Verspannte Muskeln? Diese Wurzeltinktur mit Wildkräutern hilft

Diese drei Wurzeln wild wachsender Pflanzen können in einer hausgemachten Tinktur angesetzt und gegen verspannte Muskeln eingesetzt werden.

Unter schmerzenden Muskeln hat wohl jeder von uns schon einmal gelitten. Ein leichter Muskelkater verschwindet meist auch ohne Behandlung schnell. Manchmal sind die Muskeln jedoch stärker verspannt oder es liegt sogar eine Zerrung oder ein Muskelfaserriss vor. Neben Ruhe und anderen therapeutischen Anwendungen kannst du die Heilung angeschlagener Muskeln durch das Einreiben einer Wildkräuter-Wurzeltinktur unterstützen.

Welche Kräuter dafür besonders gut geeignet sind, verrate ich dir in diesem Beitrag.

Drei starke Kräuter für deine Muskeln

Die vorgestellten Kräuter sind alle drei starke Heilkräuter, die du auch bei vielen weiteren Leiden einsetzen kannst. Mehr zu den Anwendungsmöglichkeiten findest du in den Pflanzenprofilen.

  1. Baldrianwurzel hilft bei schmerzenden Muskeln und Verspannungen. Bei Nervenschmerzen, die durch Rheuma, Neuralgien, Gürtelrose oder Athritis entstanden sind, wirkt sie entspanned und schmerzstillend.
  2. Beifußwurzel hat eine schmerzlindernde Wirkung bei Muskelkater und müden Beinen. Durch seine stark wärmende Eigenschaft hilft Beifuß vor allem dort, wo die Probleme durch Unterkühlung oder Zugluft entstanden sind.
  3. Beinwell ist ein sehr vielseitiges Heilkraut. Die Wurzel hilft unter anderem bei Prellungen, Zerrungen, Verstauchungen sowie weiteren Muskel- und Knochenverletzungen.

Ausgraben der Wurzeln in der Natur

Beim Ausgraben der Wurzeln solltest du darauf achten, dies nicht auf Wiesen in bäuerlicher Nutzung zu tun. Ein Sammeln von Kräutern ist dort meist problemlos möglich, das Ausgraben von Wurzeln sollte jedoch ohne Absprache besser unterlassen werden. Am besten geeignet sind dafür Gärten, Wegesränder oder Brachflächen.

Ernte die Wurzeln nur dort, wo du die Pflanze sicher erkennst. Alternativ kannst du auf getrocknete Wurzelstücke aus dem Handel zurückgreifen. Sie sind in Apotheken, Reformhäusern oder online erhältlich.

Ein guter Zeitpunkt zur Ernte der Wurzeln und zum Ansetzen der Tinktur ist Oktober bis November, denn in diesen Monaten sind die oberirdischen Pflanzenteile noch gut zu bestimmen. Nachdem die Wurzel geerntet wurde, sollte sie vor der Weiterverarbeitung gesäubert und zerkleinert werden.

Wenn du zu viel Wurzelstücke hast, kannst du sie trocknen und einen heilsamen Tee daraus brauen. In den einzelnen Pflanzenprofilen findest du mehr Informationen dazu.

Noch ein Tipp: Beschrifte die Wurzeln mit Hilfe eines kleinen Zettels direkt nach der Ernte, damit du sie leicht auseinanderhalten kannst.

Zubereitung der Wurzel-Tinktur

Stelle neben den Wurzelstücken für die Herstellung folgende Dinge bereit:

Für die Zubereitung benötigst du etwas Zeit und Geduld zum Ziehen der Tinktur. Die Arbeitsschritte selbst sind schnell durchgeführt:

  1. Wurzelstücke in das Glas geben.
  2. Mit Alkohol auffüllen, so dass alle Pflanzenteile bedeckt sind.
  3. Vier Wochen bei Zimmertemperatur ziehen lassen.
  4. Ab und zu schütteln.
  5. Abseihen und in dunklen Glasflaschen aufbewahren.

Die Tinktur wird bei allen Muskelproblemen in die entsprechenden Hautpartien einmassiert. Kennst du noch weitere Wurzeln, die bei Muskelschmerzen helfen? Hast du noch andere Anwendungsmöglichkeiten für diese Tinktur?

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8 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Lässt sich evtl auch ein Öl aus den Wurzeln machen? Wie wäre ein solches herzustellen?

    Antworten
  2. Kann man die Tinktur unverdünnt auf die Haut auftragen?

    Antworten
    • Hallo Katrin,
      ja, das kann man. Da Alkohol in hoher Konzentration dazu neigt, die Haut auszutrocknen, kann der Massage mit Tinktur auch noch eine abschließende Massage mit einem leichten Körperöl oder einer Körpermilch folgen. Oder du machst ganz unkompliziert deine eigene SChüttellotion aus 1 Teil Tinktur und 1 Teil Öl selber. Wie das geht, liest du hier: https://www.kostbarenatur.net/schuettellotion-selber-machen/
      Liebe Grüße
      Dennis

  3. Darf ich fragen warum 70% Alkohol?
    Es sind doch keine Harze die aus der Wurzel ausgezogen werden.
    Ich habe bis jetzt immer mit 40% gearbeitet.

    Antworten
    • Hallo Carlitos,
      für das Herauslösen der Wirkstoffe aus Wurzeln und stark holzigen Teilen verwendest du besser einen Alkohol mit 55-70 Vol. %. Harze benötigen einen noch höheren Alkoholgehalt von 70-95 %.

  4. Medicus75

    Soweit so gut, aber die Mengenangabe jeder einzelnen Wurzel wäre ebenfalls wichtig!!!

    Antworten
    • Fiona Marie

      Grudlegend immer so viel, dass die Wurzeln oder Kräuter mit Alkohol bedeckt sind; es kommt also darauf an, was für einen Behälter und wie viel Alkohol man hat. 🙂

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