Frankfurter Grüne Soße selber zubereiten
Die Frankfurter Grüne Soße ist ein Frühlingsklassiker, der herrlich frisch schmeckt und erstaunlich einfach gelingt. Besonders spannend wird sie, wenn du Pimpinelle und Sauerampfer selbst sammelst. Hier findest du das klassische Rezept, Tipps zur Zubereitung und warum die sieben Kräuter diese Soße so besonders machen.
Schon beim Schneiden der Kräuter steigt ein frischer, würziger Duft auf, der sofort Frühlingsstimmung verbreitet. Genau das macht die Frankfurter Grüne Soße so beliebt. Sie ist bodenständig, cremig und trotzdem leicht.
Das Rezept für Frankfurter Grüne Soße
Schwierigkeit: Einfach4
Portionen20
Minuten200
kcal1
Stunde30
MinutenDiese Variante orientiert sich am klassischen Grundrezept. Die Mischung aus Schmand, saurer Sahne und Joghurt macht die Soße mild und frisch. Die fein geschnittenen Kräuter geben ihr den unverwechselbaren Geschmack.
Zutaten
150 g gemischte Kräuter aus Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Schnittlauch, Pimpinelle und Sauerampfer
100 g Schmand
100 g saure Sahne
100 g Naturjoghurt oder Sahnejoghurt
1 kleine Zwiebel
2 hart gekochte Eier
1 TL Senf
1 TL Zitronensaft
2 TL Pflanzenöl
Zucker, Salz und Pfeffer
Zubereitung
- Wasche die Kräuter gründlich und schleudere sie trocken. Schneide sie dann sehr fein. Am besten klappt das mit einem Wiegemesser.
- Schneide die Zwiebel in feine Würfel. Verrühre sie mit den Kräutern, Schmand, saurer Sahne, Joghurt, Zitronensaft, Öl und Senf.
- Würfle die hart gekochten Eier klein und hebe sie unter.
- Schmecke die Soße mit je einer Prise Salz, Pfeffer und Zucker ab.
- Lass sie vor dem Servieren etwa eine Stunde im Kühlschrank ziehen. So verbinden sich die Aromen besonders gut.
Die Frankfurter Grüne Soße wird wie die Gründonnerstagssuppe traditionell am Donnerstag vor Ostern gegessen, kann aber bis in den Herbst hinein zubereitet werden. Zu den üblicherweise verwendeten sieben Kräutern gehören Borretsch, Kerbel, Kresse, Petersilie, Schnittlauch sowie Pimpinelle (auch kleiner Wiesenknopf genannt, der kleine Bruder des Großen Wiesenknopfs) und Sauerampfer. Die letzten beiden kannst du auch in freier Natur ernten. Sammle Wildkräuter nur, wenn du sie sicher bestimmen kannst, und möglichst fern von belasteten Standorten.
Tipp: Wenn dir die Grüne Soße besonders gut schmeckt und du einfach nicht genug von ihr bekommen kannst, lohnt es sich, von den sieben Zutaten eine größere Menge zu ernten und die Kräuter portionsfertig einzufrieren, sodass du die Grüne Soße das ganze Jahr über zubereiten kannst.
Tipps für eine richtig aromatische Soße
Wichtig ist, die Kräuter wirklich fein zu schneiden und nicht zu grob zu lassen. Vor allem Pimpinelle bringt nur dann ihr feines, leicht gurkiges Aroma schön ein, wenn sie frisch verarbeitet wird. Auch Sauerampfer spielt eine wichtige Rolle, weil er eine angenehme, frische Säure mitbringt.
Traditionell wird die Soße rund um Gründonnerstag oft mit Pellkartoffeln serviert. Außerhalb der Fastenzeit passt sie gut zu Lachs und Salzkartoffeln, Tafelspitz oder, wie in Hessen gebräuchlich, zu Kasseler.
Falls du die genannten Kräuter draußen noch nicht finden kannst, bekommst du sie teilweise als fertiges Bündel auf dem Markt. Für die Ernte der Kräuter in der freien Natur ist der Mai ein geeigneter Monat. Zitronenmelisse kann statt der Pimpinelle für eine frische, zitronige Note verwendet werden. Stark würzige Kräuter wie Basilikum, Dill oder Estragon eignen sich jedoch nicht, da sie den Geschmack der anderen Kräuter überdecken würden.
Weitere leckere Rezepte mit Wildkräutern findest du in unserem Buchtipp:
Hast du schon einmal eine Grüne Soße zubereitet? Welches ist dein Lieblingsrezept? Verrate es uns in einem Kommentar unter diesem Beitrag!
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