Dill

Dillkraut und Dillsamen enthalten wertvolle Vitalstoffe und verdienen einen festen Platz im Garten, in der Küche und in der Hausapotheke.

In der Küche wird überwiegend das Dillkraut genutzt, zu Heilzwecken werden vor allem die Samen verwendet. Sie sind sehr viel schärfer als die Blätter und man findet sie auch in Currymischungen und als Einlege-Gewürz.

In der Ernährung

Für die Küche empfiehlt es sich, frisches oder tiefgekühltes Dillkraut zu verwenden. Zwar lässt es sich auch trocknen, verliert dann aber stark an Aroma. Um die wertvollen Inhaltsstoffe zu erhalten, verzehrt man Dill am besten roh – zum Beispiel in Salaten oder Quarkspeisen. Bei warmen Gerichten wird das Kraut am besten erst kurz vor dem Servieren hinzugegeben, damit möglichst viel Aroma erhalten bleibt.

Quark mit Gurke und Dill

Das erfrischende Aroma des Dills passt hervorragend zu Quark. Für eine Portion Kräuterquark mit Dill benötigst du folgende Zutaten:

  • 1 Bund frischen Dill
  • ½ Salatgurke
  • 2-3 Zehen Knoblauch [https://www.kostbarenatur.net/anwendung-und-inhaltsstoffe/knoblauch/]
  • 250 g Quark
  • 100 g Saure Sahne
  • 1 EL hochwertiges Pflanzenöl
  • 1 EL Balsamico-Essig
  • Salz und Pfeffer

Die Zubereitung erfordert nur wenige Handgriffe:

  1. Den Dill waschen und fein hacken.
  2. Die Salatgurke fein hobeln und den Knoblauch pressen.
  3. Den Quark, die Saure Sahne, das Pflanzenöl und den Essig in eine Schüssel geben und gründlich verrühren.
  4. Den gehackten Dill, die gehobelte Gurke und den Knoblauch dazugeben und alles noch einmal gut vermengen.
  5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Für mehr Abwechslung sorgen zahlreiche Wildkräuer, die du ebenfalls in einem Kräuterquark verarbeiten kannst.

Schüttelgurken

Blitzgurken, auch sogenannte Schüttelgurken, sind eine zeit- und arbeitssparende Alternative zu klassisch eingelegten Gurken. Sie werden roh eingelegt und sind nach wenigen Stunden fertig.

Folgende Zutaten werden benötigt:

  • 2 Salatgurken
  • 70 ml Essig
  • 2 EL Zucker
  • 4 TL Salz
  • 3 TL Senfkörner
  • 2-4 Zweige frischer Dill

So bereitest du die Schüttelgurken zu:

  1. Den Dill waschen, trockentupfen und fein hacken.
  2. Die Gurken in mundgerechte Würfel schneiden.
  3. Die Gurkenwürfel zusammen mit den restlichen Zutaten in ein Schraubglas geben und das Glas fest verschließen.
  4. Das Glas kräftig schütteln, damit sich alle Zutaten verteilen und alle Gurkenwürfel benetzt sind.
  5. Die Schüttelgurken in den Kühlschrank stellen und für mindestens zwei Stunden durchziehen lassen, dabei gelegentlich herausnehmen und kurz aufschütteln.

Heilende Anwendungen

Zu Heilzwecken kommen die Dillsamen zum Einsatz, da sie besonders reich sind an ätherischen Ölen. Darunter Carvon und Limonen, die entspannend, krampflösend, bakterienhemmend und verdauungsfördernd wirken.

Im 19. Jahrhundert war es in den USA üblich, Kinder getrocknete Dillsamen kauen zu lassen, um sie während langer Gottesdienste zu beruhigen.

Dillsamen-Aufguss

Ein Teeaufguss mit Dillsamen wirkt entspannend und kann helfen, Unterleibskrämpfe zu lindern. Er wird wie folgt zubereitet:

  1. 1 TL Dillsamen im Mörser zerkleinern.
  2. Dillsamen in eine Tasse geben, mit heißem Wasser übergießen und für circa 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen.
  3. Den fertigen Tee durch ein Sieb abgießen.

Pro Tag können bis zu drei Tassen Dillsamen-Tee getrunken werden. Wer möchte, gibt noch einen Löffel naturbelassenen Honig dazu.
Tipp: Als Zutat in einem selbst gemischten Stilltee wirken Dillsamen Blähungen beim Kind entgegen und regen die Milchbildung an.

Dill-Wein

Bei Verdauungsproblemen und Einschlafschwierigkeiten kann ein selbst gemachter Dill-Wein Abhilfe verschaffen. Dazu wird ein Teelöffel Dillsamen mit dem Mörser zerkleinert und mit einer Tasse (ca. 200 ml) heißem Weißwein übergossen. Die Mischung fünf Minuten ziehen lassen und anschließend durch ein Sieb gießen.

Den fertigen Dill-Wein vor dem Essen oder vor dem Zubettgehen in kleinen Schlucken trinken.

Dillkraut und Dillsamen enthalten wertvolle Vitalstoffe und verdienen einen festen Platz im Garten, in der Küche und in der Hausapotheke.

Anbautipps

Dill ist eine einjährige Pflanze, sät sich aber meist selbst aus, wenn er an einem Standort erfolgreich angesiedelt wurde. Wie andere Doldenblütler auch ist Dill selbstunverträglich, deshalb empfiehlt es sich, ihn an wechselnden Standorten anzubauen.

Sobald das Kraut etwa 15 Zentimeter hoch ist, kann der erste Dill geerntet werden. Wenn jeweils nur einige Fiederblättchen abgeschnitten werden, lässt er sich über mehrere Wochen nachernten.

In Mischkultur mit Karotten wehrt Dill Schädlinge ab und verbessert die Keimfähigkeit der Möhrensamen. Auch neben Kopfsalat, Pflücksalat und Gurken ist Dill im Beet gut aufgehoben. Für Kürbis eignet er sich hingegen nicht als Beetnachbar.

Steckbrief

Kurzbeschreibung
Sein intensives Aroma und seinen typischen Geschmack entfaltet Dill vor allem dann, wenn man das frische Kraut verwendet. Als Küchenkraut werden überwiegend die federartigen Blättchen verzehrt und dienen zum Beispiel als klassische Würze für Gurken, Salat, Quarkspeisen und Fisch. Dill ist aber nicht nur ein aromatisches Gewürz. Sein hoher Gehalt an Mineralstoffen und Vitaminen macht ihn auch besonders gesund. Die in den Dillsamen enthalten ätherischen Öle wirken entspannend, krampflösend sowie verdauungsfördernd, weshalb sie auch zu Heilzwecken eingesetzt werden können.
Lateinischer Name
Anethum graveolens
Andere Namen
Gartendill, Gurkendill, Gurkenkraut
Familie
Doldenblütler (Apiaceae)
Erntemonate
Apr - Sep
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Blüten, Samen, Stiele, Triebe
Blattform
fiederteilig
Blütenfarbe
gelb, grün
Verwechslungsgefahr
mit dem Gefleckten Schierling (giftig)
Giftigkeit
ungiftig
Inhaltsstoffe
ätherische Öle, Mineralstoffe, Vitamine
Eigenschaften
antibakteriell, beruhigend, krampflösend, verdauungsfördernd
Hilft bei
Magenkrämpfe, Nervosität, Übelkeit, Verdauungsprobleme

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