Löwenzahntinktur gegen Frühjahrsmüdigkeit und mehr
Die großen gelben Blüten des Löwenzahn sind von Frühling bis Spätsommer auf fast jeder Wiese zu sehen. Auch in Gärten fühlt sich die robuste Wildpflanze wohl, wird dort aber allzu oft als lästiges Unkraut wahrgenommen.
Dabei stecken in dieser widerstandsfähigen Pflanze zahlreiche wirkungsvolle Heilkräfte, die du dir in Form einer selbst gemachten Wildkräuter-Tinktur oder mit einer besonders kräftigen Wurzel-Tinktur zu Nutze machen kannst.
Von Frühjahr bis Sommer ist die beste Zeit, um eine heilkräftige Tinktur aus Blüten und Blättern herzustellen.
Löwenzahn-Tinktur herstellen
Für die Tinktur benötigst du Löwenzahnkraut aus Blüten, Blättern und Wurzeln. Sammle die Pflanzen an einem sonnigen Tag und breite sie Zuhause auf einem Tuch oder einer Zeitung zum Trocknen aus. Wenn alle Pflanzenteile angetrocknet sind, kannst du sie zerkleinern und zur Aufbewahrung in ein Schraubglas füllen.
Für die Herstellung der Tinktur benötigst du Folgendes:
- Löwenzahnkraut
- Ansatzalkohol wie zum Beispiel Prima Sprit oder anderen Alkohol mit mindestens 40 % Vol.
- Schraubglas oder Apothekerflaschen zum Reifen der Tinktur
- Feines Sieb, Kaffee- oder Teefilter zum Abseihen der fertigen Tinktur
- Braunglasflaschen oder Tropfflaschen zur Aufbewahrung der Tinktur

So gehst du vor:
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Pflanzenteile in ein Schraubglas geben, bis es etwa halb voll ist.
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Mit Alkohol auffüllen, bis alle Pflanzenteile vollständig bedeckt sind.
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Glas verschließen und vor Sonne geschützt aufbewahren.
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Glas ab und zu schütteln, damit sich die Wirkstoffe besser lösen.
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Nach drei bis vier Wochen durch einen Teefilter abseihen und zur Aufbewahrung in Flaschen aus Braunglas füllen.
Nicht vergessen die Flaschen mit Name und Datum zu beschriften. Lichtgeschützt gelagert ist die Tinktur mindestens ein Jahr lang haltbar.
Wirkung der Löwenzahn Tinktur
Der Gewöhnliche Löwenzahn enthält Bitterstoffe wie Taraxacin sowie Flavonoide und Phenolsäuren. Löwenzahnblätter werden traditionell zur Erhöhung der Harnmenge und Ausscheidung verwendet1 – sie eignen sich daher für eine Frühjahrskur.
Eine Übersichtsarbeit beschreibt antioxidative und mögliche leberschützende Effekte, weist jedoch darauf hin, dass viele Daten aus In vitro und Tierstudien stammen.2
Traditionell wird sie bei Verdauungsschwäche, Völlegefühl und zur Anregung des Stoffwechsels verwendet.
Hinweis: Eine Tinktur ersetzt keine medizinische Therapie, kann aber begleitend eingesetzt werden. Wenn du unter Gallenwegsverschluss, schweren Lebererkrankungen oder Nierenproblemen leidest, solltest du sie nicht ohne ärztliche Rücksprache anwenden.
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Wie verwendest du Löwenzahn am liebsten? Teile deine Tipps und Rezepte mit den anderen Lesern unter diesem Beitrag!
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- Taraxaci folium – herbal medicinal produc. (2008). EMA. ↩︎
- Martinez, M., Poirrier, P., Chamy, R., Prüfer, D., Schulze-Gronover, C., Jorquera, L. & Ruiz, G. (2015). Taraxacum officinale and related species—An ethnopharmacological review and its potential as a commercial medicinal plant. Journal Of Ethnopharmacology, 169, 244–262. ↩︎
