Schnupfen, Halsweh, Husten – diese 9 Wildpflanzen helfen dir
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Kaum fallen die Temperaturen, schon kommen Husten, Schnupfen und Halsweh angeflogen. Mit einem starken Immunsystem bekommt der Körper Krankheitserreger schnell in den Griff. Sollte die Immunabwehr jedoch geschwächt sein, was bedingt durch Stress, zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung und Medikamente häufig der Fall ist, fängt die Nase zu laufen an, kratzt es im Hals und der Körper fröstelt.

Statt den Organismus mit Arzneimitteln, welche die Symptome nur unterdrückenden, noch mehr zu belasten, kannst du mit Wildkräutern dein Immunsystem stärken und deinem Körper helfen, Erkältungen auszuheilen. Diese Kräuter bilden, wenn sie in der warmen Jahreszeit gesammelt und getrocknet werden, einen schönen Vorrat. Greife darauf zurück, wenn eine Grippewelle im Anmarsch ist.

Um einen Infekt oder eine Grippe schnell in den Griff zu bekommen, solltest du bei den ersten Anzeichen reagieren. Meine Lieblingsmethode besteht aus heißem Linden– und Holunderblütentee, dazu ein heißes Beifußbad mit anschließend viel Ruhe.

9 Wildkräuter gegen Schnupfnasen und kratzenden Hals

1.  Holunder: Die Blüten helfen beim Ausschwitzen von Krankheitskeimen und können sogar hartnäckigen Schleim lösen. Sie sind somit auch eine wertvolle Hilfe bei einer Neigung zu Entzündungen der Nasennebenhöhlen. Saft aus Holunderbeeren  hilft gut bei Halsweh und stärkt zudem die Abwehrkräfte.

2. Linde: Ein Tee mit Lindenblüten lindert Hustenreiz und Halsschmerzen und wirkt entzündungshemmend. Zum Inhalieren bei Husten und Schnupfen lassen sich Lindenblüten ebenfalls gut verwenden.

3. Spitzwegerich: Die Blätter des Königs der Wege gehören zu den bekanntesten Kräutern bei Husten, Bronchitis und Asthma. Sie können als Tee aufgegossen oder noch besser als Hustensirup eingenommen werden. Wie du einen Hustensirup mit Spitzwegerich leicht selbst herstellst, erfährst du hier.

4. Gundermann: Ein Aufguss mit Gundermannblättern und falls vorhanden -blüten unterstützt die Heilung eitriger Erkältungskrankheiten. Der Gundermann ist außerdem ein nützlicher Helfer bei allen langwierigen Erkrankungen.

5. Seifenkraut: Die im Seifenkraut enthaltenen Saponine eignen sich nicht nur zum Wäschewaschen, sondern können auch dem Körper helfen, sich von hartnäckigen Verschleimungen zu reinigen. Dazu wird ein Tee mit der Wurzel getrunken. Einen Teelöffel kleingeschnittene Wurzelstückchen über Nacht in 250 ml kaltem Wasser ziehen lassen, am nächsten morgen kurz aufkochen und nochmal fünf Minuten ziehen lassen. Es sollten allerdings maximal zwei Tassen am Tag getrunken werden.

6. Hagebutte: Die roten Früchte der Hundsrose sind sehr vitaminreich, unterstützen unseren Körper bei der Heilung und kurbeln das Immunsystem an. Du kannst die rot leuchtenden Beeren z.B. als Gelee, Sauce  oder Hagebuttentee zu dir nehmen.

7. Huflattich: Die Blätter des Huflattichs helfen bei hartnäckigen Verschleimungen und festsitzendem Husten. Du kannst sie als Tee aufgießen oder auch verbrennen und den Rauch einatmen.

8. Tanne: Ein Tee mit getrockneten Tannenspitzen kann Husten und Halsweh lindern und wirkt außerdem schweißtreibend. Ein beliebtes Naturheilmittel gegen Husten ist der im Mai angesetze Tannenspitzensirup.

9. Mädesüß: Bei beginnender Erkältung unterstützt ein schweißtreibender Mädesüßtee aus Blüten und Blättern die körpereigene Abwehr, außerdem wirkt er entzündungshemmend und fiebersenkend.

Alle diese Kräuter können dir helfen, eine Erkältung in den Griff zu bekommen oder gar am Ausbrechen zu hindern. Sie wirken auf vielen Ebenen und versorgen deinen Körper zudem mit zahlreichen wichtigen Mineralstoffen und Vitaminen.

Kräuter gegen Schnupfen und Erkältung

Falls du diese Kräuter im letzten Jahr noch nicht gesammelt hast, kannst du im Winter natürlich auch Tees kaufen oder getrocknete Pflanzenteile bestellen, z.B. Lindenblüten oder Hagebuttenpulver.

Welche anderen Pflanzen nutzt du bei Erkältungskrankheiten?

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