Rotkleeöl selber machen – für eine straffere und glattere Haut
Dir sind sicher schon die hübschen rosa Blüten des Rotklees aufgefallen, welche von Mai bis Juli auf fast jeder Wiese zu sehen sind. Rotklee wird traditionell als Frauenpflanze geschätzt, da er Isoflavone enthält. Diese pflanzlichen Stoffe ähneln in ihrer Struktur dem Hormon Östrogen, das eine zentrale Rolle für eine gut durchfeuchtete, elastische Haut spielt.1
Während die positive Wirkung von Östrogen auf die Haut gut erforscht ist, beruht die Anwendung von Rotkleeöl in der Hautpflege vor allem auf Erfahrungswerten aus der Naturkosmetik.
Einen Pflanzenöl-Auszug kannst du ganz leicht selbst herstellen und das ganze Jahr über für deine Gesundheit nutzen.
Rotkleeöl herstellen
Für das Rotkleeöl brauchst du nichts weiter als ein Glas mit frisch gesammelten Rotkleeblüten und ein geeignetes Basisöl für deinen Hauttyp, wie zum Beispiel Olivenöl für trockene oder Mandelöl für empfindliche Haut.
So setzt du den Ölauszug an:
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Rotkleeblüten sammeln und für ein paar Stunden im Schatten liegen lassen, damit kleine Krabbeltiere noch fliehen können.
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In ein Glas geben und so weit mit Öl aufgießen, dass alle Pflanzenteile bedeckt sind.
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Das Glas in ein Wasserbad stellen und vorsichtig erhitzen. Besonders schonend löst du die Wirkstoffe bei einer Temperatur um circa 40 °C.
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Etwa 90-120 Minuten lang im Wasserbad ziehen lassen.
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Danach von Herd nehmen und für weitere zwei bis drei Tage verschlossen bei Zimmertemperatur ziehen lassen.
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Die Blüten durch einen Filter oder Nussmilchbeutel abseihen und das Öl in Braunglasflaschen abfüllen.
Tipp: Deutlich schonender löst du die Wirkstoffe des Rotklees ohne Erhitzen. Ein Kaltauszug nimmt aber auch mehr Zeit in Anspruch. Dafür musst du die Blüten vor der Zubereitung trocknen. Die mit Öl übergossenen Blüten werden nicht erhitzt. Lasse sie drei bis fünf Wochen an einem warmen, aber schattigen Ort stehen und schüttle das Glas täglich einmal. Das Schütteln hilft, die Wirkstoffe besser herauszulösen und Schimmelbildung zu verhindern.
Bei der Haltbarkeit deines selbst gemachten Rotkleeöls kannst du dich am ursprünglichen Verfallsdatum des Basisöls orientieren.
Anwendung des Rotkleeöls
Eine tägliche Massage mit Rotkleeöl der betroffenen Körperstellen pflegt die Haut und regt die Durchblutung an. Eine sehr sparsame Dosierung ist ausreichend, zu viel Öl würde hingegen nur langsam einziehen und die Haut fettig erscheinen lassen.
Bei hormonabhängigen Erkrankungen oder während Schwangerschaft und Stillzeit sollte Rotklee vorsorglich nicht regelmäßig angewendet werden.
Den Rotklee-Pflanzenöl-Auszug kannst du aber auch weiter verarbeiten, zum Beispiel zu einer Rotkleesalbe oder als Bestandteil einer selbst gemachten Creme.
Viele weitere Rezepte für selbstgemachte Öle und Salben findest du in unseren Buchtipps:
Hast du schon einmal Rotklee gesammelt? Wie verwendest du ihn?
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- Carneiro JL, Cunha MG, Haddad A, Francischelli Neto M. The effects of estrogens and phytoestrogens on human skin and its topical use for prevention of skin aging – literature review. Surg Cosmet Dermatol. 2020. ↩︎



Danke für die Tipps. Habe jetzt auch angefangen, Heilkräuter zu sammeln und zu nutzen. Meist gieße ich ein Blatt Frauenmantel, 2 Rotkleeblüten und Minze oder eine Johanneskrautblüte zusammen auf. Es braucht echt nicht viel und wirkt Wunder bei Frauenleiden.
Hallo Steffi,
Weißklee unterscheidet sich in seiner Heilwirksamkeit von Rotklee.
Google mal 😉
Grüße.
Hallo und vielen Dank für diesen tollen Beitrag!
Ich bin heute losgezogen zu der Stelle wo ich wusste das da Rotklee steht (es ist hier wirklich nur 1 kleine Stelle) – leider fast alles schon verblüht vorgefunden. 🙁 Kann ich auch mit weißen Kleeblüten auffüllen?
Freu mich auf eine Antwort.
Liebe Grüße,
Steffi 🌻