Mahonie
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Die Mahonie stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde nach dem Botaniker Bernard Macmahon benannt. In Mitteleuropa kommt sie als eingebürgerter Neophyt als Zierpflanze in Gärten und Parks vor. Dass man sie als Heilpflanze nutzen kann, ist vielen nicht bekannt. Die gesamte Pflanze enthält zwar giftige Alkaloide, in den Beeren liegt der Anteil jedoch nur bei 0,5 Prozent, weshalb sie sich für die Herstellung von Gelee, Saft und Likören eignen. Sie stärken den Organismus und die Verdauung und erinnern vom Geschmack an Schwarze Johannisbeeren.

Steckbrief

Lateinischer NameMahonia aquifolium
Andere NamenStechdornblättrige Mahonie
FamilieBerberitzengewächse (Berberidaceae)
ErntemonateAug-Dez
Verwendbare PflanzenteileFrüchte, Rinde, Wurzeln
Blattformunpaarig gefiedert
Blütenfarbegelb
FundorteGärten, Parks
Verwechslungs­gefahrEuropäische Stechpalme, Berberitze
Giftigkeitteilweise giftig
Hinweise zur GiftigkeitDie meisten Pflanzenteile sind giftig und enthalten Berberin und Alkaloide.
WarnungenDie Beeren sind in kleinen Mengen roh essbar. In großen Mengen verzehrt führen die rohen Beeren und Wurzeln zu Durchfall. Die Rinde enthält erbgutveränderndes Berberin.
Besondere InhaltsstoffeAlkaloide, Berberin, Fruchtsäuren, har, Vitamin C
Eigenschaftenabführend, antibakteriell, antiseptisch, blutreinigend, entzündungs­­hemmend, harntreibend, kräftigend, schmerzstillend, verdauungsfördernd, wundheilend
Hilft beiAkne, Appetitlosigkeit, Bluthochdruck, Darmentzündungen, Diabetes, Durchfall, Ekzeme, Halsschmerzen, Harnwegsinfekte, Hautausschläge, Kopfschuppen, Magen­schleimhaut­entzündungen, Nierenprobleme, Schuppenflechte, Verdauungsprobleme, Verstopfung, Wunden

Anwendungen

Die Mahonie wird als Heilpflanze zur allgemeinen Stärkung und Kräftigung des Körpers vor allem der Verdauung eingesetzt. Ferner werden Extrakte aus der Wurzel gegen Schuppenflechte genutzt.

Achtung: Alle Pflanzenteile, besonders Rinde und Wurzel sind giftig. Die Früchte sollten nur in kleinen Mengen roh gegessen werden. Größere Mengen sollten abgekocht und die Kerne entfernt werden, da hier die Giftstoffe am konzentriertesten sind. Die Rinde enthält Berberin, das eine mutagene Wirkung auf die DNA hat und zu Erbgutveränderungen führen kann.

In der Ernährung

Da der Anteil an Alkaloiden in den Beeren gering ist, werden sie zur Verarbeitung von Marmeladen, Säften, Gelees und fruchtigen Weinen verwendet. Sie sind sehr Vitamin-C-haltig und können in kleinen Mengen roh verzehrt werden. Ein Zuviel an rohen Beeren führt zu Durchfall.

Bei der Verarbeitung größerer Mengen empfiehlt sich die Kombination mit säurearmen Früchten. Purer, gekochter Mahoninensaft kann auch als Ersatz für Zitronensaft verwendet werden.

Rezept für Mahoniensuppe

Für eine Mahoniensuppe benötigst du:

  • etwa 800 g Mahonienbeeren
  • 100 ml Wein
  • 80 g Zucker
  • 1-2 TL Stärke
  • optional Sahne

So stellst du sie her:

  1. Beeren entstielen, waschen und mit etwas Wasser in einem Topf zum Kochen bringen, bis die Beeren aufplatzen.
  2. Durch ein Sieb geben, den Saft auffangen und 400 ml abmessen.
  3. Den Saft im Topf etwa fünf Minuten kochen lassen.
  4. Wein und Zucker hinzufügen.
  5. Stärke mit etwas Wasser cremig rühren und hinzugeben.

Ich serviere die Suppe gern mit etwas Sahne. Guten Appetit!

Mahonien-Gelee

Hier findest du ein einfaches Rezept für Mahonien-Gelee.

Überraschend lecker: Koche Saft aus den Beeren der häufig vorkommenden Mahonie ein und du erhältst nicht nur ein ungiftiges sondern auch fruchtig-saures Gelee.

Heilende Anwendungen

Die Mahonie wurde von den Einheimischen Nordamerikas als Heilpflanze gegen Brechreiz, Durchfall, Skorpionstiche und Harnwegsinfekten genutzt. Auch die Chinesische Medizin soll die Mahonie bereits sei dreitausend Jahren gegen Haut- und Leberleiden sowie Pilze und Würmer eingesetzt haben. Sie kann innerlich in Form von Tees und äußerlich in Form von Salben verwendet werden.

Mahonien-Tee

Ein Tee aus der Wurzel soll bei Verdauungsbeschwerden helfen. Als Gurgelwasser lindert der Tee Beschwerden bei Halsschmerzen und Halsentzündungen.

Wegen der giftigen Alkaloide wird jedoch von der innerlichen Verwendung von Rinde und Wurzeln abgeraten. Bei Verdauungsbeschwerden haben sich viele andere Pflanzen wie zum Beispiel Kümmel oder Beifuß als hilfreich erwiesen. Auch bei Halsschmerzen gibt es viele hilfreiche Kräuter als Alternative.

Mahoniensalbe

Die Wirkung von Mahonie wurde für die Behandlung von leichter bis mittelschwerer Schuppenflechte belegt und im Handel sind Salben mit den Wirkstoffen der Mahonie erhältlich.

Anwendungen im Haushalt

Die Beeren, Rinden und Wurzeln eignen sich zum Solar-Färben im Glas. Die Beeren erzeugen einen blau-violetten Farbton, die Rinde und Wurzeln bringen eine gelbliche Färbung hervor.

Erkennung und Sammeltipps

Wusstest du, dass du die Mahonie essen kannst? Ihre vitamin-c-haltigen Beeren eignen sich z.B. für süß-saure Gelees, Suppen, Säfte und Liköre.

Die bis zu eineinhalb Meter hoch werdende Mahonie wächst als Strauch und ist sehr trockenresistent. Sie kommt vorwiegend in städtischen Parks und Gärten als Zierpflanze vor.

  • Die immergrünen, lederartigen Blätter sind unpaarig gefiedert.
  • Der Blattrand besitzt kleine Stacheln und ist gewellt.
  • Die Blattoberfläche ist dunkelgrün glänzend.
  • Die Unterseite ist hellgrün.
  • Die gelben Blüten stehen in Trauben.
  • Die Blütezeit ist von März bis Juni.
  • Die blauen Beeren schmecken sauer.
  • Die Beeren sind erbsengroß, oft weiß bereift und enthalten dunkelroten Saft.
  • Die Beeren entwickeln sich ab August.

Die äußere Erscheinungsform ist der Europäischen Stechpalme ähnlich, weshalb sie mit der Mahonie verwechselt werden könnte. Sie bildet jedoch rote Früchte aus. Von der Berberitze unterscheidet sich die Mahonie durch ihre gefiederten Blätter und ihre nicht vorhandenen Dornen.

Anbautipps

Die Mahonie lässt sich leicht durch Ausläufer und Stecklinge sowie Samen vermehren. Sie kommt an trockenen Standorten sehr gut zurecht.

Achtung:
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