Zwiebel

Die Zwiebel ist eine der bekanntesten Gemüsepflanzen. Sie hat allerdings auch eine starke Heilwirkung, die ihr sogar den Titel als Heilpflanze des Jahres eingebracht hat.

Die Zwiebel ist eine der bekanntesten Gemüsepflanzen und in nahezu jedem Haushalt zu finden. In vielen herzhaften Gerichten wird sie zum Würzen eingesetzt, frisch, gebraten oder getrocknet. Sie hat allerdings auch eine starke Heilwirkung, die sich in zahlreichen Rezepten für die Gesundheit nutzen lässt.

In der Ernährung

Am bekanntesten ist die Zwiebel als Würz- und Gemüsepflanze. In rohem Zustand ist der Geschmack intensiv und leicht scharf. In kleine Würfel geschnitten, schmeckt sie in Salaten, Dressings, Kräuterquark und Dips sowie in anderen herzhaften, kalten Speisen.

Wird sie gegart, verändert sich das Aroma und sie schmeckt mild-süßlich, was sie zu einer schmackhaften Gemüsebeilage macht. Besonders beliebt ist die Zwiebel als Würzmittel in Suppen und Eintöpfen, in geschmorten Gemüsebeilagen, Bratkartoffeln sowie auf Pizza und Flammkuchen.

Zwiebelsuppe

Ein beliebtes Gericht aus der Zwiebel ist die klassische französische Zwiebelsuppe, die in verschiedenen Abwandlungen auch in vielen anderen Ländern zubereitet wird. Aufgrund der preiswerten Zutaten war sie lange Zeit ein Essen für arme Leute, aber geschmacklich überzeugt sie auch heute noch.

Für vier Portionen Zwiebelsuppe benötigst du diese Zutaten:

  • 1 kg Zwiebeln
  • 1 L Gemüsebrühe
  • 100 ml Weißwein
  • 1-2 Zehen Knoblauch
  • 2 EL Pflanzenöl
  • 1 TL Thymian
  • Salz und Pfeffer
  • 2 EL Weizenmehl
  • 250 g Käse zum Überbacken (Greyerzer)
  • 1 Baguette

Die Zwiebel ist eine der bekanntesten Gemüsepflanzen. Sie hat allerdings auch eine starke Heilwirkung, die ihr sogar den Titel als Heilpflanze des Jahres eingebracht hat.

So wird die Zwiebelsuppe zubereitet:

  1. Zwiebeln schälen und in feine Ringe schneiden. Knoblauch schälen und fein würfeln.
  2. Pflanzenöl in einem großen Topf erhitzen und die Zwiebeln darin goldgelb andünsten. Thymian, Salz und Pfeffer dazugeben.
  3. Mehl über die Zwiebeln streuen und verrühren, bis es goldbraun ist.
  4. Brühe und Wein dazu gießen und für 30 Minuten bei geringer Hitze köcheln lassen.
  5. Den Backofen auf 200 °C Ober- und Unterhitze vorheizen. Den Käse fein reiben und das Baguette in Scheiben schneiden.
  6. Baguettescheiben für 5 Minuten im Backofen anrösten.
  7. Die Suppe in feuerfeste Suppentassen geben, die Baguettescheiben oben drauf legen und mit Käse bestreuen. Im Backofen für 5-10 Minuten überbacken.

Haltbare Zwiebelpaste

Wenn das Würzen einmal schnell gehen muss, ist eine Zwiebelpaste genau das Richtige. Ohne lästiges Schälen und Schneiden kann sie schnell entnommen und praktisch dosiert werden. Aus nur drei Zutaten lässt sich eine Zwiebelpaste zubereiten, sogar aus Zwiebelresten.

Für ein Schraubglas Zwiebelpaste brauchst du Folgendes:

  • 100 g geschälte Zwiebeln
  • 15 g Pflanzenöl
  • 15 g Salz

So wird die Zwiebelpaste zubereitet:

  1. Zwiebeln in grobe Würfel schneiden und zusammen mit Salz und Öl fein mixen. Das funktioniert am besten mit einem Multizerkleinerer.
  2. Sobald die gewünschte Konsistenz erreicht ist, die fertige Paste in ein sterilisiertes Schraubglas füllen und im Kühlschrank aufbewahren.

