Kurkuma

Kurkuma wirkt nicht nur entzündungshemmend, die gelbe Wurzel lässt sich auch gut zu herzhaften oder süßen Gerichten kombinieren. Egal, ob frisch oder getrocknet, schon der Duft von Kurkuma verführt in östliche Genusswelten.

Kurkuma ist fester Bestandteil von Curry-Gewürzmischungen und harmoniert auch gut mit Süßspeisen. In der Naturheilkunde ist die gelbe Wurzel aus den Tropen sehr beliebt und wird bei Verdauungsbeschwerden und Entzündungen häufig eingesetzt.

In der Ernährung

Kurkuma wird auch Gelbwurz oder fälschlicherweise Safranwurzel genannt. Du bekommst es meist gemahlen als exotisches Gewürz. Kurkuma färbt Speisen intensiv gelb und ist dabei wesentlich billiger als Safran. Der Geschmack ist mildwürzig, weswegen du ihn auch gerne großzügig zum Würzen benutzen kannst. Kurkuma gibt es getrocknet und gemahlen und auch als frische Wurzel zu kaufen.

Goldene Milch

Dieses heilsame Milchgetränk eignet sich gut für kalte, verregnete Wintertage, um von innen zu wärmen und sorgt für wohltuende Wärme und Entspannung. Du brauchst:

  • 1 Teelöffel Kurkuma
  • 1 Teelöffel Honig
  • Ingwer nach Geschmack
  • 1 Prise Zimt
  • 1 Prise Pfeffer
  • Kardamom oder Muskatnuss nach Geschmack
  • 250 ml (pflanzliche) Milch
  • etwas Kokosöl
  1. Das Kurkumapulver vorsichtig in etwas (pflanzlicher) Milch auflösen und die anderen Zutaten mit dem Rest der Milch unterrühren.
  2. Die Mischung erhitzen, aber nicht kochen.
  3. Etwas abkühlen lassen und mit gelegentlichem Umrühren genießen. Je nachdem, wie viel Ingwer du verwendet hast, wärmt die Schärfe des Ingwers zusätzlich!

Rezeptvariante: Würze das Getränk statt mit Ingwer mit Vanille und lasse Zimt, Pfeffer und andere Gewürze weg. So wird die „Golden Latte“ weicher und lieblicher im Geschmack. Besonders gut schmeckt diese Variante mit Mandelmilch!

Heilende Anwendungen

Kurkuma wirkt nicht nur entzündungshemmend, die gelbe Wurzel lässt sich auch gut zu herzhaften oder süßen Gerichten kombinieren. Egal, ob frisch oder getrocknet, schon der Duft von Kurkuma verführt in östliche Genusswelten.

Das in Kurkuma enthaltene Curcumin hat viele positive Eigenschaften, von denen viele jedoch nur traditionell überliefert sind. Die entzündungshemmende Wirkung bei Kniearthritis wurde jedoch bereits durch Studien bestätigt. Ebenfalls durch wissenschaftliche Untersuchungen bestätigt ist, dass Kurkuma auf die Galle anregend wirkt und die Gallensaftproduktion fördert. Deswegen eignet sich Kurkuma besonders als Verdauungshilfe von fettigen Speisen.

Bei Tieren wurde eine krebshemmende Wirkung von Curcumin festgestellt und bei Mäusen wurde festgestellt, dass Curcumin Osteoporose verhindern kann. Wie die Ergebnisse von Tieren auf den Menschen übertragbar sind, muss jedoch noch weiter erforscht werden. Die vorbeugende Wirkung gegen Ablagerungen im Gehirn, die zu Alzheimer führen könnten, ist im Gespräch, jedoch noch nicht wissenschaftlich bewiesen.

Wichtig: Kurkuma wirkt leicht blutverdünnend und kann daher die Wirkung blutverdünnender Medikamente verstärken. Auch mit anderen Medikamenten sind Wechselwirkungen möglich. Das gilt allerdings für fast alle Heilpflanzen und daher sollte deren Anwendung bei gleichzeitiger medikamentöser Behandlung grundsätzlich ärztlich abgeklärt werden.

Leider ist die Bioverfügbarkeit des Wirkstoffs nicht besonders gut, sodass man mit einem würzig-scharfen Trick arbeiten muss, um das Curcumin dem Körper besser zur Verfügung zu stellen: Pfeffer! In Studien konnte gezeigt werden, dass das im Pfeffer enthaltene Piperin die Bioverfügbarkeit von Curcumin um ein Vielfaches verbessert. Möchtest du also von den gesundheitlichen Vorzügen von Kurkuma profitieren, so achte darauf, die gelbe Wurzel immer mit einer Prise Pfeffer zu kombinieren.

