Gewöhnlicher Wasserdost

Nutze den wild wachsenden Wasserdost als Immunstärkungsmittel! Besonders bei Erkältung, Grippe und Heuschnupfen hat er sich bewährt.

Die Hauptanwendungen für Wasserdost konzentriert sich auf die Verwendung als Tee oder Tinktur bei grippalen Infekten, Fieber und Grippe zur Immunsteigerung.

Traditionell wurde wurde der Wasserdost als Lebermittel eingesetzt und er ist auch Bestandteil vieler pflanzenbasierter Arzneien. Zu seinen Wirkstoffen zählen Pyrrolizidinalkaloide, weshalb vermutet wird, dass eine längere Nutzung von hochdosierten Präparaten zu Leberschäden führen kann.

Heilende Anwendungen

Aufgrund seiner Polysaccharide wirkt der Wasserdost hauptsächlich immunstärkend, denn seine Inhaltsstoffe regen die Produktion von mehr Immunabwehrzellen an. Deshalb wird er bei Erkältungen und Grippe eingesetzt. Zudem besitzt er blut- und leberreinigende Eigenschaften, die bei Leberleiden und Hauterkrankungen Linderung verschaffen sollen.

Wasserdost-Tinktur

Bei Grippe und Erkältungsanzeichen wie Husten und Schnupfen ist eine Tinktur aus Wasserdost zu empfehlen.

Dafür benötigst du:

  • eine Handvoll getrocknetes Wasserdostkraut
  • Ansatzalkohol mit mind. 40 % Alkohol wie z.B. Prima Sprit
  • ein Glas zum Ansetzen
  • Tinkturfläschchen, z.B. diese

Stelle sicher, dass dein Sammelgut an sauberen Standorten, vor allem an keinen verunreinigten Gewässern wächst, denn die Tinktur ist für die innere Anwendung vorgesehen.

So stellst du die Wasserdost-Tinktur her:

  1. Das Kraut in das Glas legen und vollständig mit Alkohol auffüllen.
  2. Drei bis vier Wochen an einem dunklen, kühlen Ort ziehen lassen. Dabei gelegentlich sanft schütteln, damit sich die Wirkstoffe besser lösen.
  3. Abseihen und in Tinkturflaschen füllen.

Es wird empfohlen, zwei bis dreimal täglich 10 bis 50 Tropfen einznehmen, um dein Immunsystem zu stärken. Die Tinktur ist mindestens ein Jahr lang haltbar.

Tee

Für die Teeherstellung wird Wasserdost als Kaltauszug angesetzt.

So gehst du vor:

  1. Ein bis zwei Teelöffel getrocknetes Wasserdostkraut mit 250 ml kaltem Wasser übergießen.
  2. Etwa zwölf Stunden ziehen lassen.
  3. Abseihen und optional etwas erwärmen und trinken.

Den Tee am besten bei den kleinsten Anzeichen einer Erkältung trinken.

Erkennung und Sammeltipps

Nutze den wild wachsenden Wasserdost als Immunstärkungsmittel! Besonders bei Erkältung, Grippe und Heuschnupfen hat er sich bewährt.

Der mehrjährige Wasserdost kann eine Wuchshöhe zwischen 50 und etwa 200 Zentimetern erreichen und bevorzugt die Nähe von Gewässern und ist daher an feuchten Standorten wie Ufern, Bächen und in Auenwäldern zu finden.

  • Die unpaarigen Blätter, die aus drei bis sieben Blattfiedern bestehen, wachsen gegenständig und sind gezähnt.
  • Der Blütenstand besteht aus einer dichten Schirmrispe.
  • Die Röhrenblüten setzen sich aus fünf rosa bis weiß verwachsenen Kronblättern zusammen.
  • Die Blütezeit ist von Juli bis September.
  • Die Blüten duften aromatisch.

Die Blüten des Wasserdost können mit denen des Baldrians verwechselt werden. Dessen Blätter wachsen zwar ebenso gegenständig, haben jedoch mehr als fünf Fiederblätter. In Nordamerika ist zudem der Indianische Wasserdost verbreitet, welcher dort ebenfalls gegen Fieber und auch bei Knochenbrüchen eingesetzt wird. Dieser soll laut Studien, eine Erkältung um fünfzig Prozent verkürzen können.

