Scharfgabentee: Hilfe bei Wunden, Krämpfen und Menstruationsbeschwerden
Die Schafgarbe ist ein weit verbreitetes Kraut, welches bei genauerem Hinsehen kaum verwechselt werden kann. Das markante, weiß blühende Kraut gehört zu den wichtigsten Heilkräutern für Frauen. Blätter und Blüten der Schafgarbe enthalten vor allem Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide, welche du für deine Gesundheit nutzen kannst, zum Beispiel in Form des heilsamen Schafgarbentees.
Schafgarbentee zubereiten
Die Schafgarbe ist weit verbreitet und wächst an trockenen Standorten wie Wiesen, an Wegrändern und an Böschungen. Du kannst sie von März bis Oktober ernten. Am meisten Wirkstoffe hat das Kraut allerdings im Sommer zur Hauptblütezeit. Sammeln kannst du die ganzen Stiele mit Blüten und Blättern an einem sonnigen Tag. Schneide die Stängel ab und transportiere sie in einem luftdurchlässigen Beutel oder Körbchen nach Hause.
Binde die Stängel zu Sträußen und hänge sie zum Trocknen kopfüber im Schatten auf. Wenn die Pflanzen getrocknet sind, kannst du sie zerbröseln und zur Aufbewahrung in Gläser abfüllen oder einfach hängen lassen, bis du sie benötigst.
Um daraus den heilsamen Tee zuzubereiten, gehst du wie folgt vor:
Scharfgabentee: Hilfe bei Wunden, Krämpfen und Menstruationsbeschwerden
Gang: Unkategorisiert1
Portionen10
MinutenZutaten
1 TL Schafgarbenkraut
200 ml sprudelnd kochendes Wasser
Zubereitung
- Schafgarbenkraut in die Tasse oder in ein Teenetz geben.
- Mit sprudelnd kochendem Wasser übergießen.
- Zugedeckt fünf bis zehn Minuten lang ziehen lassen.
- Danach abseihen oder das Teenetz entfernen.
Notizen
- Der bittere Geschmack der Schafgarbe ist etwas gewöhnungsbedürftig. Daher empfiehlt es sich, sie in eine Teemischung zu integrieren. Alternativ kannst du den Tee mit Honig süßen.
- Trinke nicht mehr als 3 Tassen pro Tag über einen Zeitraum von 2 Wochen.

Hinweis: Schafgarbe kann bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen oder bei übermäßigem Konsum die Leber belasten. Halte am besten Rücksprache mit einem Arzt, besonders bei Schwangerschaft oder chronischen Erkrankungen.
Gesundheitliche Wirkung
Durch die enthaltenen Gerbstoffe wirkt die Schafgarbe unter anderem blutstillend, wundheilend und entzündungshemmend.1 Tee aus dem Kraut wird vor allem bei Blutungen, Schnittwunden und Nasenbluten eingesetzt. Zur Blutstillung und Wundheilung bietet sich eine Kombination mit Schachtelhalm oder Spitzwegerich an. Dafür werden bis zu drei Tassen des Tees am Tag getrunken.
Die Schafgarbe war schon im Altertum als Frauenheilmittel bekannt. Sie hilft bei unregelmäßiger und zu starker Menstruation und wirkt Menstruationsschmerzen und Ausfluss entgegen. Dafür sorgen neben den Gerbstoffen die enthaltenen Bitterstoffe. Gegen Menstruationsbeschwerden bietet sich eine Teemischung mit Himbeerblättern, Frauenmantel oder Rotklee an. Davon können während der Menstruation ein bis drei Tassen täglich getrunken werden.
Nach der Volksmedizin soll sie auch auf die Seele hat Schafgarbe einen positiven Einfluss haben. Sie soll beruhigend wirken und hilft bei wetterbedingten Kopfschmerzen und bei wechseljahresbedingter Unruhe und Schlafstörungen. Dafür ist eine Teemischung mit Herzgespann oder Himbeere gut geeignet.
Bei Verdauungsproblemen, Blähungen, Magenkrämpfen und Appetitlosigkeit kann eine Teemischung mit Kümmel, Herzgespann und Angelika helfen. Schafgarbe wirkt entkrampfend und hilft bei der Verdauung.2
Äußerliche Anwendungen
Auch äußerlich angewendet hilft dieser Aufguss bei Magenproblemen, Krämpfen und Wunden.3 Dafür werden 100 g Kraut mit 1,5 l kochendem Wasser aufgegossen und der Sud nach 15 bis 20 Minuten Ziehzeit dem Badewasser zugegeben. Es empfiehlt sich, die Schafgarbe gleichzeitig innerlich und äußerlich anzuwenden.
Bei unreiner und fettiger Haut werden im Tee getränkte Kompressen auf die betroffenen Hautpartien gelegt. Auf diese Weise sollen Krankheitserreger an beschädigter Haut schneller bekämpft und der Selbstheilungsprozess der Haut beschleunigt werden.
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Hast du dieses vielseitige Kraut schon einmal gesammelt? Beschreibe deine Erfahrungen unten in den Kommentaren!
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- Bühring, Ursel et al.: 2016. Praxis Heilpflanzenkunde. ↩︎
- Gers, T., & Pöhlmann, M. (2021). Wirkung und Sicherheit von Schafgarbe bei gastrointestinalen Beschwerden: Eine klinische Studie. Zeitschrift für Phytotherapie, 42(1), 12-19 ↩︎
- Hajhashemi, M., Ghanbari, Z., Movahedi, M., Rafieian, M., Keivani, A. & Haghollahi, F. (2016). The effect of Achillea millefolium and Hypericum perforatum ointments on episiotomy wound healing in primiparous women. The Journal Of Maternal-Fetal & Neonatal Medicine, 31(1), 63–69.9 ↩︎
