Schlehenblütenöl selber machen für sanfte Hautpflege
Schlehenblütenöl ist eine natürliche Möglichkeit, die Kraft regionaler Pflanzen für deine Hautpflege zu nutzen. Wenn du es selbst herstellst, weißt du genau, welche Zutaten enthalten sind, und du verzichtest dabei auf unnötige Zusatzstoffe.
Die zarten Blüten der Schlehe werden in der Naturkosmetik traditionell für ihre hautberuhigenden und pflegenden Eigenschaften geschätzt. Als Ölauszug entsteht ein mildes, feuchtigkeitsspendendes Pflegeöl, das sich besonders für empfindliche oder beanspruchte Haut eignet.
Schlehenblütenöl selber machen
Für den Ölauszug eignen sich besonders Mandelöl oder Olivenöl, da sie die Wirkstoffe der Blüten gut aufnehmen und gleichzeitig pflegend wirken. Mandelöl ist dabei die mildere Wahl, zieht schnell ein und eignet sich besonders für empfindliche oder trockene Haut. Olivenöl ist etwas reichhaltiger, schützt die Haut intensiver und passt gut bei sehr trockener oder strapazierter Haut. Wichtig ist, ein hochwertiges, kaltgepresstes Bio-Öl zu verwenden, damit die Qualität deines Schlehenblütenöls möglichst hoch ist.
Folgendes wird für das Schlehenblütenöl benötigt:
- ca. 50–70 g frische Schlehenblüten
- ca. 250 ml hochwertiges Pflanzenöl (z. B. Mandelöl oder Olivenöl)
- 1 sauberes, ausgekochtes Schraubglas (ca. 300–400 ml Fassungsvermögen)

Benötigte Zeit ohne Ziehzeit: 10 Minuten
So einfach stellst du dein eigenes Schlehenblütenöl her:
- Blüten sammeln
Die Schlehenblüten an einem sonnigen Tag sammeln und darauf achten, dass sie trocken sind. Lasse die frisch gesammelten Blüten für ca. 12-24 Stunden auf einem Tuch anwelken, damit überschüssige Feuchtigkeit entweicht. Dies verhindert Schimmelbildung im Ölauszug.
- Ins Glas geben
In ein sauberes Glas geben und leicht andrücken. Mit Öl vollständig bedecken, sodass keine Blüten mehr herausragen.
- Ziehen lassen
Das Glas verschließen und für 2–3 Wochen ziehen lassen. Zwischendurch gelegentlich schütteln. Lasse das Glas an einem warmen, aber vor direktem Sonnenlicht geschützten Ort ziehen, um die Oxidation des Öls zu vermeiden.
- Abseihen
Nach der Ziehzeit das Öl durch ein feines Sieb oder Tuch abseihen und in eine dunkle Flasche (Braunglas) füllen.
Das fertige Öl ist bei kühler und dunkler Lagerung etwa 6 bis 12 Monate haltbar (orientiere dich am Mindesthaltbarkeitsdatum deines Basisöls). Riecht das Öl ranzig oder bilden sich Schlieren, entsorge es bitte sofort.
Anwendung des Schlehenblütenöls
Das Schlehenblütenöl kannst du täglich oder nach Bedarf auf die Haut auftragen. Für die Pflege genügt eine kleine Menge – ein bis zwei Tropfen pro Handfläche reichen für Gesicht oder Hals, bei größeren Hautpartien entsprechend mehr.
Es wird traditionell zur Beruhigung beanspruchter Haut eingesetzt und kann reizlindernd und feuchtigkeitsspendend wirken. Die enthaltenen Inhaltsstoffe der Blüten unterstützen sanft die Hautpflege, sorgen für ein glattes Hautgefühl und eignen sich besonders für empfindliche oder leicht gereizte Haut1.
Tipp: Du kannst aus dem Schlehenblütenöl auch eine erfrischende Schüttellotion herstellen, die sich besonders für empfindliche Haut eignet.
Viele weitere Anwendungen mit dem Schwarzdorn findest du in unserem Buch:
Wofür verwendest du die Blüten und Beeren des Schwarzdorns am liebsten? Teile deine Tipps und Rezepte in einem Kommentar!
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- Bährle-Rapp M., Springer Lexikon Kosmetik und Körperpflege. (2012). Springer ↩︎
