Kleiner Wiesenknopf

Der Kleine Wiesenknopf ist ein aromatisches Würzkraut, das sich vielseitig in der Küche und für die Gesundheit nutzen lässt.

Der Kleine Wiesenknopf ist verwandt mit dem Großen Wiesenknopf, dessen Heilwirkung deutlich bekannter ist. Doch auch der Kleine Wiesenknopf lässt sich vielfältig in der Küche und für die Gesundheit nutzen.

In der Ernährung

Der Kleine Wiesenknopf hat ein leicht gurkenartiges und zugleich nussiges Aroma und eignet sich deshalb hervorragend als Würzkraut. Dafür werden Speisen mit fein gehackten frischen oder getrockneten Trieben und Blättern ergänzt. Zur praktischen, schnellen Verwendung können getrocknete Pflanzenteile in einer Gewürzmühle aufbewahrt werden.

Junge Blätter und Triebe des Kleinen Wiesenknopfs lassen sich direkt roh verwenden als Zugabe zu Salaten und Dressings, aber auch auf belegten Broten, in Kräuterquark und -butter und in Gemüsegerichten. Auch grünen Smoothies und Kräuterlimonade gibt der Kleine Wiesenknopf ein frisches Aroma. Zudem ist das Würzkraut fester Bestandteil in der Frankfurter Grüne Soße, die traditionell am Gründonnerstag gegessen wird.

Für warme Speisen wie Spinat, Gemüsegerichte, Suppen und Saucen wird der Kleine Wiesenknopf erst kurz vor Ende der Garzeit hinzugefügt. So bleiben Farbe, Vitamine und der nussige Geschmack erhalten. Seine Blüten und Knospen lassen sich roh auf Salaten, Broten, kalten Platten und Vorspeisen als Dekoration verwenden.

Die Wurzel des Wiesenknopfs kann ebenfalls roh verwendet werden, zum Beispiel fein geraspelt auf Salaten oder belegten Broten. In etwas Pflanzenöl gebraten, eignen sich die Wurzeln als würzige Gemüsebeilage, genauso wie die die Wurzeln der Ährigen Teufelskralle.

Heilende Anwendungen

Der Kleine Wiesenknopf ist reich an Vitamin C und Mineralstoffen, weshalb es sich lohnt, ihn öfter roh in den Speiseplan zu integrieren. Er hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit und die harntreibenden, entwässernden und tonisierenden Eigenschaften machen ihn zu einem idealen Begleiter bei einer Frühjahrskur.

Durch den hohen Gehalt an Gerbstoffen wirkt das Heilkraut entzündungshemmend, lindert Blutungen und verbessert die Wundheilung. Es lindert äußerlich Entzündungen der Haut und Schleimhaut und innerlich hilft es gegen Magenentzündungen. Auch bei Verdauungsproblemen wie Blähungen und Durchfall wird der Wiesenknopf eingesetzt. Er fördert außerdem die Verdauung, wirkt krampflösend und lindert Bauchschmerzen.

Tee

Für einen heilsamen Wiesenkopf-Teeauszug werden zerkleinerte Blätter und/oder Wurzeln verwendet. Übergieße für eine Tasse Tee vier Teelöffel des Krautes mit 250 Millilitern heißem Wasser und lasse es sechs bis zehn Minuten ziehen. Anschließend abseihen, nach Geschmack süßen und warm in kleinen Schlucken genießen.

Zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden wird der Tee vor den Mahlzeiten getrunken. Gegen Entzündungen im Mundraum mehrmals täglich mit dem ungesüßten Tee gurgeln.

Erkennung und Sammeltipps

Der Kleine Wiesenknopf ist ein aromatisches Würzkraut, das sich vielseitig in der Küche und für die Gesundheit nutzen lässt.

Der Kleine Wiesenknopf ist eine mehrjährige, krautige Pflanze mit einer Höhe von 30 bis 80 Zentimetern. An seinen typischen Merkmalen ist er leicht zu erkennen:

  • Der kantige Stängel wächst aufrecht und ist rot überlaufen.
  • Die Blätter sind unpaarig gefiedert mit jeweils 9 bis 25 kleinen Fiederblättern.
  • Diese sind dunkelgrün, elliptisch, haben einen gezahnten Rand und riechen leicht nach Gurke.
  • Die kugeligen Blüten sind grün bis rötlich gefärbt und ein bis drei Zentimeter groß.
  • Die Blütezeit ist von Mai bis Juli.
  • Die unauffälligen Samen reifen im Herbst und bleiben den Winter über an der Pflanze.

Anbautipps

Der Kleine Wiesenknopf ist ideal für Steingärten und Kräuterbeete geeignet. Aber auch zwischen höheren Stauden im Blumenbeet kommen kommen seine hübschen Blätter gut zur Geltung. Im Blumenkübel auf der Terrasse gedeiht er ebenfalls.

An sonnigen Standorten fühlt sich der Kleine Wiesenknopf besonders wohl. Er braucht regelmäßig Wasser, insbesondere wenn er als Kübelpflanze kultiviert wird. Staunässe verträgt er allerdings nicht. Im Frühjahr freut sich der Wiesenknopf über etwas Dünger oder Kompost.

Steckbrief

Kurzbeschreibung
Der Kleine Wiesenknopf ist in Mittel- und Südeuropa weit verbreitet. Die anspruchslose Pflanze ist an Böschungen, auf mageren Wiesen und an Wegrändern zu finden - und auch in naturnahen Gärten eine beliebte Zierpflanze. Er findet insbesondere Anwendung als Würzkraut, da er einen aromatisch-würzigen Geschmack hat.
Lateinischer Name
Sanguisorba minor
Andere Namen
Gewöhnlicher Wiesenknopf, Pimpinelle, Pimpernell, Bibernelle
Familie
Rosengewächse (Rosaceae)
Erntemonate
Jan - Dez
Verwendbare Pflanzenteile
Blätter, Blüten, Wurzeln
Blattform
eilanzettlich
Blütenfarbe
grün, rot
Fundorte
An sonnigen Orten auf Magerwiesen, an Waldrändern und in Gärten
Giftigkeit
ungiftig
Inhaltsstoffe
Flavonoide, Gerbstoffe, Mineralstoffe, Rutin, Saponine, Triterpene, Vitamin C
Eigenschaften
adstringierend, blutstillend, entwässernd, entzündungs­­hemmend, harntreibend, krampflösend, tonisierend, verdauungsfördernd, wundheilend
Hilft bei
Blutungen, Durchfall, Entzündungen, Frühjahrsmüdigkeit, Verdauungsprobleme

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