Schwarze Apfelbeere – Aronia

Aroniabeeren stärken die Gesundheit und helfen dank ihrer antioxidativen Wirkung bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Diabetes und vielem mehr.

Aroniabeeren schmecken süßlich-herb und erinnern an den Geschmack von Heidelbeeren. Vor allem im osteuropäischen Raum werden ihre heilenden Eigenschaften geschätzt und besonders zur Blutdruckregulierung und bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen verwendet.

In der Ernährung

Aroniabeeren können vielfältig in die Ernährung eingebaut werden. Du kannst die Beeren pur essen, zu Desserts verarbeiten, sie in dein Frühstücksmüsli mischen oder in Form von Saft und Tee zu dir nehmen. Sie eignen sich auch zur Herstellung von Marmeladen und Spirituosen.

Die Beeren der Aronia eignen sich auch zum natürlichen Färben von Lebensmitteln.

Aronia-Glühwein

Mit dem Saft der Aronia lassen sich viele Speisen und Getränke, wie zum Beispiel dieser Glühwein herstellen. Du benötigst:

  • 1 L Aroniasaft (selbstgemacht oder alternativ aus dem Handel, am besten in Bioqualität)
  • 2 L Rotwein
  • 4 EL Nelken
  • 2 Orangenscheiben
  • 1 Zitronenscheibe
  • 7 EL Zucker
  • 1 Msp. Vanille

Mische alle Zutaten miteinandern und erwärme sie in einem Topf. Achte dabei darauf, das es nicht zu kochen anfängt. Am besten schmeckt der Glühwein, wenn die Zutaten danach einen Tag lang ziehen können.

Hinweis: Schütze beim Verarbeiten von Aroniabeeren deine Kleidung, da sie stark färben und die Flecken nur sehr schwer wieder zu entfernen sind.

Heilende Anwendungen

Aronia wird schon lange, vor allem im osteuropäischen Raum, als Heilpflanze genutzt.

Studien zufolge hat die Einnahme von Aronia einen positiven Einfluss bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der hohe Flavonoidgehalt hilft, den Blutfluss zu verbessern. Die blutdruckregulierende Wirkung zeigt positive Effekte bei niedrigem als auch bei erhöhtem Blutdruck und auch die Blutfettwerte können durch die Einnahme der Beeren gesenkt werden.

Aroniabeeren haben im Vergleich zu anderen Beeren einen sehr hohen Gehalt an Phenolen, die für die antioxidative Wirkung verantwortlich sind. Sie helfen freie Radikale zu binden, welche Krankheiten wie Alzheimer und Krebs begünstigen.

Die Beeren enthalten zahlreiche Vitamine, der Vitamin-C-Gehalt übertrifft den von Zitrusfrüchten.

Um von den positiven Eigenschaften der Aronia zu profitieren empfiehlt es sich, täglich 50 bis 100 ml Aroniasaft zu trinken.

Tee

Gegen die genannten Beschwerden können die getrockneten Apfelbeeren auch als Tee getrunken werden. Dafür werden ein bis zwei Teelöffel der Beeren mit etwa 250 ml kochendem Wasser überbrüht und 15 Minuten ziehen gelassen. Nach dem Abseihen den Tee warm genießen.

Wenn du die Beeren in deiner Nähe findest oder sogar im eigenen Garten hast, kannst du aus den gepressten Früchten einen Saft herstellen. Die übrig gebliebenen Fruchtreste kannst du trocknen und für Tee nutzen.

Hinweis: Achte bei einer kurmäßigen Anwendung darauf, nach sechs Wochen Einnahme eine einwöchige Pause einzulegen, damit der Organismus sich nicht an die Inhaltsstoffe gewöhnt.

Erkennung und Sammeltipps

Die Aroniapflanze ist, was den Boden betrifft, sehr anspruchslos. Sie wächst sowohl auf trockenen, steinigen Standorten als auch an Steilufern von Flüssen sowie in Wäldern oder auf Dünen. Der Strauch kann bis zu zwei Meter hoch werden, ist sehr robust und übersteht problemlos Temperaturen von bis zu minus 30 Grad Celsius.

