Tee gegen Kopfschmerzen und Migräne als sanfte Begleitung
Migräne oder Kopfschmerzen kommen oft unangekündigt, legen dich lahm und ziehen dir Kraft. Viele Betroffene kennen das Gefühl, alles absagen zu müssen und einfach nur noch Ruhe zu wollen. Medikamente helfen häufig, keine Frage. Und trotzdem wünschen sich viele eine natürliche Begleitung, die den Körper nicht zusätzlich belastet. Genau hier kann ein Tee gegen Kopfschmerzen einen Platz finden.
In diesem Artikel zeige ich dir eine bewährte Kräutermischung, die sich bei Kopfschmerzen und Migräne bewährt hat. Nicht als Wundermittel, sondern als sanfte Unterstützung. Und auch dann hilfreich, wenn sich eine Attacke ankündigt.
Warum Kräuter bei Migräne?
Die genauen Ursachen von Migräne sind bis heute nicht vollständig geklärt. Klar ist aber, dass Entzündungen, Gefäßreaktionen und Reizübertragungen im Nervensystem eine Rolle spielen. Viele Heilpflanzen setzen genau dort an. Sie wirken entzündungshemmend, krampflösend oder schmerzlindernd. Oft nicht sofort. Aber regelmäßig angewendet können sie einen spürbaren Unterschied machen.
Diese Wildpflanzen werden traditionell genutzt
Viele dieser Wildpflanzen stammen aus der traditionellen Pflanzenheilkunde. Ihre Anwendung basiert auf Erfahrung und Beobachtung über Generationen hinweg. Inzwischen werden einzelne Pflanzen auch wissenschaftlich untersucht. Nicht alles ist eindeutig belegt, aber manches lässt sich gut einordnen und nachvollziehen.
Mutterkraut
Mutterkraut gilt als eines der bekanntesten Migränekräuter. Mehrere Studien zeigen, dass es bei regelmäßiger Einnahme die Häufigkeit von Migräneattacken reduzieren kann. Verantwortlich ist unter anderem der Inhaltsstoff Parthenolid.1
Mädesüß
Mädesüß enthält natürliche Salicylate. Das sind pflanzliche Vorstufen der Acetylsalicylsäure. Die Heilpflanze wird traditionell bei Schmerzen und Entzündungen eingesetzt.2
Weidenrinde
Weidenrinde ist ebenfalls reich an Salicin. Schon in der Antike wurde sie als natürliches Schmerzmittel genutzt. Moderne Studien untersuchen ihre Wirkung bei Kopfschmerzen und entzündlichen Beschwerden.3
Gänsefingerkraut
Gänsefingerkraut wirkt traditionell krampflösend. Das kann besonders hilfreich sein, wenn Migräne mit Spannung, Verkrampfung oder begleitenden Bauchbeschwerden einhergeht.4
Frauenmantel
Frauenmantel wird traditionell bei schmerzhaften Zuständen eingesetzt. Gerade wenn hormonelle Schwankungen Migräne beeinflussen, kann er eine sinnvolle Ergänzung sein.5
Die hier aufgezählten Kräuter findest du vielerorts in der freien Natur. Falls du bei der Bestimmung unsicher bist, empfiehlt sich auch die Teilnahme an einer Wildkräuterwanderung. Alternativ kannst dir die Tee-Mischung in vielen Apotheken mischen lassen.
Bewährte Migräne Teemischung
100
Portionen15
Minuten10
MinutenDiese Teemischung ist so zusammengestellt, dass sie sowohl vorbeugend als auch begleitend bei akuten Beschwerden eingesetzt werden kann.
Zutaten
70 g Frauenmantel
70 g Weidenrinde
60 g Gänsefingerkraut
50 g Mädesüßblüten
50 g Mutterkraut
Zubereitung
- Zwei Teelöffel der Mischung mit 200 ml kochendem Wasser übergießen.
- Etwa zehn Minuten ziehen lassen.
- Abseihen und in Ruhe trinken.
Notizen
- Vorbeugend ein bis zwei Tassen täglich über vier Wochen. Danach eine Woche Pause einlegen.
Bei akuten Beschwerden kannst du bis zu fünf Tassen über den Tag verteilt trinken.
Hinweis: Während der Schwangerschaft oder bei gleichzeitiger Einnahme von Schmerzmitteln solltest du die Anwendung unbedingt ärztlich abklären. Durch die enthaltenen Salicylate ist Vorsicht geboten.
Diese Kräutermischung ersetzt keine medizinische Abklärung. Aber sie kann dich begleiten. Mir hat sie geholfen, Migräneattacken seltener und weniger intensiv zu erleben. Und manchmal ist genau das schon eine große Erleichterung.
Welche Kräuter helfen dir bei Migräne oder starken Kopfschmerzen? Teile deine Erfahrungen gern in den Kommentaren. Dein Wissen kann anderen wirklich weiterhelfen.
Viele weitere Tee-Mischungen und Rezeptideen findest du auch in unseren Büchern:
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- Materazzi, S., Benemei, S., Fusi, C., Gualdani, R., De Siena, G., Vastani, N., Andersson, D. A., Trevisan, G., Moncelli, M. R., Wei, X., Dussor, G., Pollastro, F., Patacchini, R., Appendino, G., Geppetti, P. & Nassini, R. (2013). Parthenolide inhibits nociception and neurogenic vasodilatation in the trigeminovascular system by targeting the TRPA1 channel. Pain, 154(12), 2750–2758. ↩︎
- Ložienė, K., Būdienė, J., Vaitiekūnaitė, U. & Pašakinskienė, I. (2023). Variations in Yield, Essential Oil, and Salicylates of Filipendula ulmaria Inflorescences at Different Blooming Stages. Plants, 12(2), 300. ↩︎
- Schmid, B., Kötter, I. & Heide, L. (2001). Pharmacokinetics of salicin after oral administration of a standardised willow bark extract. European Journal Of Clinical Pharmacology, 57(5), 387–391. ↩︎
- Tomczyk, M. & Latté, K. P. (2009). Potentilla—A review of its phytochemical and pharmacological profile. In Elsevier Ireland Ltd., Journal Of Ethnopharmacology (Bd. 122, S. 184–204). ↩︎
- A review of the traditional uses, phytochemistry, pharmacology, and clinical evidence for the use of the genus Alchemilla (Rosaceae). Katarzyna Jakimiuk, Michał Tomczyk. https://doi.org/10.1016/j.jep.2023.117439 ↩︎


Hallo Nesrin,
ich möchte diesen Tee bei Migräne ausprobieren bzw. ihn für meine Schwester anmischen, weil sie immer wieder unter Migräne leidet. Wie lange darf der Tee maximal eingenommen werden, bis wieder eine Pause erfolgen sollte?