Bärlauchpesto – gesundes Knoblaucharoma im Glas
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Bärlauch wird oft als wilder Knoblauch bezeichnet, denn er schmeckt und riecht sehr stark nach seinem weißen Verwandten. Bärlauch wächst in lichten Wäldern und bildet oft große Bestände. Er ist für seine blutreinigende und verdauungsfördernde Wirkung bekannt, die wir uns zur Steigerung der Vitalität zunutze machen können. Wenn du erst einmal weißt, wie du Bärlauch sicher bestimmst und von seinen giftigen Doppelgängern unterscheidest, geht das Sammeln schnell.

Die Erntezeit von Bärlauch im Frühjahr ist jedoch recht kurz, daher empfiehlt es sich ihn für später zu konservieren. Eine sehr schmackhafte Variante ist die Herstellung von würzigem Bärlauchpesto, die ich dir hier vorstellen möchte.

Bärlauch, die Spezialität aus heimischen Wäldern

Bärlauchpesto passt sehr gut zu Nudeln und Gnocchi. Auch eine klassischen Vinaigrette erhält durch einen Löffel Bärlauchpesto einen aromatischen Geschmack. Es ist ein guter Begleiter zu getoastetem Weißbrot und Käse, mit Joghurt und Sauerrahm vermischt erhälst du eine kräftige, grüne Grillsauce.

Diese Zutaten brauchst du für dein Bärlauchpesto:

  • 200 g Bärlauch
  • 25 g Pinienkerne
  • 25 g Parmesan
  • 1 Teelöffel Salz
  • 150 – 250 ml Olivenöl

Bärlauch-Pesto zubereiten

Die Verarbeitung von frischem Bärlauch zu Pesto ist eine aromatische Arbeit. Nach dem Mixen verteilt sich der Knobauchduft in der gesamten Küche und die Vorfreude auf den Genuss steigt. So gehst du vor:

  1. Bärlauch waschen, trocken schleudern und in Streifen schneiden.
  2. Pinienkerne ohne Fett in der Pfanne leicht hellbraun anrösten.
  3. Parmesan fein reiben.
  4. Pinienkerne in die Küchenmaschine geben und reiben.
  5. Die restlichen Zutaten dazugeben und zu einer sämigen Masse mixen.
  6. Wenn das Pesto zu trocken ist, noch Öl dazugeben.
  7. Abschmecken und eventuell noch nachsalzen.

Das Pesto lässt sich auch mit einem Stabmixer zubereiten, wenn die Pinienkerne zuvor im Mörser zerkleinert werden.

Bärlauchpesto hält sich im Kühlschrank mindestens zwei Wochen. Wenn du bei der Zubereitung auf Pinienkerne und Parmesan verzichtest, ist dein Pesto bei kühler Lagerung bis zu einem Jahr haltbar und kann solange verwendet werden, bis die nächste Bärlauchsaison beginnt. Alternativ kannst du das Pesto auch portionsweise einfrieren.

Die Pinienkerne lassen sich bei Bedarf durch Sonnenblumenkerne oder verschiedenste Nusssorten austauschen, ebenso kannst du mit anderen Öl- und Käsesorten experimentieren.

Bärlauch ist eine unserer liebsten Wildpflanzen. Mit diesem Rezept verwandelst du die Blätter in leckeres Pesto und kannst sie das ganze Jahr über nutzen.

Pesto lässt sich nicht nur aus Bärlauch herstellen, viele andere Wild- und Gartenkräuter eignen sich für diese grüne Spezialität. Mit welchen Kräutern hast du schon Pesto verarbeitet?

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