Rotklee-Salbe einfach selber machen
Rotklee ist weit verbreitet, die rosa bis violetten Blüten sind von Mai bis Juli auf fast jeder Wiese zu finden. Dass in den Blüten viel mehr steckt als Tierfutter, wissen jedoch die wenigsten. Rotklee wird traditionell als Frauenpflanze geschätzt, da er Phytoöstrogene enthält, die bei innerlicher Anwendung begleitend bei Menstruations- und Wechseljahresbeschwerden eingesetzt werden. In der Naturkosmetik werden Rotkleeblüten außerdem zur Pflege empfindlicher Haut genutzt.
So kannst du die Wirkstoffe des roten Wiesenklees für deine natürlichen Hautpflege nutzen.
Rotklee-Salbe selbst herstellen
Für die Salbe benötigst du folgende Zutaten:
- 100 ml Rotklee-Pflanzenöl-Auszug
- 5 g Bienenwachs (vom lokalen Bio-Imker oder online erhältlich)
- 10 g Lanolin (Wollwachs, gibt es in der Apotheke oder online)
- kleine Schraubgläser oder Salbentiegel

So stellst du eine Rotöl-Salbe her:
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Rotkleeöl, Bienenwachs und Lanolin in ein Glas geben und in einem Wasserbad langsam gerade so weit erwärmen, bis alle Zutaten geschmolzen sind.
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Einige Tropfen auf einem Teller erkalten lassen um die Konsistenz der Salbe prüfen. Sollte sie zu weich sein, dann gib mehr Wachs in die Mischung. Falls sie zu fest ist, füge etwas Öl dazu und teste erneut.
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In desinfizierte Tiegel abfüllen, beschriften und an einem dunklen, kühlen Ort verwahren

Anwendung der Rotklee-Salbe
Isoflavonhaltige Pflanzen wie Rotklee werden in der Naturkosmetik häufig zur Unterstützung der Hautfeuchtigkeit verwendet. Besonders für Frauen in den Wechseljahren hilft eine Rotklee-Salbe traditionell, die Zeichen der Hautalterung zu mindern, obwohl dafür klinische Studien fehlen.1
Viele weitere Rezepte für selbstgemachte Pflegeprodukte findest du in unseren Buchtipps:
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- Carneiro JL et al. (2020). The effects of estrogens and phytoestrogens on human skin and its topical use for prevention of skin aging – Literature Review ↩︎


Darf man für den geschmack 100%naturreine ätherische öle beimischen?
Hallo,
Habe heute die Salbe hergestellt und mich zum Abend gleich damit eingecremt. Ich finde sie hinterlässt einen ziemlichen ‘Fettfilm’ auf der Haut. (Hab etwas Sheabutter zugefügt)
Ist das normal oder sollte ich noch etwas warten? Oder was könnte ich noch verändern?
Hallo Madeleine, das hängt wirklich sehr stark von den verwendeten Ölen ab und Sheabutter zieht in der Tat langsam aber dafür besonders tief in die Haut ein. Eine kurze Einführung zu verschiedenen Pflanzenölen für unterschiedliche Hauttypen findest du hier: https://www.smarticular.net/pflanzliche-oele-fuer-hautpflege-produkte-zum-selber-machen/
Eine kurze Frage…kann ich das Lanolin durch Sheabutter oder Kakaobutter ersetzen? Möchte es bei Neurodermitis verwenden…Vielen Dank 🙂
Ja das geht. Du müsstest gegebenenfalls etwas mit der Menge experimentieren, damit du eine Konsistenz erreichst, die dir zusagt.