Leuchtend rotes Hibiskusgelee selber machen
Hibiskusgelee bringt leuchtend rote Farbe und eine angenehm fruchtig-säuerliche Note aufs Brot. Dafür verwendest du die roten Kelche von Hibiscus sabdariffa, auch Roselle genannt. Sie eignen sich nicht nur für Tee und Getränke, sondern auch für Gelee, Marmelade und Sirup.
Besonders schön ist die intensive Farbe, die ganz ohne künstliche Farbstoffe entsteht. Der Geschmack erinnert etwas an Beeren und Cranberrys. Mit Apfelsaft und Zitrone entsteht ein aromatischer Fruchtaufstrich, der sich vielseitig verwenden lässt.
Hibiskus sammeln im Garten
Wenn du Roselle im Garten anbaust, erntest du die fleischigen roten Kelche nach dem Abfallen der Blüten. Sie sollten noch frisch, kräftig gefärbt und saftig sein. Warte nicht, bis die Samenkapseln trocken werden oder aufplatzen. Die Kelche werden meist etwa zwei bis drei Wochen nach der Blüte geerntet.
Löse anschließend die grünen Samenkapseln aus den Kelchen. Für das Gelee verwendest du nur die roten Kelchblätter. Du kannst sie frisch verarbeiten oder vollständig trocknen und später verwenden. Getrocknete Kelche lassen sich gut lagern und werden auch für Tee und andere Lebensmittel verwendet.
Hibiskus kaufen
Getrocknete Hibiskuskelche findest du häufig unter den Bezeichnungen „Hibiskusblüten“, „Roselle“ oder „Flor de Jamaica“. Achte auf die botanische Bezeichnung Hibiscus sabdariffa. Denn für dieses Rezept sind die roten Kelche der Roselle entscheidend. Reine getrocknete Kelche ohne Zucker, Aromen oder andere Zusätze eignen sich am besten.
Hibiskusgelee selber machen
Schwierigkeit: Einfach65
Portionen40
Minuten30
kcalZutaten
20 g Hibiskuskelche
500 ml Wasser
500 ml naturtrüber Apfelsaft
500 g Gelierzucker 2:1
2 EL Zitronensaft
Zubereitung
- Die Hibiskuskelche mit 500 ml Wasser in einen Topf geben. Aufkochen und anschließend etwa 10 Minuten leicht köcheln lassen.
- Den Topf vom Herd nehmen und den Auszug weitere 10 Minuten ziehen lassen.
- Den Hibiskus durch ein feines Sieb abseihen und die Kelche gründlich ausdrücken.
- Apfelsaft, Gelierzucker und Zitronensaft hinzufügen.
- Die Mischung unter Rühren zum Kochen bringen. Sobald sie sprudelnd kocht, nach Packungsangabe des Gelierzuckers weiterkochen.
- Anschließend eine Gelierprobe machen. Das heiße Gelee sofort in sterilisierte Gläser füllen und verschließen.
Das Hibiskusgelee kühl, dunkel und trocken lagern. Ungeöffnete Gläser sind bei sauberer Verarbeitung und intaktem Verschluss etwa ein Jahr haltbar. Nach dem Öffnen im Kühlschrank aufbewahren und innerhalb weniger Wochen verbrauchen. Bei Schimmel, Gärgeruch oder Veränderungen der Farbe und Konsistenz das Gelee nicht mehr verwenden.
Tipps zur Zubereitung
Für ein besonders klares Gelee den Hibiskusauszug durch ein feines Tuch filtern. Die Kelche anschließend gut ausdrücken, damit möglichst viel Flüssigkeit gewonnen wird. Die Gelierprobe erst nach der auf der Packung angegebenen Kochzeit durchführen.
Das Gelee lässt sich auch mit anderen Säften abwandeln. Apfelsaft kann beispielsweise durch weißen Traubensaft ersetzt werden. Für eine winterliche Variante passen etwas Vanille, Zimt oder eine kleine Menge Orangenschale gut zum säuerlichen Hibiskusaroma.
Tipp: Ein Apfelgelee lässt sich ebenfalls mit Wildkräutern zubereiten und vielseitig abwandeln.
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