Die Zwiebelpaste ist kühl gelagert mehrere Wochen lang haltbar. Kleine Mengen der Paste können zum Würzen einfach mit einem Teelöffel entnommen werden.

Die Zwiebel ist eine der bekanntesten Gemüsepflanzen. Sie hat allerdings auch eine starke Heilwirkung, die ihr sogar den Titel als Heilpflanze des Jahres eingebracht hat.

Zwiebeltreter mit Wildkräutern

Ein besonders schmackhaftes und gesundes Rezept mit der Zwiebel sind Zwiebeltreter mit Wildkräutern. Die Zwiebeln werden mit würzigen Kräutern gefüllt und im Backofen gegart, was ihnen ein besonderes Aroma verleiht.

Heilende Anwendungen

Deutlich weniger bekannt als ihre Anwendung als Gewürz und Gemüse, ist ihre Verwendung als Heilpflanze. Die Zwiebel wirkt unter anderem antibakteriell, antiviral und entzündungshemmend und ist aufgrund ihrer schleimlösenden Eigenschaften ideal zur Linderung von Erkältungsbeschwerden wie Husten und Halsschmerzen geeignet. Auch bei Entzündungen im Mund- und Halsbereich wird sie eingesetzt.

Die Zwiebel kann zudem Bluthochdruck und einen hohen Blutzuckerwert senken. Bei Verdauungsbeschwerden wie Blähungen, Bauchschmerzen und Appetitlosigkeit wird sie ebenfalls zur Linderung eingesetzt.

Die entzündungshemmende Wirkung der Zwiebel lindert auch Insektenstiche.

Zwiebelhonig: lindert Halsschmerzen und stärkt das Immunsystem

Wirkungsvoller Zwiebelhonig gegen Husten lässt sich ganz leicht selber machen und ist sogar für Kinder geeignet. Er hilft, Husten und Halsschmerzen zu lindern und der enthaltene Honig stärkt zugleich das Immunsystem. Der Zwiebelhonig wirkt antibakteriell, auswurffördernd und lindert Entzündungen im Rachen.

Aus der heilkräftigen Zwiebel und etwas Honig kannst du ganz einfach einen wirkungsvollen Hustensaft selber machen - auch für Kinder geeignet.

Zwiebelsirup als natürlicher Hustensaft

Schneller als Zwiebelhonig lässt sich dieser Zwiebelsirup selber machen. Der Hustensirup kommt ganz ohne fragwürdige Inhaltsstoffe aus und kann wie handelsüblicher Hustensaft eingenommen werden.

Wenn du für die Zubereitung rote Zwiebeln verwendest, bekommt der Sirup einen milden Geschmack ohne Zwiebelnote, was ihn besonders für Kinder schmackhafter macht.

Bei Husten und Schnupfen musst du nicht auf Hustensäfte mit fragwürdigen Zutaten zurückgreifen. Aus nur zwei Zutaten kannst du dir Hustensirup - auch für Kinder - in kurzer Zeit selber herstellen.

Zwiebelsäckchen

Gegen Ohren- und Zahnschmerzen hilft ein selbst gemachtes Zwiebelsäckchen. Dafür wird eine halbe Zwiebel in feine Würfel geschnitten und in ein Baumwolltuch oder einen ausgedienten Strump gelegt. Nun mit einem Nudelholz das Paket zerdrücken, bis der Zwiebelsaft auftritt. Das Zwiebelsäckchen wird kurz im Backofen erwärmt und anschließend auf die Wange oder das Ohr gelegt und mit einem Tuch, Stirnband oder einer Mütze fixiert.

Die Schwefelverbindung Alliin und die ätherischen Öle im Saft wirken entzündungshemmend, antibakteriell und abschwellend. Die Wärme wird bei der Anwendung zusätzlich als wohltuend und schmerzlindernd empfunden.

Die Zwiebel ist eine der bekanntesten Gemüsepflanzen. Sie hat allerdings auch eine starke Heilwirkung, die ihr sogar den Titel als Heilpflanze des Jahres eingebracht hat.

