Himbeeressig selber machen – für ganzjährigen Genuss
Himbeeren gehören zu den köstlichsten Gaben des Sommers, doch die süßen Früchte sind leider vergänglich. Eine wunderbare Methode, um ihr intensives Aroma und die leuchtende Farbe für viele Monate zu bewahren, ist es, fruchtigen Himbeeressig selber zu machen. Die süß-säuerliche Würze ist nicht nur ein optisches Highlight im Küchenregal, sondern auch eine gesunde Basis für sommerliche Salate oder ein feines Mitbringsel aus der Naturküche.
Rezept für Himbeeressig
Schwierigkeit: Einfach10
Portionen20
Minuten11
kcalFür die Herstellung benötigst du keine komplizierten Utensilien, sondern lediglich Geduld und hochwertige Zutaten. Das richtige Mischverhältnis sorgt für ein ausgewogenes Aroma.
Zutaten
100 g frische Himbeeren
300 ml Weißweinessig
Zubereitung
- Den Essig kurz aufkochen und abkühlen lassen. Das hilft, den Essig zu stabilisieren.
- Himbeeren in ein sauberes, verschließbares Glas geben, mit dem abgekühlten Essig übergießen und verschließen.
- Die Mischung an einem kühlen, dunklen Ort für etwa fünf Tage durchziehen lassen. Das Glas zwischendurch sanft aufschütteln, damit sich die Farbstoffe und Aromen gleichmäßig lösen.
- Den fertigen Himbeeressig nach der Ziehzeit durch ein feines Sieb oder ein Tuch abgießen, um die Rückstände der Früchte zu entfernen. In sterile Flaschen abfüllen.
Notizen
- Achte darauf, dass die Himbeeren vollreif und unversehrt sind, um ein optimales Ergebnis zu erreichen. Als Basis eignet sich alternativ auch ein naturtrüber Apfelessig.
Verwendung und Haltbarkeit
Kühl und dunkel gelagert hält sich dein selbstgemachter Fruchtessig mehrere Monate lang. Er eignet sich hervorragend als Zutat für Salatdressings, sommerliche Erfrischungsgetränke und fruchtige Marinaden.
Statt die Beeren nach dem Abseihen zu entsorgen, lassen sie sich noch hervorragend weiterverwerten. Püriert ergeben die feinsäuerlichen Reste zum Beispiel eine ideale Basis für fruchtige Salatdressings oder ein herzhaftes Chutney zu Käse. Auch als Komponente in Marinaden für Fleisch oder Tofu verleihen sie deinen Gerichten ein feines Aroma. So verwertest du die kostbaren Früchte nachhaltig bis zum letzten Rest.
Varianten mit anderen Früchten
Wenn die Himbeersaison vorbei ist oder dein Garten andere Schätze bereithält, kannst du das Rezept ganz einfach anpassen. So fängst du die Aromen der verschiedenen Früchte (fast) das ganze Jahr über ein:
Brombeeren & Heidelbeeren: Diese dunklen Beeren ergeben einen farbintensiven, fast violetten Essig mit einer herben, tiefen Fruchtnote. Er passt hervorragend zu kräftigen Wintersalaten wie Feldsalat.
Erdbeeren: Der Klassiker für den Frühsommer. Erdbeeressig ist etwas süßer und milder – ein Geheimtipp zu Spargelsalat.
Johannisbeeren: Besonders die roten Johannisbeeren bringen eine herrlich spritzige Säure mit. Dieser Essig ist extrem erfrischend in Mineralwasser.
Kirschen: Ob Süß- oder Sauerkirschen – sie verleihen dem Essig ein edles Aroma, das besonders gut zu Wildgerichten oder dunklen Saucen passt. (Tipp: Kirschen vorher entsteinen und leicht anquetschen).
Hagebutten: Für die herbstliche Variante. Hier solltest du die Früchte allerdings entkernen und die Ziehzeit auf etwa zwei Wochen verlängern, da sie ihr Aroma langsamer abgeben.
Tipp: Anstelle von Früchten kannst du auch einen Blütenessig selber machen, zum Beispiel mit diesem Rezept für einen Blütenessig mit Holunder und Linde.
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Für welche Rezepte nutzt du besonders gerne Himdbeeressig? Verrate es uns in einem Kommentar!
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