Wenn der Husten plagt – die besten Hustenkräuter im Sommer sammeln

Auch wenn Winter und Minusgrade schon vergessen sind, ist jetzt die Zeit Pflanzen gegen den Husten zu sammeln. Mische deinen Hustentee mit diesen Kräutern

In der warmen Jahreszeit bleiben wir vom Husten meist verschont und er ist schnell vergessen. Sobald es jedoch kälter wird, werden viele Menschen wieder von ihm geplagt. Um eine Hustenerkrankung schneller zu kurieren, kannst du im Sommer geeignete Kräuter für einen Hustentee sammeln und trocknen.

Diese Teemischung ist auch ein schönes Geschenk oder Mitbringsel bei einem Krankenbesuch. Gerade in unserer Zeit materieller Fülle bereiten solche persönlichen Geschenke eine besondere Freude.

In diesem Beitrag zeige ich dir, welche Kräuter sich besonders gut für einen Hustentee eignen und wie du ihn zubereitest.

6 starke Kräuter für deinen Hustentee

Mit diesen sechs Kräutern, die fast überall zu finden sind, kannst du einen heilkräftigen Hustentee herstellen:

Tannentriebe enthalten ätherische Öle, die den Husten lindern, zudem sind sie sehr wohlschmeckend. Sie werden auch Maiwipfel genannt und so ist der Mai der beste Erntemonat für diese hellgrünen Spitzen. Achte darauf, dass sie zart und frisch sind.

Spitzwegerich gehört wohl zu den bekanntesten Hustenkräutern. Er lindert Schmerzen beim Husten und löst hartnäckige Verschleimungen. Durch die enthaltene Kieselsäure wird das Lungengewebe gefestigt. Ernten kannst du Spitzwegerichblätter am besten von März bis Juni.

Sowohl weiße als auch purpurrote und gelbe Taubnesseln wirken schleim- und krampflösend und können uns so bei der Heilung des Hustens helfen. Für den Hustentee werden sie von Mai bis August geerntet. Sammle dazu die oberen Triebe mit den ersten beiden Blütenreihen.

Die Blüten der Königskerze können kleine Wunder vollbringen, wenn es um trockenen Husten geht, den so genannten Reizhusten, der einen nachts quält und nicht schlafen lässt. Die enthaltenen Schleimstoffe legen eine schützende Schicht um die Schleimhäute und wehren so reizauslösende Partikel ab. Königskerzen blühen von Juli bis September.

Das gefleckte Lungenkraut wirkt ebenfalls reizlindernd. Es wird zudem bei Erkrankungen der Lunge verwendet und ist auswurffördernd. Für den Tee kannst du Blätter und Blüten von März bis Mai sammeln.

Gundermann ist ein Held, wenn es um eitrige und langwierige Entzündungen geht. Mit Hilfe der enthaltenen ätherischen Öle hilft er Husten zu lindern, außerdem regen die Öle erkrankte Schleimhäute zur Regeneration an. Vom Gundermann kann das ganze Kraut am besten von April bis Juni geerntet werden.

Herstellung des Tees

Ich nehme von den Tannenwipfeln und dem Spitzwegerich einen etwas größeren Anteil, etwa die Hälfte des Gesamttees, als von den restlichen Kräutern.

  • Spitzwegerich vor dem Trocknen quer zu den länglichen Blattadern in Streifen schneiden.
    Lungenkraut, Taubnesseln und Gundermann kleinschneiden.
  • Alle Kräuter luftig, im Schatten und bei nicht mehr als 40 °C trocknen. Wenn es wirklich schnell gehen soll, kannst du auch einen Dörrautomaten verwenden, ich habe sehr gute Erfahrungen mit diesem Gerät gemacht.
  • Trockene Kräuter in beschrifteten Schraubgläsern aufbewahren.

Wenn du alle Kräuter beisammen hast:

  1. Alle Hustenkräuter in einer großen Schüssel zusammenmischen.
  2. Eventuell mit den Fingern noch kleiner brechen.
  3. In Schraubgläsern oder Teetüten aus Papier dunkel lagern.

Zusätzlich kannst du auch Schlüsselblumenblüten hineinmischen, falls sie in deinem Garten wachsen. Ich persönlich gebe auch noch gern ein paar Huflattichblätter und – blüten in meine Hustentee-Mischung. Er ist ein sehr wirksames Hustenkraut, allerdings raten viele Apotheker, dass Kinder, schwangere und stillende Frauen den Huflattich meiden sollten.

Kennst und nutzt du noch andere wichtige Hustenkräuter? Teile den anderen Lesern deine Erfahrungen mit!

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3 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Ruth Raschle

    ich habe mit Spitzwegerichsirup tolle Erfahrung gemacht. Ist schon ein tolles Kraut. 🙂

    Antworten
  2. Petra Möller

    Ich verstehe nicht ganz, warum Kräuter, die den Hustenreiz stillen, und solche, die den Schleim lösen sollen gemischt werden? Am Tag (bis ca. 15 Uhr) würde ich die Schleimlöser und abends dann die Reizstiller verwenden. Der gelöste Schleim wird ja abgehustet. Der Nachtschlaf wird ruhiger, wenn der Hustenreiz nicht so stark ist. Aber vielleicht sah ich das bisher falsch. Bisher habe ich bei meinen Mischungen darauf geachtet und bin gut damit gefahren.

    Antworten
    • Hallo Petra, das ist ein interessanter Ansatz, den wir auch mal probieren können.

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