Schwedenbitter ohne Alkohol ansetzen – eine Anleitung
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Der klassische Schwedenbitter ist uns als alkoholischer Kräuterauszug überliefert. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, Schwedenbitter ohne Alkohol herzustellen. So können auch lebergeschädigte und alkoholkranke Menschen oder Kinder von dem großen Wirkungsspektrum der Schwedenkräuter profitieren. Wie das geht, erfährst du in diesem Beitrag.

Schwedenbitter alkoholfrei – geht das?

Der Alkohol, mit dem du klassischerweise eine Tinktur selber machen kannst, hat zwei Funktionen. Zum einen ist er ein Extraktionsmittel, das die Wirkstoffe aus den eingelegten Pflanzen zieht, zum anderen ist er ein Konservierungsmittel.

Nach dem Prinzip einer alkoholfreien Tinktur lässt sich auch der originale Schwedenbitter abwandeln. Dabei wird statt hochprozentigem Alkohol Apfelessig als Auszugsmittel verwendet.

Ein Nachteil des Schwedenbitters ohne Alkohol ist, dass ihm jene Wirkstoffe fehlen, die ausschließlich alkohollöslich sind. Zudem spielen Hygiene und Sauberkeit bei der Herstellung eine entscheidende Rolle, da die desinfizierenden Eigenschaften von Apfelessig weit unter denen von Ethanol liegen.

Schwedenbitter ohne Alkohol selber machen

Wenn du den kleinen Schwedenbitter ohne Alkohol ansetzen möchtest, benötigst du zunächst folgende Zutaten:

Zusätzlich benötigst du ein ausreichend großes, verschließbares Glasgefäß und unter Umständen einen Trichter und ein Seihtuch oder Sieb. Die Utensilien solltest du vor der Verwendung sterilisieren, zum Beispiel durch Auskochen.

Schwedenbitter mit Essig ansetzen

Zur Herstellung des Schwedenbitters ohne Alkohol gehst du folgendermaßen vor:

  1. Alle Kräuter und Harze in ein Glasgefäß geben, mit Apfelessig übergießen und verschließen.
    Schwedenkräuter sind ein universelles Naturheilmittel, das sich auch alkoholfrei zubereiten lässt. Wie du Schwedenbitter ohne Alkohol ansetzt, liest du hier.
  2. ​​Der Essigansatz sollte jetzt 2–4 Wochen lang an einem warmen Ort (manche schwören auf ein Plätzchen in der Sonne) durchziehen und dabei täglich geschüttelt werden, um Schimmelbildung zu vermeiden.
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  3. Nach entsprechender Zeit den Ansatz durch einen Filter abseihen, in getönte Fläschchen füllen und kühl lagern.
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So werden Schwedenkräuter ohne Alkohol angewendet

Der alkoholfreie Schwedenbitter kann, ebenso wie der herkömmliche, äußerlich gegen Warzen, Herpes oder bei kleinen Verletzungen der Haut, Prellungen, Zerrungen oder Verstauchungen angewendet werden. Dafür entweder die Stelle mit dem Schwedenbitter betupfen oder eine getränkte Kompresse auf die betroffene Stelle auflegen.

Hinweis: Wer unter einer empfindlichen Haut leidet, sollte wegen des hohen Säuregehaltes des Apfelessigs bei der äußerlichen Anwendung vorsichtig sein oder den Schwedenbitter mit Wasser verdünnen.

Innerlich empfiehlt sich der Schwedenbitter ohne Alkohol zur Krankheitsvorbeugung, bei und zum Schutz vor Erkältungen, gegen Halsschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Appetitlosigkeit, für eine bessere Verdauung und vieles mehr.

Dabei gilt: Prophylaktisch morgens und abends je einen, bei akuten Beschwerden bis zu neun Teelöffel über den Tag verteilt einnehmen. Wegen des sauren Geschmacks wird der alkoholfreie Schwedenbitter gern in einem Glas Wasser, Saft oder Kräutertee verdünnt.

Welche Erfahrungen hast du mit Schwedenbitter bisher gemacht? Wir freuen uns über deine persönlichen Erfolgsgeschichten unter diesem Beitrag!

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