder trockener Haut unterstützend genutzt werden.
Ein Ölauszug aus Löwenzahnblüten ist eine einfache Methode, die pflegenden Eigenschaften der Pflanze nutzbar zu machen. Das Löwenzahnöl dient als Basis für Salben, Cremes oder direkte Hautpflege.

Diese Löwenzahnsalbe basiert auf dem Ölauszug und ist ideal für raue, trockene oder entzündete Haut. Für unterwegs kannst du auch eine feste Salbe mit Löwenzahnöl herstellen.
Wenn es schneller gehen soll und du auch die hautpflegenden Eigenschaften von Kokosöl nutzen möchtest, solltest du unbedingt diese Feuchtigkeitscreme mit Löwenzahnblüten ausprobieren!

Ein Aufguss aus Löwenzahnblättern, -blüten oder -wurzeln eignet sich ideal als natürliche Haarspülung. Er hilft, die Kopfhaut zu beruhigen und Schuppen zu reduzieren. Übergieße dafür zwei Handvoll frischer Löwenzahnblätter und -blüten mit 500 ml heißem Wasser. Lass den Aufguss etwa 15 Minuten ziehen, seihe ihn anschließend ab und lasse ihn auf Zimmertemperatur abkühlen.
Nach dem Haarewaschen gießt du die Mischung über dein Haar und massierst sie sanft in die Kopfhaut ein. Wasche die Spülung nach etwa 10 Minuten aus oder belasse sie im Haar – je nach Wunsch.
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Erkennung und Sammeltipps

Es gibt mehrere Arten des Löwenzahns, die teilweise schwierig voneinander zu unterscheiden sind. Da die Hauptmerkmale und Anwendungsgebiete aber sehr ähnlich sind, wurden sie unter der Sammelart Taraxacum officinale zusammengefasst.
Der Gewöhnliche Löwenzahn ist eine bis zu 40 cm hohe Pflanze, die häufig auf Wiesen, Weiden, Äckern, an Wegrändern und in Gärten wächst.
- Die Blätter bilden eine bodenständige Rosette, sind tief eingeschnitten oder gezähnt. Sie besitzen einen glatten Rand, sind meist unbehaart oder nur leicht behaart und werden bis zu 30 cm lang. Charakteristisch ist der milchige Saft, der beim Brechen der Blätter austritt.
- Der Blütenstand sitzt einzeln auf einem langen, hohlen, blattlosen und unbehaarten Stängel, der den meisten Milchsaft enthält.
- Die Blüten sind leuchtend gelb und bestehen aus zahlreichen Zungenblüten, die gemeinsam die scheibenförmige Blüte bilden.
- Die Blütezeit erstreckt sich von April bis Juli.
- Nach der Blüte entwickeln sich die bekannten Pusteblumen, die aus vielen kleinen, behaarten Samen bestehen, die jeweils an einem fedrigen Fallschirm hängen. Diese Samen werden vom Wind verbreitet und sind von Mai bis in den Herbst hinein zu finden.
- Die Wurzeln des Löwenzahns sind kräftige, spindelförmige Pfahlwurzeln, die bis zu einem Meter tief in den Boden reichen können und fein verästelt sind.
Verwechslungsgefahr besteht mit dem weniger häufigen, aber ähnlich aussehenden Herbst-Löwenzahn oder dem Ferkelkraut. Entscheidendes Merkmal ist der milchige Saft beim Abbrechen des Stiels und die Rosettenform der Blätter.
Sammle am besten die jungen, zartgrünen Löwenzahnblätter, denn sie enthalten noch nicht so viele Bitterstoffe wie ältere Blätter. Die ersten Blätter kannst du auch schon früh im Jahr ernten, in manchen Jahren schon im März.
Löwenzahn anbauen
Der Löwenzahn verbreitet sich schnell durch Selbstaussaat und wird von vielen Gärtnern eher als Unkraut statt als Nutzpflanze angesehen. Wer einen penibel gepflegten, grünen Rasen wünscht, hat wenig Interesse an Löwenzahn.
Wenn du aber den Löwenzahn in deinem Garten haben möchtest, sammle einige Pusteblumen und setze die Samen in deinem Garten aus. Am besten eignen sich sonnige bis halbschattige Flächen. Die Pflanzen sind zwar eher anspruchslos, gedeihen jedoch besser in feuchten, nährstoffreichen Böden.
Verteile die Samen etwa einen Zentimeter tief und mit mindestens 30 Zentimeter Abstand. So können sich sowohl Wurzeln als auch Blattrosetten optimal entfalten. Die ideale Zeit zur Aussaat ist im August und September. Alternativ kannst du die Samen über den Winter lagern und im Frühjahr – idealerweise im März oder April – aussäen.
- Madaus, G., 1976 “Lehrbuch der biologischen Heilmittel” ↩︎
- Madaus, G., 1976 “Lehrbuch der biologischen Heilmittel” ↩︎
- Schütz, Katrin et al., 2006, “Taraxacum—A review on its phytochemical and pharmacological profile” ↩︎
- Kneipp, Sebastian, 1898, “Gesammelte Schriften” ↩︎
- Franke, Dr. Wolfgang, 1995 “Wildgemüse” ↩︎
- Schütz, Katrin et al., 2006, “Taraxacum—A review on its phytochemical and pharmacological profile” ↩︎
- European Medicines Agency (EMA) – Assessment report on Taraxacum officinale radix (2012). ↩︎
- Paulsen, Evy, 2020, “Dandelion Juice in the Treatment of Dyshidrotic Hand Eczema” ↩︎
Steckbrief
- Kurzbeschreibung
- Mit seiner leuchtend gelben Blüte, der zarten Pusteblume und den charakteristisch gezackten Blättern gehört der Löwenzahn zu den bekanntesten Pflanzen Mitteleuropas. Doch dieses vielseitige Wildkraut hat weit mehr zu bieten als nostalgische Kindheitserinnerungen an Peter Lustig und Fritz Fuchs. Es ist eine echte Bereicherung für den Speiseplan: Vom kräftigen Wurzelwerk bis zur zarten Blüte sind alle Pflanzenteile verwertbar. Sie regen den Stoffwechsel an, können beim Abnehmen unterstützen und als natürlicher Muntermacher wirken – und ganz nebenbei deine Gerichte geschmacklich verfeinern.
- Lateinischer Name
- Taraxacum officinale
- Andere Namen
- Echter Löwenzahn, Gemeiner Löwenzahn, Gebräuchliche Kuhblume, Gemeine Kuhblume, Butterblume, Pusteblume, Bettseicher, Pfaffenröhrlein, Sonnenwirbel, Mönchskopf und viele mehr
- Familie
- Korbblütler (Asteraceae)
- Erntemonate
- Mrz - Okt
- Verwendbare Pflanzenteile
- Blätter, Blüten, Knospen, Wurzeln
- Blattform
- schrotsägeförmig
- Blütenfarbe
- gelb
- Fundorte
- Wiesen, Äcker, Wegränder, Lichtungen
- Verwechslungsgefahr
- Gewöhnliches Ferkelkraut, Milchkraut (Schaftlöwenzahn, Leontodon) sind leicht dank ihrer soliden Stängel zu unterscheiden
- Giftigkeit
- ungiftig
- Hinweise zur Giftigkeit
- Häufig wird vor dem weißen Milchsaft in den Stängeln der Löwenzahnpflanze gewarnt. Insbesondere ältere Pflanzen enthalten eine höhere Konzentration an Bitterstoffen, Harzen und Triterpenen. Der Verzehr größerer Mengen kann bei empfindlichen Personen Magen-Darm-Beschwerden verursachen.
- Inhaltsstoffe
- Bitterstoffe, Cholin, Inulin, Kalium, Magnesium, Phosphor, Vitamin A, Vitamin B2, Vitamin C
- Eigenschaften
- abführend, harntreibend
- Hilft bei
- Allergien, Appetitlosigkeit, Arteriosklerose, Bronchitis, Ekzeme, Fieber, Frühjahrsmüdigkeit, Gallenschwäche, Gallensteine, Gelenkerkrankungen, Gicht, Hämorrhoiden, Hautleiden, Hühneraugen, Husten, Kopfschmerzen, Leberschwäche, Magenschwäche, Nierensteine, Pickel, Rheuma, Verstopfung, Warzen, Wassersucht, Wechseljahrsbeschwerden



