Kurkuma-Zitronen-Limonade

Dieses erfrischende Getränk kombiniert die milde Süße von Kurkuma mit der frischen Säure aus der Zitrone. Ideal für Sommertage und als begleitendes Getränk zu schwer verdaulichen oder sehr fetten Speisen.

Du benötigst:

  • 800 ml lauwarmes Wasser
  • 1 Esslöffel Kurkuma
  • 2 Zitronen
  • Honig nach Geschmack zum Süßen

Weil das fettige Essen, zu dem diese Limonade als Verdauungshilfe gereicht wird, meist bereits Pfeffer enthält, brauchst du diesen nicht noch als weitere Zutat der Limonade. Wenn nicht, würze das Essen oder den Beilagensalat mit Pfeffer.

  1. Kurkuma mit etwas lauwarmem Wasser glatt rühren und nach und nach den Rest der Flüssigkeit hinzufügen. Kurkuma löst sich schlecht in kaltem Wasser, daher bitte niemals das Pulver direkt in die 800 ml Wasser geben, es könnte Klümpchen bilden und sich nicht richtig auflösen.
  2. Den Saft der Zitronen auspressen.
  3. Saft mit Kurkumawasser mischen und mit Honig nach Belieben abschmecken. Im Kühlschrank oder mit Eiswürfeln kühlen.

Tipp: Im Winter kannst du dir mit denselben Zutaten (etwas weniger Wasser) eine heiße Zitrone mit Kurkuma herstellen und nach dem Essen statt Verdauungsschnaps trinken.

Kurkuma anbauen

Genauso wie beim Ingwer, nutzt man bei Kurkuma das Rhizom, oder den Wurzelstock. Die Knollen aus dem Bio-Laden kannst du auch nutzen um deinen eigenen Kurkuma anzubauen und zu vermehren.

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Steckbrief

Kurzbeschreibung
Kurkuma, auch Gelbwurz genannt, ist der neue Star am Himmel der Naturheilkunde. Bei uns bisher eher wenig bekannt, birgt die gelbe Wurzel entzündungshemmendes Potential, das man sich als Unterstützung bei der Therapie von Entzündungen zu Nutzen machen kann. Auch als Gewürz bereichert es süße und herzhafte Gerichte mit herrlichem Aroma und einer kräftig gelben Farbe.
Lateinischer Name
Curcuma longa
Andere Namen
Gelbwurz, Gelber Ingwer, Safranwurzel, Gelbwurzel, Gilbwurz, Curcuma
Familie
Ingwergewächse (Zingiberaceae)
Giftigkeit
ungiftig
Inhaltsstoffe
Curcumin
Eigenschaften
entzündungs­­hemmend, gallenflussfördernd, verdauungsfördernd
Hilft bei
Arthrose, Entzündungen, Gallenschwäche, Verdauungsprobleme

5 Kommentare
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  1. Was leider den Wenigsten bekannt, aber sehr wichtig ist: bei Herzleiden darf Kurkuma NICHT verwendet werden.

    Antworten
    • Kostbare Natur
      Kostbare Natur

      Das ist nur bedingt richtig! Kurkuma ist nicht per se schlecht bei Herzproblemen, aber es kann mit bestimmten Medikamenten wechselwirken, wie fast alle Heilpflanzen. Wir ergänzen dazu einen entsprechenden Hinweis.
      Liebe Grüße

  2. KommentarLiese

    Ich liebe ja Kurkuma, besonders die Goldene Milch ist jetzt im Januar eine echte Wohltat an kalten Tagen. Es ist schön, bei euch immer wieder so wertvolle Anregungen zu finden!

    Viele Grüße,
    KommentarLiese

    Antworten
  3. Hallo Kostbare Natur, super Artikel über Kurkuma! Die Goldene Milch ist bei mir gerade in der kalten Jahreszeit total beliebt, besonders wenn ich frischen Ingwer reibe und kurz mitkoche – das gibt einen tollen extra Kick Wärme.
    Viele Grüße, Leif

    Antworten
  4. Die Goldene Milch klingt ja perfekt für die kommenden kalten Tage.
    Danke für die vielen nützlichen Tipps, die ihr hier immer wieder bereitstellt! Ich frage mich, ob die Bioverfügbarkeit des Curcumins bei frischer Kurkumawurzel anders ist als beim Pulver, selbst wenn man es mit Pfeffer kombiniert?

    Antworten

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