Kapuzinerkresse-Tinktur natürlich, selbst gemacht, wirkungsvoll
Kapuzinerkresse-Tinktur ist eine einfache Möglichkeit, die Kraft dieser regional wachsenden Heilpflanze selbst zu nutzen. Wenn du sie selbst herstellst, erhältst du einen natürlichen Pflanzenextrakt ohne unnötige Zusatzstoffe und kannst die wertvollen Inhaltsstoffe der Pflanze das ganze Jahr über verfügbar machen.
Die Senfölglykoside der Kapuzinerkresse werden in der traditionellen Pflanzenheilkunde besonders geschätzt. Sie wirken antibakteriell, antiviral und leicht pilzhemmend und finden deshalb vielfältige Anwendungen: zur Unterstützung des Immunsystems, bei Erkältungen und Husten, zur Förderung gesunder Harnwege oder verdünnt auch äußerlich bei kleinen Hautproblemen.
Kapuzinerkresse-Tinktur selber machen
Schwierigkeit: Einfach200
Portionen10
Minuten1
kcalSo einfach stellst du deine eigene Kapuzinerkresse-Tinktur her, um die vielseitigen Wirkstoffe der Pflanze zu nutzen:
Zutaten
1 Handvoll Kapuzinerkresse Blätter und Blüten
200 ml Alkohol mit 40–50 % Vol. (z. B. Wodka oder Doppelkorn)
1 sauberes Schraubglas
1 dunkle Tropfflasche zum Abfüllen
Zubereitung
- Kapuzinerkresse waschen und gründlich abtrocknen. Alle Pflanzenteile grob zerkleinern und anschließend in ein sauberes Schraubglas geben.
- Mit Alkohol vollständig übergießen, sodass alle Pflanzenteile bedeckt sind.
- Das Glas verschließen und an einem dunklen, warmen Ort 2–3 Wochen ziehen lassen. Zwischendurch gelegentlich leicht schütteln.
- Nach der Ziehzeit die Flüssigkeit durch ein feines Sieb oder Tuch abfiltern und in eine dunkle Tropfflasche füllen.
Die fertige Kapuzinerkresse-Tinktur solltest du in einer dunklen Tropfflasche oder einem gut verschlossenen Glas aufbewahren und an einem kühlen, dunklen Ort lagern. So bleibt sie mindestens ein Jahr haltbar. Wenn sich Geruch, Farbe oder Konsistenz verändern, solltest du die Tinktur nicht mehr verwenden.
Kapuzinerkresse-Tinktur anwenden
Die Kapuzinerkresse-Tinktur kann zur Unterstützung der Harnwege1 und bei Infekten der oberen Atemwege2 eingesetzt werden, da die enthaltenen Senföle eine ausgeprägte antibakterielle Wirkung zeigen – ähnlich wie ein pflanzliches Antibiotikum3. Auch eine mögliche Unterstützung des Immunsystems wird der Pflanze zugeschrieben.
Dosierung: Verdünne die Tinktur vor der Einnahme in Wasser. Empfohlen werden 10–20 Tropfen, zwei- bis dreimal täglich. Bei äußerlicher Anwendung können verdünnte Umschläge auf kleinere Hautentzündungen oder Unreinheiten gelegt werden. Vorsicht: Übermäßiger innerlicher Gebrauch kann die Magenschleimhaut reizen; Menschen mit Magen-Darm-Geschwüren sollten die Tinktur nicht einnehmen.
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Wie verwendest du die gesunde Kapuzinerkresse am liebsten? Teile deine Tipps und Rezepte in einem Kommentar!
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- Kassner, N., Wonnemann M., Ziegler Y., Vahlensieck, W., Kranz J., Kostev, K. (2024) Effectiveness of a Combination of Nasturtium Herb and Horseradish Root (Angocin® Anti-Infekt N) Compared to Antibiotics in Managing Acute and Recurrent Urinary Tract Infections: A Retrospective Real-world Cohort Study. ↩︎
- Conrad, A., Kolberg, T., Engels, I. & Frank, U. (2011). In-vitro-Untersuchungen zur antibakteriellen Wirksamkeit einer Kombination aus Kapuzinerkressenkraut (Tropaeoli majoris herba) und Meerrettichwurzel (Armoraciae rusticanae radix). ↩︎
- Jurcă T. et al. (2018) The effect of Tropaeolum Majus L. on bacterial infections and in vitro efficacy onapoptosis and dnalesios in hyperomsmotic stress. ↩︎




