Falsche Kapern aus Malvensamen selbst gemacht

Eingelegte Kapern selbst herstellen? Aus den unreifen Samen der heimischen Malve kannst du eine köstliche Alternative ganz einfach selber machen.

Eingelegte Kapern sind eine beliebte Spezialität, doch leider gedeiht der Kapernstrauch nicht in unseren Breiten. Das bedeutet allerdings nicht, dass du auf ein ähnliches Geschmackserlebnis mit selbst eingelegten, heimischen Samen verzichten musst. Denn auch die Samen der Malve eignen sich hervorragend zum Einlegen. Wie einfach du ebenso köstliche “falsche Kapern” selbst herstellen kannst, erfährst du in diesem Beitrag.

Malven und ihre Verwendung

Malvenarten sind grundsätzlich ungiftig, du kannst sowohl die wilden Malven als auch die ungespritzten Zuchtsorten aus naturbelassenen Gärten verwenden.
Die wilde Malve wird im Volksmund „Käsepappel“ genannt, weil die Samen durch ihre ringförmige Anordnung wie kleine Käselaibe aussehen. Eingelegt erhältst du deshalb neben einem kulinarischen auch ein optisches Highlight.

In der Volksheilkunde sind Malven für die enthaltenen Schleimstoff bekannt, die beispielsweise auf Entzündungen im Rachenraum lindernd wirken. So wird der beliebte Malventee aus den Blüten des Hibiskus hergestellt, der ebenfalls zur großen Familie der Malven zählt.

Eingelegte Kapern selbst herstellen? Aus den unreifen Samen der heimischen Malve kannst du eine köstliche Alternative ganz einfach selber machen.

Die Herstellung falscher Kapern

Für die Herstellung falscher Kapern aus Malvensamen benötigst du:

  • unreife Samen der Malve (ob die Samen noch unreif sind, erkennst du, indem du eine Samenkapsel auseinanderbrichst – die Frucht muss noch hellgrün sein)
  • Essig
  • Salz
  • optional Zwiebelscheiben
  • Gefäß zum Einsalzen
  • Sieb zum Abwaschen
  • Topf
  • Gläser zum Abfüllen

Die Herstellung von falschen Kapern erfordert wenig Aufwand, allerdings muss deine Spezialität noch mindestens zwei Wochen lagern, bevor du sie genießen kannst.

  1. Malvensamen unter fließendem Wasser kurz abwaschen.
  2. In einem Gefäß mit Salz vermischen bis alle Samen bedeckt sind und 24 Stunden ruhen lassen.
  3. In einem Sieb mit kaltem Wasser das überschüssige Salz abwaschen.
  4. Malvensamen und Essig (sowie optional Zwiebelscheiben) in einen Topf geben.
  5. Mischung zum Kochen bringen und etwa zwei Minuten köcheln lassen.
  6. Noch heiß in saubere Gläser füllen und gleich verschließen. Zwiebel und Malvensamen müssen mit Essig bedeckt sein.
  7. Vor dem Verzehr mindestens zwei Wochen reifen lassen.

Eingelegte Malvensamen können genau so verwendet wie klassische Kapern, sie schmecken auch gut zu kalten Platten, verfeinern viele Eintöpfe und geben geschmorten Fleischgerichten den letzten Schliff. Salatmarinaden bekommen mit dem Sud der falschen Kapern einen ganz besonderen Geschmack.

Wenn du klassische Kapern magst, versuche doch einmal die Variante aus den Malvensamen! Kennst du noch andere einheimische Pflanzen, die sich zur Herstellung von falschen Kapern eignen?

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3 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Bernadette

    eine wundervolle Idee, die ich definitiv ausprobieren werde. Herzliches Dankeschön 🙂

    Antworten
  2. Sandra Valentin

    Ich kenne falsche Kapern aus Kapuzinerkresse-Samen

    Antworten
  3. Andrea Di Mauro

    Die Knospen von Gänseblümchen eignen sich ebenso sehr gut zur Herstellung von falschen Kapern. Sie sind schmackhaft, äußerst nährstoffreich, und das ganze Jahr über erntbar. ?

    Antworten

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