Mojo Verde selbst machen: Original oder mit heimischen Kräutern

Entdecke das Originalrezept für Mojo Verde und erfahre, wie du die grüne Sauce mit heimischen Wildkräutern regional abwandeln kannst.

Koriander gehört zwar nicht zu unseren heimischen Wildkräutern, lässt sich aber im Garten oder auf der Fensterbank spielend leicht selbst ziehen. Während die meisten das Kraut primär aus der thailändischen Küche kennen, ist eine andere Spezialität bei uns noch fast ein Geheimtipp: Mojo Verde. In dieser würzigen, kalten Kräutersauce spielt der Koriander die Hauptrolle und sorgt für ein unvergleichlich frisches Geschmackserlebnis.

Rezept für Mojo Verde

Rezept von Frech LindaSchwierigkeit: Einfach
Portionen

10

Portionen
Zubereitungszeit

15

Minuten
Kalorien

120

kcal

Die Basis der authentischen Mojo Verde ist Koriander (Coriandrum sativum). Für die klassische kanarische Variante brauchst du nur wenige, aber hochwertige Zutaten. Traditionell wird sie im Mörser zubereitet, was die ätherischen Öle besonders schonend freisetzt.

Zutaten

  • 1 großer Bund frischer Koriander (ca. 80–100 g)

  • 2 grüne Paprikaschoten (mild)

  • 3–4 Zehen Knoblauch

  • 1 TL Cumin (Kreuzkümmel), idealerweise ganze Samen

  • 100 ml hochwertiges Olivenöl

  • 2 EL Weißweinessig

  • 1 Prise grobes Meersalz

  • optional 1 kleine grüne Chilischote für eine sanfte Schärfe

Zubereitung

  • Koriander waschen, trockenschütteln und samt den zarten Stielen grob hacken. Paprika entkernen und würfeln.
  • Knoblauch, Salz und Kreuzkümmel im Mörser zu einer Paste verarbeiten. Dann die Paprika und den Koriander nach und nach hinzugeben. Alternativ kannst du alles kurz im Mixer pürieren, aber achte darauf, dass es keine völlig glatte Emulsion wird – eine gewisse Struktur ist erwünscht.
  • Unter ständigem Rühren das Olivenöl langsam einfließen lassen, bis die Sauce glänzt.
  • Mit Essig und bei Bedarf noch etwas Salz abrunden.

Abwandlungen mit heimischen Kräutern

Wer keinen Koriander mag oder die Mojo Verde noch regionaler gestalten möchte, kann das Grundrezept wunderbar mit den Schätzen unserer heimischen Natur abwandeln. Der Austausch der Kräuter verändert das Aroma, bewahrt aber die gesundheitlichen Vorteile.

  • Die „Garten-Mojo“: Ersetze den Koriander durch eine Mischung aus glatter Petersilie und etwas Minze. Das wirkt besonders erfrischend und liefert viel Eisen.
  • Die „Frühlingskräuter-Mojo“: Nutze Giersch und Vogelmiere. Giersch bringt eine ähnliche Würze wie Koriander mit, und wird in der Volksmedizin wegen seiner entsäuernden und harntreibenden Wirkung geschätzt.
  • Die bärlauchstarke Variante: Im Frühjahr kannst du den Knoblauch und einen Teil der Kräuter durch Bärlauch ersetzen. Das gibt dem Mojo eine natürliche, schwefelhaltige Schärfe, die den Stoffwechsel ankurbeln soll.
  • Die herbe Wald-Mojo: Eine Mischung aus jungen Brennnesselblättern (vorher kurz überbrüht oder gewalzt) und Sauerampfer ergibt eine kräftige, säuerliche Sauce, die hervorragend zu Kartoffelgerichten passt.

Aufbewahrung und Genuss

Mojo Verde schmeckt am besten, wenn sie einige Stunden ziehen konnte. In ein sauberes Glas gefüllt und mit einer Schicht Olivenöl bedeckt, hält sie sich im Kühlschrank bis zu zwei Wochen.

Klassisch serviert man sie zu Papas Arrugadas (Runzelkartoffeln mit Salzkruste), aber sie veredelt auch jedes Grillgemüse, gebratenen Tofu oder passt als aromatischer Dip zu frisch gebackenem Sauerteigbrot.

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Welches Kraut ist dein Favorit für die Zubereitung einer Mojo? Wir freuen uns auf Inspiration in den Kommentaren!

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Über mich

Linda probiert gerne Neues - ganz egal, ob am Ende etwas Essbares, ein Putzmittel oder Naturkosmetik herauskommt. Ihre liebste Wildpflanze ist die Schafgarbe!

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