Wermuttee natürlich zubereiten und die Verdauung unterstützen
Wermuttee ist eine einfache Möglichkeit, regionale Heilpflanzen natürlich zu nutzen. Wermut wächst an sonnigen Standorten und wird seit langem als klassische Bitterpflanze geschätzt. Seine Bitterstoffe können die Verdauung unterstützen und den Appetit anregen. Wenn du den Tee selbst zubereitest, nutzt du eine traditionelle Heilpflanze ohne unnötige Zusatzstoffe.
Wermuttee zubereiten
Schwierigkeit: Einfach1
Portionen10
Minuten2
kcalSo bereitest du Wermuttee einfach und schonend selbst zu. Verwendet werden die Blätter, jungen Triebspitzen und Blüten des Wermuts.
Zutaten
1 TL frischer oder 1/2 TL getrockneter Wermut
200 ml Wasser
Süßungsmittel nach Geschmack
Zubereitung
- Wermut in eine Tasse oder ein Teesieb geben.
- Wasser aufkochen und kurz etwas abkühlen lassen.
- Den Wermut mit dem heißen Wasser (etwa 90°C) übergießen.
- Die Tasse abdecken und den Tee 5–8 Minuten ziehen lassen.
- Das am Deckel kondensierte Wasser in den Tee gießen, abseihen und nach Geschmack süßen oder einen Spritzer Zitronensaft hinzufügen.
Notizen
- Wermuttee schmeckt sehr bitter. Du kannst ihn bei Bedarf mit etwas Honig süßen oder mit milden Kräutern wie Minze oder Zitronenmelisse geschmacklich abrunden.
Wirkung und Anwendung
Wermut gehört zu den bitterstoffreichsten Heilpflanzen und wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung verwendet. Die enthaltenen Bitterstoffe, vor allem Sesquiterpenlactone wie Absinthin, regen über die Geschmacksnerven die Bildung von Speichel, Magensäure und Gallenflüssigkeit an. Dadurch kann Wermuttee bei Blähungen, Völlegefühl und leichten Verdauungsbeschwerden helfen1. Außerdem wird er genutzt, um den Appetit anzuregen und den Stoffwechsel zu unterstützen.
Trinke je nach Bedarf 1–2 Tassen täglich. Besonders sinnvoll ist die Anwendung vor dem Essen, damit die Bitterstoffe ihre verdauungsfördernde Wirkung entfalten können. Wegen der intensiven Bitterstoffe reicht meist schon eine schwächere Dosierung aus.
Hinweis: Der Tee sollte ohne ärztlichen Rat nicht länger als maximal 2 Wochen ununterbrochen angewendet werden. Das enthaltene ätherische Öl mit Thujon kann bei zu hoher Dosierung oder längerer Anwendung das Nervensystem belasten. Während Schwangerschaft und Stillzeit solltest du Wermut nicht verwenden. Auch bei Magengeschwüren oder Gallensteinen ist Vorsicht wichtig und eine ärztliche Rücksprache sinnvoll. Zudem ist Wermuttee nicht für Kinder und Jugendliche geeignet.
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- EMA/HMPC/751490/2016 Corr. 1 – European Union herbal monograph on Artemisia absinthium L., herba. ↩︎

