Wintermarmelade: Fruchtiger Brotaufstrich aus Mispeln und Hagebutten
Wintermarmelade bringt den Geschmack heimischer Wildfrüchte ins Glas. Mispeln und Hagebutten ergänzen sich mit ihrem fruchtig, leicht herben Aroma besonders gut. Gleichzeitig enthalten beide Früchte viel natürliches Pektin, sodass die Marmelade auch mit weniger Gelierzucker zuverlässig fest wird. So entsteht aus wenigen Zutaten ein besonderer Vorrat für die kalte Jahreszeit.
Für die Wintermarmelade verwendest du vollreife Mispeln und Hagebutten. Mispeln sind direkt nach der Ernte meist noch hart und extrem gerbstoffreich. Erst nach einigen Wochen dunkler und kühler Lagerung werden sie teigig-weich, braun und entfalten ihr typisch süß-säuerliches Aroma. Ein kurzes Einfrieren bricht zwar die Zellwände auf, ersetzt jedoch nicht diesen enzymatischen Reifeprozess – verarbeite Mispeln daher erst, wenn sie teigig geworden sind.
Hagebutten können nach dem ersten Frost geerntet oder vor der Verarbeitung kurz eingefroren werden. So werden sie weicher und lassen sich leichter verarbeiten.
Wintermarmelade Rezept
Schwierigkeit: Einfach50
Portionen35
kcal1
Stunde10
MinutenMit diesem Rezept verwandelst du Mispeln und Hagebutten in einen besonderen Brotaufstrich für die kalte Jahreszeit. Du erhältst ungefähr 1000 Gramm fertige Marmelade.
Zutaten
500 g vollreife Mispeln
500 g reife Hagebutten
250 ml naturtrüber Apfelsaft
350 g Gelierzucker 2:1
2 EL Zitronensaft
Zubereitung
- Früchte gründlich waschen und abtrocknen. Bei den Hagebutten Stiel- und Blütenansätze entfernen und die Früchte halbieren. Mispeln ebenfalls halbieren und die Stielansätze entfernen. Alles zusammen in einen Topf geben.
- Den Apfelsaft hinzufügen und alles etwa 20 bis 30 Minuten abgedeckt weich köcheln lassen.
- Die Fruchtmasse durch ein sehr feines Haarsieb streichen oder durch ein Passiertuch pressen. So bleiben Kerne, Schalen und vor allem die feinen Hagebuttenhärchen sicher zurück.
- Das Fruchtmark abwiegen. Es ergeben sich meist etwa 700 g. Fehlt etwas, mit wenig Apfelsaft auf 700 g auffüllen.
- Gelierzucker und Zitronensaft dazugeben und alles unter Rühren nach Packungsangabe für 3 bis 4 Minuten sprudelnd kochen.
- Eine Gelierprobe machen. Ist die gewünschte Konsistenz erreicht, die Marmelade sofort heiß in sterilisierte Gläser füllen und fest verschließen.
Ungeöffnet hält sich die Wintermarmelade kühl, dunkel und trocken gelagert meist etwa ein Jahr. Nach dem Öffnen bewahrst du sie im Kühlschrank auf und verbrauchst sie innerhalb von drei bis vier Wochen. Verwende zum Entnehmen immer einen sauberen Löffel. So bleibt die Marmelade länger haltbar.
Wintermarmelade vielseitig verwenden
Viele streichen die Wintermarmelade klassisch aufs Brot. Sie passt aber auch hervorragend zu herzhaften Gerichten. Ein kleiner Löffel verfeinert Wildgerichte, Käseplatten oder Ofenkäse und harmoniert besonders gut mit Camembert, Ziegenkäse oder Bergkäse. Auch in Naturjoghurt, Quark oder zu Milchreis sorgt sie für eine fruchtige Note.
Tipp: Wenn du viele Hagebutten findest kannst du auch eine gesunde Hagebutten-Marmelade ohne weitere Früchte zubereiten.
Gewürze und Variationen
Die Wintermarmelade lässt sich leicht an den eigenen Geschmack anpassen. Besonders gut passen Zimt, Vanille oder eine Prise Kardamom. Für eine feinere Zitrusnote kannst du etwas abgeriebene Bio-Orangenschale mitkochen. Wer es etwas herber mag, ergänzt einen kleinen Zweig Rosmarin während des Kochens und entfernt ihn vor dem Abfüllen wieder.
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