Insektenstiche lindern

Die entzündungshemmenden Eigenschaften von frischem Zwiebelsaft lindern auch Stiche von Mücken, Wespen und Bremsen. Zudem wird der Stich gekühlt und die Schwellung und der Juckreiz gemindert. Reibe dazu eine frisch aufgeschnittene Zwiebelhälfte auf die betroffene Stelle, bis sich der Saft auf der Haut verteilt.

Erkennung und Sammeltipps

Die Zwiebel ist eine der bekanntesten Gemüsepflanzen. Sie hat allerdings auch eine starke Heilwirkung, die ihr sogar den Titel als Heilpflanze des Jahres eingebracht hat.

Die Zwiebel ist eine ein- bis zweijährige, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von bis zu einem Meter. An ihren typischen Merkmalen ist sie leicht zu erkennen:

  • Der untere Teil der Sprossachse ist stark verdickt und bildet so das typische Speicherorgan, das sich Zwiebel nennt.
  • Diese Zwiebel besteht aus mehreren Schichten und ist von einer trockenen, braunen Hülle umgeben.
  • Aus den einzelnen Schichten entspringen die aufrecht wachsenden Laubblätter.
  • Die Blätter sind linealisch, röhrenförmig mit einem spitzen Ende.
  • An den Enden steht jeweils ein Blütenstand mit 20 bis 100 einzelnen, weiße Blüten.
  • Die Blütezeit ist von Juni bis August.
  • Nach der Blüte ist der ideale Erntezeitpunkt für die Speicherorgane.
  • Sowohl Blätter als auch Zwiebel verströmen einen typischen lauchig-scharfen Geruch.

Anbautipps

Für den Anbau von Zwiebeln im Garten oder auf dem Balkon sind sowohl Samen als auch Steckzwiebeln geeignet. Für Sommerzwiebeln ist Ende März bis Anfang April der richtige Zeitpunkt und für Winterzwiebeln August bis September.

Am besten wachsen Zwiebeln an warmen, sonnigen Standorten mit lockerem, humusreichen Boden. Die genügsamen Pflanzen kommen mit einer Kompostgabe im Frühjahr aus und benötigen nur wenig Wasser.

Steckbrief

Kurzbeschreibung
Die Zwiebel wird bereits seit mehreren Jahrtausenden als Gemüsepflanze kultiviert und als Grundnahrungs- und Zahlungsmittel verwendet. Im Jahr 2015 wurde die Zwiebel aufgrund ihrer antibakteriellen und antioxidativen Inhaltsstoffe zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Auch die berühmte Benediktinerin Hildegard von Bingen empfahl die Zwiebel unter anderem bei Fieber, Schüttelfrost und Gicht.
Lateinischer Name
Allium cepa
Andere Namen
Bolle, Gartenzwiebel, Gemeine Zwiebel, Gemüsezwiebel, Hauszwiebel, Küchenzwiebel, Sommerzwiebel, Speisezwiebel, Zibel, Zipolle
Familie
Amaryllisgewächse (Amaryllidaceae)
Erntemonate
Aug - Okt
Verwendbare Pflanzenteile
Triebe, Wurzeln
Blütenfarbe
weiß
Fundorte
Sandige Böden, möglichst vollsonnige Standorte
Verwechslungsgefahr
Mit anderen (giftigen) Zwiebelpflanzen
Giftigkeit
ungiftig
Hinweise zur Giftigkeit
Giftig für Hunde und Katzen
Inhaltsstoffe
Allicin, Antioxidantien, Calcium, Eisen, Kalium, Kupfer, Mineralstoffe, Natrium, Polyphenole, Schwefelverbindungen, Selen, Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B6, Vitamin C
Eigenschaften
antibakteriell, antioxidativ, antiviral, auswurffördernd, blutdrucksenkend, blutzuckersenkend, entzündungs­­hemmend, schleimlösend
Hilft bei
Bluthochdruck, Blutzucker, Erkältung, Fieber, Gicht, Halsentzündungen, Halsschmerzen, Husten, Insektenstiche, Magen-Darm-Beschwerden, Mundschleimhautentzündungen, Rachenentzündung

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