Fußpilz adé – mit dieser Wildkräuter-Tinktur zum Selbermachen
Fußpilz ist eine unangenehme Sache und meist schwierig zu behandeln. Oftmals helfen Pilzcremes aus dem Handel nur vorübergehend. Als bewährtes Mittel hat sich eine Wildkräutertinktur auf Alkoholbasis erwiesen. Diese hausgemachte Tinktur ist nicht gesundheitsschädlich und kann über einen längeren Zeitraum angewendet werden. Mit nur wenig Aufwand und etwas Geduld kannst du sie aus natürlichen Zutaten selbst herstellen.
Dreifach Pflanzenkraft gegen Fußpilz
1. Die Walnuss
Von der Walnuss sind uns vor allem die schmackhaften Früchte bekannt, doch für Heilzwecke haben auch die Walnussblätter einiges zu bieten. Bei äußerlicher Anwendung wirken sie fungizid und hautreinigend. Die beste Sammelzeit der Blätter ist der Juni, also lange bevor die Nüsse reif sind. Auch im Juli und August kannst du die Walnussblätter noch als Heilmittel gegen Fußpilz verwenden.

2. Ehrenpreis
Im Gegensatz zum großen Walnussbaum ist der Ehrenpreis ein winziges, unscheinbares Kräutlein, doch Heilkräfte hat es deshalb nicht weniger. Aus gutem Grund trägt das Wegerichgewächs den Namen “Allerweltsheil”. Ehrenpreis wirkt antibakteriell sowie fungizid und lässt sich daher gut gegen Fußpilz und andere Hautpilze verwenden. Zudem hat er als Fußbad genutzt einen positiven Einfluss auf übermäßigen Fußschweiß. Gesammelt wird das ganze Kraut auf Wiesen, Weiden und Ackerflächen mit oder ohne Blüten zwischen Februar und Oktober.

3. Beinwell
Beinwell ist ebenfalls ein wichtiges Heilkraut, wenn es um Pilzerkrankungen geht. Die fleischigen, saftigen Blätter sind nicht nur ein wertvoller Zusatz für die Tinktur, sondern lassen sich auch einfach frisch direkt auf der Haut anwenden. Beinwellblätter findest du von Mai bis September auf Feuchtwiesen, an Uferböschungen und auch im Garten, wo er sich rasch ausbreitet und leicht auch zur Plage werden kann.

Herstellung der Fußpilz-Tinktur
Für die Herstellung der Tinktur kannst du frische oder getrocknete Pflanzenteile verwenden.
Du benötigst:
- Blätter bzw. Kraut der oben genannten Pflanzen
- mindestens 40-prozentigen Alkohol, z.B. Wodka
- ein Schraubglas mit Deckel
So gehst du vor:
- Die Kräuter in feine Streifen schneiden und in das Glas füllen.
- Den Alkohol über die Kräuter geben, sodass diese ganz bedeckt sind.
- Das Glas verschließen.
- Bei Zimmertemperatur vier bis sechs Wochen ziehen lassen und gelegentlich schütteln.
- Kräuter abseihen.
- Die Tinktur zur Lagerung in ein dunkles Glas füllen und lichtgeschützt aufbewahren.
Die Tinktur trägst du einfach mit einem Wattestäbchen oder deinen Fingern einmal bis mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen auf.
Kennst du noch weitere Kräuter oder Rezepte mit Kräutern gegen Fußpilz? Über einen Kommentar von dir würden wir uns sehr freuen.
Wenn du mehr über die Heilkraft von Pflanzen erfahren willst, dann schau doch einmal in diese Beiträge:
Liebes Team, vielen Dank für diesen wirklich hilfreichen Beitrag! Das Thema ist leider oft aktueller, als man denkt. Ich sammle die Walnussblätter und den Ehrenpreis im Sommer immer schon vorsorglich und trockne sie, damit ich auch in der kalten Jahreszeit eine gute Basis für so eine Tinktur habe. So ist man immer bestens ausgerüstet und kann bei Bedarf gleich loslegen. Eine konsequente Anwendung morgens und abends hat bei mir übrigens auch schon Wunder gewirkt.
Liebe Grüße, Jens
Hallo Kostbare Natur, das klingt wirklich nach einer cleveren Alternative zu den üblichen Mitteln. Ich frage mich, ob die Tinktur auch vorbeugend gut funktioniert, wenn man eher anfällig dafür ist? Bin gespannt auf eure Erfahrungen! 🤔
Viele Grüße, Wortfee
Das haben wir noch nicht getestet, aber einen Versuch ist es sicher wert!
Liebe Grüße
Ich möchte gerne für meine Familie eine Tinktur machen, doch es ist zu spät im Jahr um diese Kräuter/Pflanzen zu sammeln. Kann ich auch mit getrockneten Pflanzen arbeiten?
Eigentlich ist jetzt noch der richtige Zeitpunkt, um diese Pflanzen zu finden. Auch die Walnussblätter sind noch verwendbar, auch wenn ihre Wirkung früher im Jahr intensiver ist. Man könnte auch getrocknete Pflanzenteile benutzen, wobei frische stets einen höheren Wirkstoffgehalt aufweisen.
Liebe Grüße
Es ist gut, dass es solche wertvollen Tipps gibt. Vor Jahunderten hatten die Menschen mit selbst hergestelltenTinkturen oftmals einen ähnlichen Erfolg, wie heute die Schulmedizin.