Schmackhafte Pilzpfanne mit Löwenzahn und Giersch
Eines meiner Lieblingsrezepte mit Giersch und Löwenzahn ist, neben der Wildkräuter-Quiche mit Löwenzahn, eine schmackhafte Pilzpfanne. Die gesunden Nährstoffe und der außergewöhnliche Geschmack machen dieses Gericht zu einem Favoriten in meiner Familie und es ist auch bei Gästen immer wieder gern gesehen. Du kannst sie sowohl im Frühjahr als auch im Sommer oder Herbst zubereiten, da alle benötigten Kräuter die gesamte Vegetationsperiode über zu ernten sind. Neben dem Rezept erfährst du in diesem Beitrag auch, warum Wildkräuter so wertvolle Lebensmittel sind.
Rezept Löwenzahn-Giersch-Pfanne
2
Portionen20
Minuten170
kcalZutaten
20 g Löwenzahn
20 g Giersch
5 g Sauerampfer
280 g Pilze, ich verwende gern eine Mischung aus Pfifferlingen und Champignons
1 große Zwiebel
2 Knoblauchzehen
2 EL getrocknete, kleingeschnittene Birnenschnitze
50 ml Sahne
Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Pilze zerteilen und in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten.
- Zwiebel und Knoblauchzehen kleinschneiden.
- Die gegarten Pilze aus der Pfanne nehmen und bei niedriger Temperatur Zwiebel, Knoblauch und
- Birnenschnitze darin dünsten, ggf. mehr Öl zugeben.
- Kräuter zerkleinern und bis auf den Sauerampfer mit in die Pfanne geben. Fünf Minuten garen lassen und dann die Sahne hinzufügen.
- Weitere fünf Minuten durchziehen lassen und anschließend Pilze und Sauerampfer dazugeben.
- Gut durchrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Notizen
- Durch die geschickte Kombination der verschiedenen Zutaten tritt der bittere Geschmack des Löwenzahns kaum hervor. Wenn du ihn dennoch weiter abmildern möchtest, lege die Blätter für etwa zwei Stunden in Salzwasser, es zieht die Bitterstoffe heraus.
- Als Beilage zur Löwenzahn-Giersch-Pfanne passen gut Nudeln oder Reis.
Löwenzahn, Giersch und Sauerampfer – drei gesunde Lebensmittel
Löwenzahn
Löwenzahn regt alle Körperfunktionen an. Besonders auf Leber, Niere und Galle hat der Löwenzahn eine stark reinigende Wirkung. Seine Blätter enthalten reichlich Vitamine und Mineralien, insbesondere Kalzium, Eisen und Magnesium. Um die positiven Effekte des Löwenzahns für deine Gesundheit zu nutzen, musst du nicht unbedingt Löwenzahntee oder -saft einnehmen. Alternativ kannst du ihn auch regelmäßig in deinen Speiseplan integrieren. Junge Blätter besitzen einen etwas milderen Geschmack als ältere und eignen sich deshalb besser als Speisezutat. Im Frühjahr schmeckt frischer Löwenzahn besonders mild, aber auch im Sommer, wenn er auf gemähten Wiesen oder im Garten jung nachwächst, lässt er sich gut verwenden.
Giersch
Giersch besitzt einen hohen Gehalt an Mineralstoffen, wesentlich mehr als der als mineralstoffreichstes Kulturgemüse bekannte Grünkohl.1 Seine Einsatzmöglichkeiten als Küchenkraut sind fast unendlich. Er schnmeckt mild-aromatisch, weshalb er gern wie Spinat genutzt wird. In der Heilkunde lindert Giersch durch seine entschlackende Wirkung entzündliche Erkrankungen der Gelenke wie Gicht, Rheuma und Ischiasschmerzen.2 So wie Löwenzahn gehört auch Giersch zu den wenigen Kräutern, die verzehrt genauso helfen wie als Teeaufguss getrunken. Verwende in der Küche nur die zarten, jungen Blätter, da ältere sehr zäh sind. Im Frühjahr wächst junger Giersch in großen Mengen, im Sommer hingegen findest du junge Pflanzen nur auf gemähten Flächen.
Sauerampfer
Sauerampfer enthält außerordentlich viele Vitamine und hilft, einen leeren Vitamin-Speicher wieder zu füllen. Er reinigt das Blut und stärkt Herz und Nieren. Zum Kochen wird er vor allem als Gewürz verwendet, dabei ist es sinnvoll, ihn erst zum Ende des Kochvorgangs hinzuzugeben, damit die Vitamine nicht zerstört werden. Im Frühling wachsen reichlich junge Sauerampferblättchen auf den Wiesen, im Sommer kommen sie dann nach dem Mähen wieder jung heraus. Verwende auch hier möglichst junge Blättchen.
Hast du das Gericht ausprobiert? Wie schmeckt es dir? Wir freuen uns über deine Erfahrungen!
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- Vergleich Giersch mit Grünkohl; Naehrwerttabelle.de ↩︎
- Jakubczyk, K., Łukomska, A., Czaplicki, S., Wajs-Bonikowska, A., Gutowska, I., Czapla, N., Tańska, M. & Janda-Milczarek, K. (2021). Bioactive Compounds in Aegopodium podagraria Leaf Extracts and Their Effects against Fluoride-Modulated Oxidative Stress in the THP-1 Cell Line. Pharmaceuticals, 14(12), 1334. ↩︎