Rosmarinsirup: Wärmendes Hausmittel bei Kopfweh

Ein selbst gemachter Rosmarinsirup mit Ingwer hilft gegen Kopfschmerzen - eine sanfte Alternative zu Kopfschmerztabletten.

Statt Kopfschmerzen mit nebenwirkungsreichen Tabletten zu bekämpfen, kannst du auch zu pflanzlichen Wirkstoffen greifen, die auf sanfte Weise helfen. Ein Rosmarinsirup mit Ingwer ist zwar kein Arzneimittel. Durch die durchblutungsfördernden und anregenden Eigenschaften von Rosmarin und Ingwer wirkt der Sirup aber besonders wohltuend bei kreislaufbedingten Kopfschmerzen.

Rosmarinsirup: Wärmendes Hausmittel bei Kopfweh

Rezept von Annette FrenzelSchwierigkeit: Einfach
Portionen

20

Portionen
Zubereitungszeit

15

Minuten
Kochzeit

10

Minuten
Kalorien

45

kcal

Um die Heilkräfte von Rosmarin und Ingwer zu extrahieren, wird ein konzentrierter Aufguss zubereitet, der dann mit Honig und Zitrone zu einem Sirup gemischt wird. Dafür benötigst du folgende Zutaten:

Zutaten

  • 3-4 Zweige frischen Rosmarin

  • ein etwa 4 cm langes, daumendickes Stück Ingwer

  • 100 ml Wasser

  • Saft einer Zitrone

  • 250 g naturbelassenen Honig

Zubereitung

  • Rosmarinnadeln von den Zweigen rebeln und hacken. Ingwer in sehr feine Scheiben schneiden oder reiben.
  • Rosmarin, Ingwer und Wasser in einen kleinen Topf geben, aufkochen und den Sud 10 Minuten lang ziehen lassen.
  • Abseien und etwas abkühlen lassen.Rosmarin und Ingwer im Topf kochen
  • Honig, Zitronensaft und den Sud in ein Schraubglas geben und verrühren oder schütteln, bis ein gleichmäßiger Sirup entstanden ist.
  • Gut verschließen und am besten im Kühlschrank aufbewahren.Rosmarinsud, Zitronensaft und Honig in Glas geben

Notizen

  • Der gekühlte Sirup hält sich aufgrund des hohen Zuckergehalts mehrere Wochen lang.

Gib etwa drei bis vier Esslöffel des konzentrierten Sirups in ein Glas kaltes Wasser oder eine Tasse Tee. Um die Wirkstoffe des Honigs und der Zitrone zu erhalten, empfiehlt es sich, Tee erst auf Trinktemperatur abkühlen zu lassen, bevor der Sirup zugegeben wird. Bei Bedarf können mehrere Tassen Tee oder Wassergläser mit Sirup über den Tag verteilt eingenommen werden.

Tipp: Der Rosmarinsirup lässt sich zwar auch pur einnehmen. Da Kopfschmerzen aber häufig mit einem Flüssigkeitsmangel in Verbindung stehen, ist es besser, den Sirup als Rosmarintee oder Rosmarinlimonade zu trinken.

Hinweis: Obwohl bisher keine Nebenwirkungen durch größere Mengen von Rosmarin nachgewiesen werden konnten, empfiehlt es sich, nicht mehr als sechs Gramm Rosmarin am Tag einzunehmen. Insbesondere Schwangeren wird geraten, nur geringe Mengen Rosmarin zu konsumieren.

Wirkung des Rosmarinsirups

Die Bestandteile des Sirups haben neben dem Geschmack noch gesundheitliche Vorzüge.

Rosmarin

Rosmarin enthält ätherische Öle (z. B. 1,8-Cineol, Campher) sowie antioxidative Pflanzenstoffe wie Rosmarinsäure. Für ätherisches Rosmarinöl und standardisierte Extrakte zeigen Studien durchblutungsfördernde und anregende Effekte auf den Kreislauf. 1 2 In der traditionellen Pflanzenheilkunde wird Rosmarin daher bei kreislaufbedingten Kopfschmerzen, etwa bei niedrigem Blutdruck oder Erschöpfung, eingesetzt. In Form von Tee oder Sirup gilt die Wirkung als mild unterstützend.

Ingwer

Ingwer ist gut wissenschaftlich untersucht. Seine Scharfstoffe (Gingerole und Shogaole) wirken entzündungshemmend und leicht schmerzlindernd. Studien zeigen, dass Ingwer bei Migräne und Spannungskopfschmerzen helfen kann, unter anderem durch die Hemmung entzündlicher Botenstoffe.³⁴ Die Wirkung beruht nicht auf einer „Entgiftung“, sondern auf einer günstigen Beeinflussung von Entzündungs- und Schmerzprozessen.3 4

Honig

Honig besitzt antibakterielle, entzündungshemmende und reizlindernde Eigenschaften. Besonders gut belegt ist seine unterstützende Wirkung bei Erkältungen und Infekten der oberen Atemwege.5 Bei erkältungsbedingten Kopfschmerzen kann Honig daher indirekt helfen, etwa durch die Linderung von Schleimhautreizungen und die Versorgung mit schnell verfügbarer Energie.

