Himbeerblättertee: Zubereitung und Wirkung
Himbeerblättertee gehört zu den bekanntesten Kräutertees aus Garten und Natur. Die jungen Blätter der Himbeere enthalten Gerbstoffe, Flavonoide und weitere wertvolle Pflanzenstoffe. Viele Menschen trinken den Tee traditionell zur Unterstützung des Wohlbefindens und besonders zur Linderung einiger Frauenleiden. Mit wenigen Handgriffen lässt sich daraus ein milder Kräutertee zubereiten.
Für den Teeaufguss werden junge, gesunde Blätter der Himbeere gesammelt. Der beste Zeitpunkt liegt im späten Frühjahr und Frühsommer, bevor die Pflanze stark verholzt. Frische Blätter eignen sich direkt für die Zubereitung. Als Vorrat für das ganze Jahr, kannst du die Blätter einfach trocknen und luftdicht verschlossen aufbewahren.
Himbeerblättertee zubereiten
Schwierigkeit: Einfach1
Portionen15
Minuten1
kcalZutaten
2 TL frische oder 1 TL getrocknete Himbeerblätter
250 ml Wasser
Zubereitung
- Die Himbeerblätter grob zerkleinern und in eine Tasse geben.
- Die Blätter mit kochendem Wasser übergießen und die Tasse sofort abdecken.
- Den Tee 10 Minuten ziehen lassen.
- Das kondensierte Wasser vom Deckel zurück in den Tee laufen lassen, damit die flüchtigen Pflanzenstoffe nicht verloren gehen. Anschließend den Tee abseihen und warm genießen.
Wirkung von Himbeerblättertee
Himbeerblätter enthalten Gerbstoffe, Flavonoide1 und weitere sekundäre Pflanzenstoffe. Die Blätter werden deshalb traditionell als Kräutertee mit Heilwirkung verwendet. Besonders die enthaltenen Gerbstoffe verleihen dem Tee seine leicht adstringierenden Eigenschaften. Das bedeutet, dass sie Gewebe zusammenziehen und Schleimhäute unterstützen können.
Traditionell wird Himbeerblättertee bei leichten Verdauungsbeschwerden, gelegentlichem Durchfall sowie bei Reizungen im Mund- und Rachenraum eingesetzt. Außerdem wird er in der Frauenheilkunde seit langem geschätzt. Dort kommt er unter anderem bei Menstruationsbeschwerden und zur Unterstützung des weiblichen Zyklus zum Einsatz. Für diese Anwendungen liegen jedoch bisher nur begrenzte wissenschaftliche Nachweise vor.
Neben den adstringierenden Gerbstoffen sind es vor allem die enthaltenen Polyphenole und Flavonoide, die den Tee auszeichnen. Diese sekundären Pflanzenstoffe wirken antioxidativ und helfen dabei, freie Radikale im Körper zu neutralisieren. Dadurch können sie zum Schutz der Zellen beitragen.
Anwendung und Dosierung
Der Tee kann unabhängig von den Mahlzeiten getrunken werden. Bei empfindlichem Magen wird er oft als angenehmer empfunden, wenn er zwischen den Mahlzeiten oder nach dem Essen getrunken wird.
Zur allgemeinen Unterstützung wird Himbeerblättertee häufig kurweise über mehrere Wochen angewendet. Bei gelegentlichen Verdauungsbeschwerden kann er auch nach Bedarf getrunken werden.
Hinweis: In der Naturheilkunde wird Himbeerblättertee traditionell eine regulierende und gewebeauflockernde Wirkung auf die Becken- und Gebärmuttermuskulatur zugeschrieben. Er regt Wehen nicht direkt an, dennoch wird aus Sicherheitsgründen und mangels ausreichender Sicherheitsdaten von einem Verzehr in der Frühschwangerschaft abgeraten. In der Geburtsvorbereitung wird er meist ab der 37. Schwangerschaftswoche in Absprache mit der Hebamme oder dem Arzt empfohlen.
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- Kotula M., Kapusta-Duch J., Smolen S., Doskocil I., (2022) Phytochemical Composition of the Fruits and Leaves of Raspberries (Rubus idaeus L.)—Conventional vs. Organic and Those Wild Grown. Women in Food Science. ↩︎

