Mönchspfeffer

Der Mönchspfeffer wurde im Mittelalte Mönchen und Nonnen ins Essen gemischt, um die Fleischeslust zu unterdrücken. Dabei kann er auch das Gegenteil bewirken!

Mönchspfeffer wirkt bei vielen hormonell bedingten Beschwerden und Störungen. Dabei kann sie gegensätzliche Effekte haben, die von der Dosierung abhängig sind. Vor einer Anwendung empfiehlt sich das Gespräch mit einem Arzt oder Heilpraktiker, insbesondere auch um Wechsel- und Nebenwirkungen zu besprechen.

Heilende Anwendungen

Mönchspfeffer wird vorwiegend bei Menstruationsbeschwerden und Zyklusstörungen verordnet. Prämenstruelle Symptome, Schwankungen bei der Regelblutung und Brustschmerzen sowie Wechseljahrbeschwerden können gelindert werden, da die Produktion des Gelbkörperhormons gesteigert wird.
Durch die harmonisierende Wirkung auf den Hormonhaushalt kann die Fruchtbarkeit erhöht werden. Aber auch bei Milchflussstörungen, Nervosität und Akne kann Mönchspfeffer helfen.
Nicht nur Hormone, sondern auch Neurotransmitter werden von Mönchspfeffer beeinflusst und unterstützen die körperliche sowie seelische Gesundheit und das Wohlbefinden im Allgemeinen, was zur Erhöhung der Lust beiträgt.
In niedriger Dosierung unterstützt die Heilpflanze das Lustempfinden, während sie es in hohen Dosen reduziert, daher spielt eine exakte Dosierung eine wichtige Rolle.
Aktuell wird zudem die Wirkung des Mönchspfeffers bei Entzündungen in Hoden und Prostata untersucht.

Mönchspfeffer kaufen

Erhältlich sind Mönchspfefferpräparate in der Apotheke von verschiedenen Firmen in Form von Kapseln, Dragees und Tropfen. Es empfiehlt sich, fertige Medikamente zu verwenden, weil die Dosierung für jedes Beschwerdebild anders gewählt werden muss.

Erkennung

Der Mönchspfeffer wurde im Mittelalte Mönchen und Nonnen ins Essen gemischt, um die Fleischeslust zu unterdrücken. Dabei kann er auch das Gegenteil bewirken!

In der freien Natur in den warmen Ländern am Mittelmeer gedeiht der Strauch vor allem in feuchten Flussniederungen und anderen nassen Böden. Er wird bis zu sechs Meter hoch, während Zuchtpflanzen in unseren heimischen Gärten maximal drei Meter Höhe erreichen.

  • Die Zweige haben eine hellbraune Farbe, sind biegsam und haben handförmige, fünf- bis siebenteilige Blätter.
  • Diese wachsen kreuzweise gegenüber und sind lanzettenartig geformt.
  • Die kleinen Blüten bilden einen dichten kegelförmigen Blütenstand und sind überwiegend hellviolett. Sie können aber auch blau, rosa und weiß aussehen.
  • In den Blüten bilden sich die braunschwarzen Samen, die den Pfefferfrüchten ähneln. Sie werden im Oktober gesammelt, getrocknet und dunkel gelagert.

Eine ähnliche Pflanze ist der winterharte chinesische Mönchspfeffer (Vitex negundo heterophylla), der ebenfalls als Heilpflanze genutzt werden kann. Er treibt recht spät aus und hat lavendelfarbige Blüten. Ein Tee aus seinen Blättern soll gegen Kopfschmerzen helfen.

Anbautipps

Mönchspfeffer kann zur Zierde im eigenen Garten gezogen werden, denn die attraktiven Blüten ziehen Schmetterlinge und Bienen an. Die Pflanze braucht viel Sonne, einen nährstoffreichen Boden und sollte geschützt stehen. Im Kübel kann sie auch auf dem Balkon gedeihen. Im Frühjahr schneidet man sie bis in die alten holzigen Äste zurück, sodass sie wieder frisch austreiben können.

Steckbrief

Kurzbeschreibung
Mönchspfeffer ist eine sommergrüne Strauchpflanze, die hauptsächlich um das Mittelmeer und im westlichen Asien an Küsten und Flussufern wächst. Sowohl Blüten und Blätter als auch die rotschwarzen Früchte wandten Frauen bereits im Altertum gegen verschiedene hormonell bedingte Beschwerden an. Darüber hinaus nahm man sie, um Blähungen und Verletzungen zu lindern. In der Küche wurde der pfeffrige Geschmack der weichen Pflanzenteile geschätzt, während man die Zweige zum Flechten von Zäunen brauchte. Im alten Griechenland hatte Mönchspfeffer eine wichtige Rolle bei rituellen Ereignissen. Blüten und Blätter halfen Frauen, speziell auf Festen keusch zu bleiben, während die Früchte durch die tägliche Anwendung für eine anhaltende Fruchtbarkeit sorgen sollten. Im Mittelalter tranken Mönche und Nonnen Tee aus den Früchten der Pflanze, um ihre Liebeslust zu unterdrücken. Daher stammen auch einige der deutschen Bezeichnungen des Mönchspfeffers, nämlich Keuschlamm oder Keuschbaum. Welche vielfältigen Wirkungen die Pflanze hat, erfährst du in diesem Beitrag.
Lateinischer Name
Vitex Agnus Castus
Andere Namen
Keuschlamm, Keuschbaum, Keuschstrauch, Pfefferstrauch, Keuschlamm, Tanis, Abrahamsstrauch, Müllen
Familie
Eisenkrautgewächse (Verbenaceae)
Erntemonate
Sep - Okt
Verwendbare Pflanzenteile
Früchte
Blattform
gefingert
Blütenfarbe
blau, rosa, violett
Fundorte
Küsten, Flussläufe
Giftigkeit
ungiftig
Warnungen
Nebenwirkungen: Hautreizungen und -ausschläge, Anschwellen der Brüste, Gewichtszunahme, Kopfschmerzen, Magen-Darmbeschwerden. Vorsicht bei Einnahme von Dopaminagonisten sowie -antagonisten und bei östrogenabhängigen Krebserkrankungen
Inhaltsstoffe
ätherische Öle, Aucubin, Cineol, Diterpene, Flavonoide, Gerbstoffe, Iridoiden, Sabinen
Eigenschaften
adstringierend, antibakteriell, antimikrobiell, entkrampfend, entzündungs­­hemmend, fungizid, immunstärkend, schleimlösend, schmerzstillend
Hilft bei
Mastodynie, Menstruationsbeschwerden, Menstruationsschmerzen, prämenstruelles Syndrom, unregelmäßiger Regelblutung

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