Anbautipps

Wasserdost ist ein Lichtkeimer, dessen Samen nicht mit Erde bedeckt werden sollten. Zwischen März und April können die Samen im Gewächshaus oder auf der Fensterbank vorgezogen und später ins Freiland gepflanzt werden. Ab Mai erfolgt die Aussaat direkt im Freiland. Er benötigt eine Keimdauer zwischen zwei und vier Wochen, bei einer Keimtemperatur um die 20 Grad Celsius. Achte beim Standort auf einen feuchten, lehmig-humosen Boden und einen sonnigen bis halbschattigen Platz.

Steckbrief

Kurzbeschreibung
Der Wasserdost erinnert mit seinen langen, spitzen Blättern an die des Hanfs, weshalb er auch Hanfkraut oder Wasserhanf bezeichnet wird. Ansonsten hat er mit dem Hanf jedoch wenig gemeinsam. Früher wurde er abergläubisch als Wetterpflanze gegen Regen genutzt und dem Hirsch- und Wettergott zugeschrieben, daher auch die überlieferten Namen wie Wetterkraut, Wetterklee, Hirschklee und Donnerkraut. Der Wasserdost wurde früher gezielt gegen Fieber und Leberleiden eingesetzt, seine wesentliche Eigenschaft ist jedoch seine hohe immunstärkende Wirkung. Er kann ähnlich wie die Echinacea eingesetzt werden, besonders hilfreich ist er bei Grippe, Erkältung und Fieber. Halte Ausschau nach ihm an feuchten Standorten wie Ufern, Auwäldern und feuchten Wiesen.
Lateinischer Name
Eupatorium cannabinum
Andere Namen
Kunigundenkraut, Alapkraut, Albdost, Alpkraut, Blauwetterkühl, Bolkenskruit, Bruchwurz, Donnerkraut, Dosten, Drachenkraut, lange Garbe, Gischklee, Grundheil, Hanfkraut, Hertzlile, Hirschdost, Hirschgünsel, Hirschklee, Hirtzklee, Kunigkraut, Lämmerschwanz, Leberbalsam, braunes Leberkraut, Lebertrost, Mannskraft, Mannsliebe, Ottig, rotes Ruhrkraut, wild Scarley, wild Scarleyge, wilde Scharleie, wilde Scharlige, Schwerze, Schlosskraut, Schümpferblume, Henneberg, wilde Selbe, Stundenkraut, Tosten, Tugendblume, Veltsalway, Waterdoust, Wasserhanf, Wasserottich, Wassersenf, Wetterklee, Wetterkraut, Heidnisch Wundkraut, Hemp Agrimony
Familie
Korbblütler (Asteracea)
Erntemonate
Jul - Sep
Verwendbare Pflanzenteile
Blüten
Blattform
unpaarig gefiedert
Blütenfarbe
rosa, weiß
Fundorte
feuchte Wiesen, Ufer, Gräben, Bäche, Waldränder, Auwälder
Verwechslungsgefahr
Baldrian
Giftigkeit
ungiftig
Warnungen
Enthält Pyrrolizidinalkaloide, die innerlich auf Dauer leberschädigend wirken können.
Inhaltsstoffe
ätherische Öle, Bitterstoffe, Gerbstoffe, Harz, Pyrrolizidinalkaloide, Saponine
Eigenschaften
antibakteriell, appetitanregend, blutreinigend, desinfizierend, entwässernd, entzündungs­­hemmend, fiebersenkend, immunstärkend, menstruationsregelnd, schmerzstillend, schweißtreibend, wundheilend
Hilft bei
Erkältung, Erkrankungen der Leber, Fieber, Gelbsucht, Grippe, Hautausschläge, Heuschnupfen, Husten, Nierenprobleme, Ödeme, Rheuma, Ruhr, Schnupfen, Verdauungsprobleme, Würmer

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