Schlehensaft selber machen: regional, gesund, vielseitig
Schlehensaft selbst herzustellen ist eine wunderbare Möglichkeit, die aromatischen, regionalen Früchte des Herbstes lange zu genießen. Die Schlehen sind reich an sekundären Pflanzenstoffen und wirken auf natürliche Weise unterstützend für das Immunsystem.
Mit etwas Geduld entsteht ein intensiver, dunkelroter Saft, den man pur als kleinen Gesundheitsboost trinken oder in Getränken, Desserts und Marinaden vielseitig einsetzen kann. Durch das Abfüllen in sterilisierte Flaschen lässt sich das Aroma lange bewahren und die Früchte des Schwarzdorns für die kalte Jahreszeit konservieren.
Schlehensaft selber machen
Schwierigkeit: Einfach50
Portionen15
Minuten3
kcalDieses Rezept zeigt, wie sich Schlehensaft unkompliziert selbst herstellen lässt. Frische Beeren können direkt verwendet werden, noch besser ist es, sie vorher ein bis zwei Tage einzufrieren. Durch das Einfrieren platzen die Zellwände leicht auf, die Früchte werden weicher und geben beim Aufkochen mehr Saft und Aroma ab. Außerdem mildert das Einfrieren die natürliche herbe Note der Schlehen, sodass der Saft später runder und intensiver schmeckt.
Zutaten
500 g Schlehen
1 L Wasser
nach Geschmack 1-2 EL Honig oder Zucker
Zubereitung
- Schlehen mit einem Liter kochendem Wasser übergießen und für 24 Stunden abgedeckt ziehen lassen.
- Die Schlehen absieben und den Sud auffangen. Die Flüssigkeit erneut zum kochen bringen und über die Schlehen gießen. Für weitere 24 Stunden ziehen lassen.
- Den Sud durch ein feines Sieb oder Tuch drücken und den aufgefangenen Saft einen Topf geben.
- Den Saft nach Geschmack süßen, einmal aufkochen und heiß in sterilisierte Flaschen füllen.
Der fertige Schlehensaft hält sich bei sauberer, heißer Abfüllung in sterilisierten Flaschen im Kühlschrank etwa zwei bis drei Wochen. Kühl und dunkel gelagert bleibt das Aroma stabil und der Saft behält seine Farbe.
Für eine deutlich längere Haltbarkeit kann der Saft portionsweise eingefroren werden, etwa in Eiswürfelformen. So bleiben Geschmack und wertvolle Inhaltsstoffe mehrere Monate erhalten und der Saft lässt sich bei Bedarf einfach entnehmen und verwenden.
Schlehensaft vielseitig verwenden
Schlehensaft lässt sich am besten in kleinen Mengen genießen, weil er von Natur aus intensiv und leicht herb ist. Für den Alltag eignet sich ein täglicher Shot von etwa 20 Millilitern, entweder pur oder mit Wasser, Kräutertee oder warmem Apfeltee verdünnt. So kommt der kräftige Geschmack gut zur Geltung, ohne zu überfordern. In warmen Getränken wie Punsch oder Glühwein bringt ein kleiner Schuss von 20 bis 40 Millilitern eine fruchtige Tiefe und eine angenehme, winterliche Note. Die leicht säuerliche Art passt besonders gut zu Gewürzen wie Zimt, Nelke oder Sternanis und macht jedes Heißgetränk aromatischer.
Auch in der Küche kann Schlehensaft vielseitig eingesetzt werden. Für Dressings reichen meist 1 bis 2 Esslöffel, gemischt mit etwas Öl und mildem Essig. So entsteht ein fruchtig-herbes Aroma, das perfekt zu Wintersalaten oder geröstetem Gemüse passt. In Marinaden für Ofengemüse oder vegetarische Braten sorgen 3 bis 4 Esslöffel für eine frische, leicht säuerliche Basis.
Süße Speisen profitieren ebenfalls vom Schlehensaft: Ein kleiner Schuss über Vanillepudding, Grießbrei, Joghurt oder winterlichen Desserts bringt farbliche Akzente und einen lebendigen Kontrast. Selbst in selbst gemachtem Eis oder Sorbet kann ein kleiner Anteil Saft für eine erfrischend fruchtige Komponente sorgen.
Viele weitere Rezepte mit Schlehen und anderen Wildpflanzen, die du in deiner Umgebung findest, kannst du in unserem Buchtipp entdecken:
Wofür verwendest du Schlehen am liebsten? Teile deine Tipps und Rezepte in einem Kommentar unter diesem Beitag!
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Das Entsaften der Schlehen gelingt auch wunderbar ohne Frost,mit 4 mal aufgiessen,weniger Schwebstoffen !Gerbstoffe sind auch nicht zu schmecken,nur super natürliche Säure.
In sorgsam heiß gereinigten Flaschen und nach dem Erhitzen heiß eingefüllt auch ohne Kühlung und ohne Zucker monatelang haltbar !
Als Vitamin Shot bei Erkältung sehr zu empfehlen !
Die Beeren brauchen einen natürlichen Frost nur so werden die Gerbstoffe aus der Frucht zurück in den Stengel gedrückt. Einfrieren zeigt nicht den selben Effekt
Gruß Klaus
Bei uns gab es letztes Jahr Schlehen in Hülle und Fülle, deshalb konnte ich einfach nciht wiederstehen und habe Saft gemacht, wie oben beschrieben, allerdings habe ich die Prozedur des aufkochens, übrgießen und ziehen lassen sogar 3 – 4 mal wiederholt. Anschließend habe ich einen Teil als puren Saft abgefüllt, und einen Teil mit Wodka separat abgefüllt. Mein “Schlehperol” wie ich ihn nenne, schmeckt mega lecker wenn man etwa ein Schnapsgläschen voll mit Sekt auffüllt. Das ist ein ganz besonderer “wilder Genuss”
Liebe Susanne,
danke für diese schöne Ergänzung und dein Rezept! Der “Schlehperol” ist eine ganz wunderbare Idee, die wir sicher einmal ausprobieren werden.
Liebe Grüße