Kapern aus Kapuzinerkresse – so gelingt die regionale Alternative
Kapern haben ihren ganz eigenen, würzigen Charme. Aber leider wächst der Echte Kapernstrauch, aus dem die pikante Zutat gewonnen wird, nicht in unseren Breiten. Doch wusstest du, dass du aus den frischen Samen der Kapuzinerkresse ganz einfach einen köstlichen Kapernersatz zaubern kannst? In Essiglake eingelegt entfalten die unreifen Kapuzinerkresse-Samen ein pikantes Aroma, das deinen Gerichten das gewisse Etwas verleiht.
In diesem Beitrag erfährst du, wie du Kapern aus Kapuzinerkresse selber herstellen kannst – regional, nachhaltig und verdammt lecker.
Rezept für Kapern aus Kapuzinerkresse
Schwierigkeit: Einfach1
Portionen45
Minuten336
Stunden45
MinutenErnte die Samen der Kapuzinerkresse frühzeitig, wenn sie noch knackig grün sind, um daraus einen regionalen Kapernersatz herzustellen. Und beginne zeitnah mit der Zubereitung.
Zutaten
Zubereitung
- Kapuzinerkresse-Samen waschen und von Blüten- und Stengelresten befreien.
- Samen in einem Glas oder einer Schüssel großzügig mit Salz bestreuen und gut vermischen, so dass alle Samen mit einer dünnen Salzschicht bedeckt sind. Abgedeckt, bei Zimmertemperatur für etwa 24 Stunden ziehen lassen, damit Flüssigkeit entzogen wird.
- Die durchgezogenen Samen in ein Sieb geben, mit Wasser abspülen und gründlich abtropfen lassen.
- Die Samen in keimfreie Schraubgläser füllen.
- Essig und Wasser in einen Topf geben und kurz aufkochen. Zusammen mit weiteren Zutaten nach Wunsch über die Kapuzinerkresse-Samen geben. Alle Zutaten müssen von der Lake bedeckt sein.
- Die Gläser fest verschließen und für mindestens 2 Wochen an einem kühlen, dunklen Ort ziehen lassen. Die falschen Kapern entwickeln so ihr volles Aroma.
- Im Kühlschrank gelagert halten sich Kapuzinerkressekapern mehrere Monate bis zu einem Jahr.
Kapern aus Kapuzinerkresse-Samen eignen sich hervorragend zum Würzen von mediterranen Gerichten, Salaten, Saucen oder als Beilage ähnlich wie echte Kapern. Sie zeichnen sich durch ihren pikanten, säuerlichen und scharfen Geschmack aus, der vor allem durch die natürlichen Senföle der Kapuzinerkresse entsteht. Diese Senföle sind schwefelhaltige Verbindungen, die nicht nur für die charakteristische Schärfe sorgen, sondern auch zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungen haben.
So gesund sind Kapuzinerkressekapern
Senföle fördern nicht nur den Geschmack, sondern auch die Gesundheit auf vielfältige Weise. Denn sie wirken entzündungshemmend, keimabtötend und antioxidativ. Außerdem können sie helfen, schädliche freie Radikale zu neutralisieren und oxidativen Stress zu vermindern.1
Zudem unterstützen Senföle das Immunsystem, indem sie Bakterien, Viren und Pilze bekämpfen. Unter Laborbedingungen zeigt Kapuzinerkresse eine ausgeprägte antibakterielle Wirkung2 und gilt deshalb auch als natürliches Antibiotikum.
Tipp: Aus Kapuzinerkresseblättern, Meerrettichwurzel und Alkohol kannst du ein natürliches Antibiotikum selbst herstellen.
So machen “falsche Kapern” aus Kapuzinerkresse-Samen die mediterrane Küche nicht nur würziger, sondern durch ihre natürlichen Wirkstoffe gleich noch gesünder.
Tipp: Ein regionaler Kapernersatz lässt sich auch aus Löwenzahnknospen und aus Malvensamen selber machen.
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Hast du schon einmal Kapern aus Kapuzinerkresse gekostet? Berichte uns davon in einem Kommentar unter dem Beitrag!
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- Yadav, K., Dhankhar, J. & Kundu, P. (2022, 2. September). Isothiocyanates – A Review of their Health Benefits and Potential Food Applications. ↩︎
- Jurcă T. et al. (2018) The effect of Tropaeolum Majus L. on bacterial infections and in vitro efficacy onapoptosis and dnalesios in hyperomsmotic stress. ↩︎

