Erkältungssalbe mit Nadelbaumtinktur selber machen als natürliche Hilfe
Wenn der Hals kratzt und die Nase läuft, ist schnelle Hilfe gefragt. Eine selbstgemachte Erkältungssalbe mit Nadelbaumtinktur bringt die wohltuende Kraft des Waldes direkt zu dir nach Hause und lindert die Beschwerden sanft.
Diese Rezeptur ist ein fester Bestandteil meiner Hausapotheke und hat meine Familie schon durch so manche Erkältungswelle gebracht. Zudem ist das Rezept unkompliziert und gelingt auch Anfängern ganz leicht.
Die Zutaten für deine Erkältungssalbe
Für den pflegenden Balsam brauchst du nur wenige, rein natürliche Zutaten. Viele davon hast du vielleicht schon in deiner Kräuterküche.
- 25 g Nadelbaum-Ölauszug (aus Tanne, Fichte, Douglasie oder Kiefer)
- 5 g Bienenwachs oder pflanzliches Wachs (z.B. Beerenwachs)
- 5 g Nadelbaumtinktur (wie du eine Tinktur selber machst, erfährst du in diesem Beitrag)
- optional 3-4 Tropfen reines ätherisches Öl (z.B. Eukalyptus, Weißtanne, Kiefer, Fichte oder Thymian CT Linalool)
So einfach gelingt die Zubereitung der Erkältungssalbe
Du stellst das Produkt nach dem bewährten Grundrezept für Salben her.
- Ölmischung mit Wachs erwärmen
Erwärme zuerst die Ölmischung zusammen mit dem Wachs in einem feuerfesten Glas im Wasserbad.
- Abkühlen lassen
Warte, bis das Wachs komplett geschmolzen ist. Nimm das Glas aus dem Wasser und lass es unter Rühren etwas abkühlen.
- Tinktur hinzufügen
Jetzt gibst du die Nadelbaumtinktur tröpfchenweise dazu. Rühre dabei ununterbrochen weiter. Die Tinktur verbindet sich durch das Rühren mit der Fettphase. Wenn du möchtest, kannst du ganz kurz vor dem Abfüllen noch das ätherische Öl unterrühren.
- Abfüllen und Auskühlen lassen
Gieße die noch flüssige Masse in ein sauberes Döschen und lass sie ohne Deckel vollständig auskühlen.
Tipp: Ein kleiner Fehler passiert übrigens häufig beim Einrühren der Tinktur. Ist das Öl noch zu heiß, verdampft der Alkohol zu schnell und die Salbe trennt sich später. Lass die Masse also wirklich erst handwarm abkühlen.
Anwendung und Wirkung im Alltag
Bei ersten Anzeichen einer Erkältung reibst du die Salbe sanft auf Brust und Rücken ein. Die ätherischen Öle werden traditionell mit keimhemmenden und schleimlösenden Eigenschaften in Verbindung gebracht. Die Wärme der Haut verstärkt den Effekt. Du atmest die heilsamen Dämpfe direkt ein. Das befreit die Atemwege spürbar.
Die antimikrobielle und schleimlösende Wirkung von Nadelbaum-Extrakten und deren ätherischen Ölen bei Atemwegsinfekten ist gut dokumentiert und wird durch Laborstudien gestützt. Es zeigt sich, dass die enthaltenen Terpene (wie Pinene) das Bakterienwachstum hemmen können.1
Wichtiger Sicherheitshinweis: Für Säuglinge und Kleinkinder musst du zwingend auf die Zugabe reiner ätherischer Öle verzichten. Es besteht die Gefahr von Atemnot bis hin zur Erstickung! Menschen mit Asthma oder sehr empfindlichen Atemwegen sollten ätherisch ölhaltige Anwendungen nur vorsichtig und im Zweifel gar nicht verwenden. Für die Kleinsten reicht der milde Ölauszug völlig aus.
Natürliches Wissen für deine Gesundheit
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