Bärlauch einfrieren und das ganze Jahr über nutzen
Bärlauch gehört zu den beliebtesten Wildkräutern im Frühling. Kein Wunder, denn er besitzt ein mildes knoblauchartiges Aroma, wirkt immunstärkend und anregend auf die Verdauung.1 Anders als viele anderen Wildkräuter hat er aber leider nur eine sehr kurze Saison, von März bis Mai. Danach fängt er an zu blühen und verliert sein schmackhaftes Knoblaucharoma. Die gute Nachricht: Du kannst Bärlauch einfrieren und so haltbar machen.
Für einige Feinschmecker kommt diese Variante nicht infrage, dennoch lohnt sich ein Versuch. Nachfolgend beschreibe ich, welche Möglichkeiten es gibt, wie es gelingt und was zu beachten ist.
Tipp: Um das Aroma der leckeren Blätter das ganze Jahr über zu genießen, kannst du zum Beispiel Bärlauchsalz, Bärlauchöl oder auch das beliebte Bärlauchpesto zubereiten.
Kann man Bärlauch einfrieren?
Ja man kann! Und es ist gar nicht so schwer. Das Aroma wird nur leicht abgeschwächt und du kannst die schmackhaften Blätter das ganze Jahr über verwenden.
Am einfachsten geht das Einfrieren von frischem Bärlauch im Glas. So hast du ihn jederzeit griffbereit und kannst damit deine Speisen würzen oder ihn weiter verarbeiten.
Benötigte Zeit: 10 Minuten
So gehst du vor:
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Bärlauchblätter gründlich waschen und trocken tupfen.
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Grob schneiden, locker in Schraubgläser füllen und verschließen.
Die gefrorenen Bärlauchblätter halten sich mindestens ein Jahr.
Das Einfrieren im Glas funktioniert übrigens problemlos. Da es nicht mit Flüssigkeit gefüllt ist, besteht keine Gefahr, dass es platzt.
Um die geschnittenen Blätter besser zu portionieren, kannst du sie auch zunächst verteilt auf einem kleinen Brett einfrieren und später die gefrorenen Stücke in ein Glas umfüllen, welches du wieder ins Tiefkühlfach legst. So kannst du auch kleine Mengen einzeln entnehmen.
Wenn du keine Gläser verwenden möchtest, kannst du auf Gefrierbeutel (am besten mit Zippverschluss) zurückgreifen.

Bärlauch einfrieren in Eiswürfelform
Das Einfrieren in einer Eiswürfelform ist noch praktischer als die Methode im Glas und verbraucht weniger Platz in der Tiefkühltruhe.
Hierfür werden die Bärlauchblätter zuerst mit einem Pürierstab oder Mixer zerkleinert und die Paste anschließend in einen Eiswürfelbehälter gefüllt. Verwende am besten einen Behälter mit Deckel, da sonst das ganze Tiefkühlfach nach Bärlauch riecht.
Tipp: Nach dem gleichen Prinzip kannst du auch den Wunderlauch einfrieren, welcher etwa zeitgleich mit dem Bärlauch Saison hat.
Weitere Tipps zum Haltbarmachen von Bärlauch
Eine weit verbreitete Methode, Bärlauch länger haltbar zu machen, ist die Herstellung eines Bärlauchpestos. Dieses hält sich im Kühlschrank mehrere Wochen bis Monate, wenn sauber gearbeitet wurde und es immer wieder mit Öl bedeckt wird. Darüber hinaus kannst du auch selbst gemachte Bärlauchsuppe und Bärlauch-Gnocchi einfrieren.
Das Trocknen der Bärlauchblätter zur Aufbewahrung ist dagegen weniger geeignet, da die Blätter schnell ihre Aromastoffe verlieren.
Hinweis: Beim Sammeln von Bärlauch ist es besonders wichtig, die Blätter direkt vor Ort zu bestimmen und von giftigen Doppelgängern zu unterscheiden. Wie du Bärlauch erkennst und von Maiglöckchen und anderen Pflanzen unterscheidest, erfährst du hier.
Hast du Bärlauch schon einmal eingefroren? Welche Erfahrung hast du damit gemacht? Berichte uns davon in einem Kommentar unter diesem Beitrag!