  • Die eiförmigen, fein gesägten Blätter sind am Ende zugespitzt.
  • Eine Blüte besteht aus fünf Kronblättern.
  • Bis zu zwanzig weiße Einzelblüten stehen in einer Schirmrispe.
  • Die Blütezeit ist im Mai.
  • Die schwarzen Früchte reifen zwischen August und Oktober.
  • Die apfelförmigen Früchte bilden ein Kerngehäuse aus.
  • Die erbsengroßen Früchte, haben einen herben, süß-säuerlichen Geschmack.
  • Das Fruchtfleisch ist intensiv rot.
  • Die Pflanze besitzt eine grau-braune, glatte Rinde.

Dioe Aronia kann mit der Felsenbirne verwechselt werden, die ihre reifen Früchte jedoch im Hochsommer bildet.

Anbautipps

Die kälteresistente Aronia ist nicht nur sehr robust, sie trotzt auch vielen Krankheiten und Schädlingen. Sie ist zum Anpflanzen im Garten, aber auch auf Balkon und Terrasse im Kübel geeignet.

Auch wenn sie an den Boden keine Ansprüche stellt, bildet sie mehr Früchte aus, wenn sie hell und warm in einem Gemisch aus Sand und Lehm steht. Die beste Pflanzzeit ist in den Monaten März bis Mai oder September bis Dezember.

Steckbrief

Kurzbeschreibung
Die als Strauch wachsende Aronia, auch Schwarze oder Kahle Apfelbeere genannt, kommt ursprünglich aus Nordamerika. Ihre Früchte wurden bereits von den Ureinwohnern genutzt. Über Russland und Osteuropa gelangte die rotfleischige Frucht nach Mitteleuropa, wo ihr gesundheitlicher Wert gerade erst Aufmerksamkeit erlangt. Die kleinen Früchte haben zahlreiche heilende Eigenschaften und können aufgrund ihres hohen Gehalts an antioxidativen Stoffen bei vielen Krankheiten vorbeugend und auch heilend wirken.
Lateinischer Name
Aronia melanocarpa
Andere Namen
Schwarze Apfelbeere, Kahle Apfelbeere, Schwarze Eberesche
Familie
Rosengewächse (Rosaceae)
Erntemonate
Aug - Okt
Verwendbare Pflanzenteile
Früchte
Blattform
eiförmig
Blütenfarbe
weiß
Fundorte
trockene, steinige Böden, an Hängen, Steilufer von Flüssen, Wäldern, Dünengebiete
Verwechslungsgefahr
Felsenbirne, die jedoch im Sommer ihre Früchte ausbildet
Giftigkeit
ungiftig
Warnungen
Frische Früchte enthalten kleine Mengen Blausäure, durch Erhitzen verringert sich der Gehalt.
Inhaltsstoffe
Amygdalin, Anthocyane, Eisen, Flavonoide, Folsäure, Gerbstoffe, Glykoside, Jod, Magnesium, Vitamin C, Zucker
Eigenschaften
antioxidativ, blutdruckregulierend, blutfettsenkend, blutflussregulierend, durchblutungsfördernd, entgiftend, entkrampfend, entzündungs­­hemmend, immunstärkend
Hilft bei
Allergien, Alzheimer, Arterienverkalkung, Blasenentzündungen, Darmentzündungen, Diabetes, Eisenmangel, Halsentzündungen, Harnwegsinfekte, Hautentzündungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck, Infektionskrankheiten, Krebs, Lungenentzündungen, Magen­schleimhaut­entzündungen, niedriger Blutdruck, Rheuma, Thrombose, Verdauungsbeschwerden, Vitaminmangel

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2 Kommentare Kommentar verfassen

  1. 105 Gramm Zucker in obigem Getränk. Das ist genauso viel wie Coca Cola auch verwendet und das soll gesund sein? Gehts noch?

    Antworten
    • Coca Cola hat etwa den dreifachen Zuckergehalt, aber natürlich kann man auch bei diesem Rezept weniger Zucker oder eine Zuckeralternative verwenden. Das muss jeder durch abschmecken dem eigenen Geschmack entsprechend anpassen.

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