Zitrone / Vitamin C

Zitronen liefern Vitamin C, das antioxidativ wirkt und an der Regulation entzündlicher Prozesse beteiligt ist. Ein ausreichender Vitamin-C-Status kann die Schmerzverarbeitung im Körper unterstützen, ersetzt jedoch kein Schmerzmittel. Die Wirkung bei Kopfschmerzen gilt als ergänzend.6

Der vielseitige Rosmarin eignet sich auch als Heilkraut für ein Kräuterkissen, zum Räuchern, als natürliche Unterstützung bei Wechseljahresbeschwerden, als schmackhaftes Küchenkraut und als Bestandteil anregenden und desinfizierenden Rosmarinöls für die innerliche und äußerliche Anwendung.

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Welche natürlichen Mittel helfen dir bei Kopfschmerzen? Wir freuen uns über deine Erfahrungen in einem Kommentar!
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Ein selbst gemachter Rosmarinsirup mit Ingwer hilft gegen Kopfschmerzen - eine sanfte Alternative zu Kopfschmerztabletten.
  1. EMA (2009): Rosmarini aetheroleum – herbal medicinal product ↩︎
  2. Rahbardar & Hosseinzadeh (2020): Therapeutic effects of rosemary (Rosmarinus officinalis L.)
    ↩︎
  3. Maghbooli et al. (2014): Comparison between the efficacy of ginger and sumatriptan in the ablative treatment of migraine headache ↩︎
  4. Mashhadi et al. (2013): Anti-Oxidative and Anti-Inflammatory Effects of Ginger ↩︎
  5. Oduwole et al. (2018): Honey for acute cough in children (Cochrane Review) ↩︎
  6. Carr & McCall (2017): The role of vitamin C in the treatment of pain ↩︎

Über mich

Annette, gelernte Grafikdesignerin und Redakteurin, liebt es grün, wenn sie in der Küche, an der Nähmaschine oder im Garten experimentiert und danach über ihre Erkenntnisse schreibt. Am Ende ist aber trotzdem alles rosarot, denn beim Fotografieren und in der Grafik sorgt sie dafür, dass alles hübsch aussieht.

6 Kommentare
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  1. Hallo liebes Team,

    Super Idee mit dem Rosmarinsirup! Ich greife bei aufkommenden Kopfschmerzen im Winter auch oft zu natürlichen Mitteln wie Ingwertee mit Zitrone. Der Ansatz mit Rosmarin ist neu für mich und klingt vielversprechend, werde ich definitiv mal ausprobieren! 🍵👍

    Viele Grüße,
    Lara B.

    Antworten
  2. SilviaKommt

    Liebes Team,

    vielen Dank für dieses tolle Rezept! Gerade jetzt im Dezember ist so eine sanfte Hilfe bei Kopfweh wirklich willkommen. Mich würde noch interessieren, ob man statt frischem Rosmarin auch getrocknete Nadeln verwenden könnte und ob sich dann die Menge anpassen müsste?

    Herzliche Grüße,
    SilviaKommt

    Antworten
    • Kostbare Natur
      Kostbare Natur

      Liebe Silvia,
      ja mit getrocknetem Rosmarin funktioniert es ebenso, da die ätherischen Öle zu einem guten Teil erhalten bleiben. Bei der Umrechnung der Menge gilt die Faustregel, drei Teile frische Pflanzenteile durch einen Teil getrocknete zu ersetzen, beim Rosmarin auch bis zum Verhältnis 2:1 (zwei Teile frisch = 1 Teil getrocknet). Denn in getrockneten Pflanzenteile sind die Wirkstoffe konzentrierter, da das gesamte Wasser entzogen wurde, was mengenmäßig den größten Anteil ausmacht.
      Allerdings wird der Sirup mit getrockneten Nadeln auch strenger und harziger im Geschmack, das sollte man im Hinterkopf behalten.
      Liebe Grüße

  3. Ich habe ab und an Migräne mit Aura. Mir hilft Mutterkraut in Kombination mit Ingwer sehr gut. Hochdosiert in Kapselform.

    Antworten
  4. nixnutzia

    Nur mal so aus Wissensdurst:
    Wenn man den Tee vor der Zugabe des Sirups erst auf Trinktemperatur abkühlen lassen soll – vermutlich, um evtl. noch vorhandene ätherische Öle vor dem vorzeitigen Entfleuchen zu schützen – wo bleiben dann die ätherischen Öle von Rosmarin und Ingwer während des Aufkochens und der 10-minütigen heißen Ziehphase? Begeben die sich vorab schon mal von alleine auf den Weg ins Honigglas oder was? 😮

    Antworten
  5. Tibor Wolf

    Naja, Oxymel für Eilige.
    Statt die guten Wirkstoffe zu zerkochen, kann man sie auch über längere Zeit, sprich ca 3-4 Wochen, in den Honig geben und dann abseihen.
    Oxymel ist für mich im Winter die absolute Immunstärkung. Dreiviertel Honig und ein Viertel naturtrüber Apfelessig ziehen Wildkräuter gut aus.
    Täglich 1-2 Esslöffel davon erhalten hoffentlich auch in Pandemie Zeiten die Gesundheit.

    Antworten

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