Mehr Rezepte und Tipps zu Bärlauch und anderen Wildpflanzen findest du auch in unserem Buchtipp:
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- Popovschi E., Ivanova R., (2025) Botanical, phytochemical, pharmacological overview of wild garlic (Allium ursinum) Studia Universitatis Moldaviae Seria ↩︎

Ich pfücke den Bärlauch am liebsten zeitnah nach einem Regenschauer, weil ich die Blätter BEWUSST NICHT vor dem Verarbeiten zum Pesto wasche. Ich schneide sie mit einem Keramikmesser klein, gebe ungefähr dieselbe Menge an klein gehackten Walnüssen (alternativ: ein paar Pinienkerne) und etwas persisches Blausalz dazu, fülle die Masse in kleine Gläschen und fülle diese mit kaltgepresstem Olivenöl (nativ – extra) auf. Die Gläschen lassen sich perfekt eingefrieren und sind das ganze Jahr über ein Genuss.
Mein Favorit ist mein Bärlauch-Pesto auf Urkorn-Brot mit etwas geraspeltem Bergkäse oder Parmesan bestreut.
Das ist eine schöne Idee, vielen Dank für deine Ergänzungen!
Liebe Grüße
Hallo
ich habe gute Erfahrungen damit gemacht, den Barlauch kurz zu blanchieren und nach dem Abkühlen aus den zusammengefallenen Blättern kleine Kugeln zu formen, die dann eingefroren werden. So lassen sich kleinere Mengen einfach entnehmen und es ist platzsparend in der TK-Truhe. Liebe Grüsse!
Danke für diesen Zusatztipp!
Liebe Grüße
Wenn die Bärlauch Saison ist und ich nicht gerade Zeit zum Verarbeiten habe, so wasche und tupfe ich ihn trocken, fülle ihn in Gefriersäckchen und ab in den Gefrierschrank. So habe ich das ganze Jahr die Möglichkeit das daraus zu machen, was ich gerade will.
Das ist auch eine tolle Möglichkeit, vielen Dank für die Ergänzung!
Liebe Grüße
Morgen stelle ich Flädlen mit Bärlauch her. Die werden dann auch eingefroren. Schmeckt echt lecker. Natürlich mache ich auch Bärlauchbutter. Diese bekommt auch reichlich Bärlauch, und weil ich den Bärlauch fein hacke wird die Butter grün.
Heute gab es Ziegenfrischkäse mit Bärlauch. Auf frischem Dinkelbrot ein Gaumenschmauß…
Wunderbar, vielen Dank!
Liebe Grüße
Ich friere in kleinen Kräuterzwerge (das sind kleine Gefrierdöschen aus Kunststoff) ein. Vorher hacke ich den Bärlauch mit dem Wiegemesser. Das geht am Besten und schnellsten. Und ich kann dann den Bärlauch pur einfrieren. Im Mixer ist er mir zu zäh, deshalb lässt er sich nur mit Flüssigkeit mixen. Durch den Fleischwolf geht es auch nicht, wenn er roh ist.
Wir gehen einmal im Jahr zum Bienwald bei Wörth am Rhein und pflücken eine große Tasche. Waschen in Rapsöl( hält am längsten und ist gesund) im Mixer zerkleinern und portionsweisse eingefrieren. Somit haben wir Gesundheit das ganze Jahr. Kann man für alles verwenden. Bärlauch getrocknet beinhaltet übrigens keinerlei Aromen oder ätherische Öle mehr..in Plastik Schälchen portioniert richt nichts nach Bärlauch..Ursula
Habe Bärlauch schon sehr oft eingefroren, allerdings riecht der Tiefkühler dann nach Bärlauch, trotz guter Verpackung.
Hab heuer den Versuch unternommen, die Blätter in meinem Dörrapparat zu trocknen. Hat gut geklappt und der Geschmack ist noch intensiver!
Dass die TK nach Bärlauch riecht und andere in Tüten eingefroren Dinge habe ich auch erlebt. Deswegen suche ich nach Alternativen.
Den Tipp mit dem Dörrapperat werde ich testen, das hört sich hoffnungsvoll an.
Danke