Liebes Team von Kostbare Natur, es ist wirklich faszinierend, welche Schätze die Natur bereithält! Ich überlege schon länger, ob man die Wurzeln jetzt im November noch gut für den Kaffeeersatz verwenden kann, der im Artikel erwähnt wird? Danke für die immer wieder inspirierenden Ideen auf eurer Seite! 😊☕
Kai M.
Löwenzahn Wurzelkaffee schmeckt fantastisch, man muss die ( zwischen November und März geernteten) Wurzeln klein schneiden, trocknen, in der Pfanne langsam richtig braun rösten, mahlen und dann aufgießen.
Jetzt ist bei mir Löwenzahnsaison. Ich war in Österreich aufgewachsen, da war im Frühling der erste Salat der frisch geerntet Löwenzahn. Die Blätter wurden bis kurz vor der Blüte gesammelt. Dann werden sie zu bitter. So mache ich es heute noch. Bei mir wird er mit einem Kartoffel-Griebenschmalz-Dressing serviert. Deshalb wird der Löwenzahnsalat lauwarm gegessen. Gestern habe ich das vegetarisches Griebenschmalz verwendet. Das war genauso lecker und für alle Vegetarier geeignet.
Ich genieße im Frühjahr gerne die Stängel , so als Frühjahrskur. Die Bitterstoffe sind eine Wohltat für die Leber; Bauchspeicheldrüse, und die Nierentätigkeit wird angeregt. Kaut man eine Weile auf dem Stängel herum, entwickelt sich bald ein süßlicher Geschmack.
Diesen Artikel sollten die Italiener verstehen. Mich hat man hier gelehrt, dass man nur Pflanzen ohne Blùten sammeln soll – wie verkehrt. Mein Mann (Italiener) verspeiste auch mit Hochgenuss die Blùten – kommt immer darauf an, wie sie zubereitet werden, als Gemùse sehr lecker