4 leckere Brennnessel-Rezepte – vom Spinat bis zum Bratling

Die Brennnessel: Oft verpönt, gar verflucht - von mir geliebt! Randvoll gepackt mit Vitaminen und Mineralien, sollte sie in keiner gesunden Küche fehlen!

Die Brennnessel ist vollgepackt mit wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen. Außerdem enthält sie viel Eiweiß. Sie wächst fast überall, machmal dort wo man sie gar nicht haben will, doch anstatt sie auszureißen, kannst du sie ernten und in deinen Speiseplan einbauen.

Somit hast du ein hochwertiges Nahrungmittel, welches keinen Cent kostet und auch geschmacklich für Abwechslung sorgt. Die Brennnessel ist sehr mild und hat wenige Bitterstoffe, weshalb auch Kinder sie mögen.

Brennnesseln sind in der Küche vielfältig nutzbar. Ein paar Ideen dazu findest du in diesem Beitrag. Für alle Rezepte werden die Brennnesselblätter und Triebspitzen genutzt.

1. Brennnesselspinat

Brennnesseln können ganz einfach zu köstlichem Spinat verarbeitet werden. Dazu wird das Kraut zehn Minuten in etwas Wasser gekocht. Schütte das Kochwasser nicht weg, es enthält wertvolle Inhaltstoffe und kann als Suppengrundlage dienen, getrunken oder zum Gießen von Balkon- und Zimmerpflanzen genutzt werden.

Einige Ideen zur Weiterverarbeitung des Spinats:

  • Mit Zwiebeln in der Pfanne dünsten
  • Als Füllung in Pfannkuchen geben und diese mit Käse überbacken
  • Als Pizzabelag
  • Für Bratlinge (Rezept siehe unten)

2. Brennnesselsuppe

Die Brennnessel eignet sich auch gut als Suppengrundlage für verschiedene Kräutersuppen. Zwei leckere Rezepte mit Spitzwegerich und Brennnessel findest du hier.

3. Bratlinge

Dieses Rezept ergibt etwa zehn köstliche Bratlinge, die auch bei Gästen sehr gut ankommen.

Zutaten:

  • 2 große Doppelhände voll Brennnesselkraut
  • 1 große Zwiebel
  • 1 kleine Möhre
  • Semmelbrösel
  • 1 Ei
  • 1 EL Sesam
  • Salz, Pfeffer und Muskat

Zubereitung Schritt für Schritt:

  1. Brennnesseln, wie oben beschrieben, als Spinat zubereiten.
  2. Kurz abkühlen lassen und dann klein schneiden.
  3. Möhre fein raspeln und die Zwiebel klein hacken.
  4. Möhre, Zwiebel, Sesam und Ei mit den Brennnesseln in einer Schüssel verrühren.
  5. Die Gewürze dazu mischen.
  6. Semmelbrösel dazugeben sodass eine weiche, aber leicht formbare Masse entsteht.
  7. In einer Pfanne etwas Bratöl erhitzen.
  8. Die Bratlinge mit der Hand formen und in der heißen Pfanne bei mittlerer Hitzezufuhr auf beiden Seiten braun braten.
  9. Servieren und genießen, z.B. mit frischen Tomaten und Reis.
Die Brennnessel: Oft verpönt, gar verflucht - von mir geliebt! Randvoll gepackt mit Vitaminen und Mineralien, sollte sie in keiner gesunden Küche fehlen!
mit freundlicher Genehmigung von smarticular.net

4. Smoothie

Da Brennnesseln viel Chlorophyll enthalten, eignen sie sich auch sehr gut als Zutat für Smoothies. Die starken Smoothiemixer schließen nicht nur die Zellstruktur der Blätter auf, sie zerstören auch die unangenehmen Brennnhaare der Pflanze. Beim Genuss im Smoothie bleiben alle Vitamine erhalten, welche sonst durch Erhitzen des Krautes teilweise zerstört werden.

Brennnesseln können nach Belieben mit Obst, Gemüse oder anderen Kräutern zu einem Smoothie verarbeitet werden.

Du siehst, es gibt viele leckere und einfache Möglichkeiten, die Brennnessel in den Speiseplan einzubauen. Noch viel mehr Informationen, Anwendungen und Rezepte für die Große Brennnessel findest du hier.

Viele weitere Rezepte mit der Brennnessel findest du auch in unserem Buchtipp:

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10 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Hallo, bei uns sind die Bratlinge sehr beliebt, sogar bei den Fleischessern 😉
    Die getrockneten Samen gebe ich unter anderem gerne ins selbstgebackene Vollkornbrot.
    Vielen Dank für die schönen Rezepte!

    Antworten
  2. Brenessel

    Ich mache auch soooooo gerne prenesel chips die Ide ist soo cool

    Antworten
  3. Bei jedem erhitzten Gericht, erübrigt sich die vorherige Abkochung der Brennessel.

    Antworten
  4. Ulrike Wälder

    Hab dazu aber doch eine Frage: Soweit ich weiß, sind Brennnesseln nicht mehr verträglich, ja sogar giftig, sobald sie Blüten angesetzt haben. Oder habt ihr da andere Erfahrungen?

    Noch was: Im Frühjahr (später verarbeite ich die nicht mehr) koch ich Brennnesseln mit Giersch – sehr lecker!

    Das dritte: Herzlichen Dank für eure tolle Seite und für die Aufnahme, so was hab ich schon lange gesucht.

    Antworten
    • Lieselotte Fickus

      Brennessel ist zu jeder Jahreszeit wertvoll und niemals giftig. Auch wenn sie im Sommer nach dem Abmähen nachwächst, gibt es wieder Spinat und Smoothies mit den Spitzen. Vor allem die weiblichen Blüten der Brennessel enthalten viel pflanzliches Östrogen, so dass ein Tee gegen prämenstruelle Beschwerden, Wechseljahrsbeschwerden und Potenzschwäche beim Mann hilft. Ich trockne sie, male sie fein und füge das Pulver in Soßen, Smoothies und Brotteig. Auch aus den gut getrockneten Spitzen stelle ich ein Pulver her, dass ein Verjüngungsmittel für alle Zellen des Körper wirkt und durch wertvolles Eiweiß, Mineralien und Chlorophyll sehr viel Energie hat, quasi ein heimisches Supernahrungsmittel. Ich sammle viel Wissen aus der direkten Erfahrung, aber auch hier im Internet kann man wissenswerte Informationen über alles, was interessiert googeln…

  5. Danke für die Aufwertung dieser tollen Pflanze! Schon als Kind in der Eifel, wo es in den Nachkriegsjahren sehr arm zuging (noch 1950!), sammelte ich Brennesselspitzen, aus denen meine Mutter “Spinat” machte, der viel leckerer war als richtiger Spinat und viel gesünder. Eine Frage noch: wer hat mit welchem Mixer gute Erfahrungen gemacht? Ich mag der Werbung nicht mehr glauben aber Euren Erfahrungen gerne.

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