Grüne Energiekugeln mit Wildkräutern als gesunde Snacks
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Energiekugeln aus Trockenfrüchten und Nüssen sind mittlerweile ziemlich bekannt und im Handel vielerorts erhältlich. Unter Zugabe von Wildkräutern kannst du eine besonders reichhaltige Variante des Powersnacks ganz einfach selbst herstellen.

Wie der Name schon sagt, liefern diese kleinen Kugeln schnell Energie und die Vitalstoffe der Wildkräuter steigern die Leistungsfähigkeit für kleine und große Herausforderungen im Alltag.

Energiekugeln mit Wildkräutern enthalten viel Grünmasse und sind besonders für Liebhaber gedacht. Für Wildpflanzen-Neulinge und Menschen, die einen milderen Geschmack bevorzugen, kann ich diese Fruchtriegel mit Wildkräutern empfehlen.

Geeignete Wildkräuter für grüne Energiekugeln

Grundsätzlich kannst du alle essbaren Wildkräuter in den Energiekugeln verarbeiten. Viele Kräuter eignen sich jedoch wegen ihres intensiv-herben Geschmacks nur zum Beimischen in geringer Menge. Folgende Kräuter kannst du für eine gute Basis nutzen:

  • Allen voran die vielfältige Brennnessel. Sie hat einen milden Geschmack und ist ausgesprochen reich an Mineralien und Vitaminen. Brennnesseln kannst du während der gesamten Vegetationsperiode fast überall ernten. Zur Verwendung eignen sich sowohl das Grün als auch Blüten und Samen. Im Spätsommer und Herbst sind die Brennnesselsamen gesunde Eiweißspender.
  • Junge Malvenblätter und -blüten lassen sich ebenfalls gut zu Energiekugeln verarbeiten. Sie sind gut verträglich und haben einen angenehmen, milden Geschmack. Ein hoher Anteil an Schleimstoffen macht die Malve zu einem wertvollen Nahrungsmittel bei gereiztem Magen und Darm.
  • Wiesenlabkraut und Echtes Labkraut sind sehr mild und zart im Geschmack, unterstützen den Körper beim Ausscheiden von Giftstoffen und mindern Nervosität und depressive Verstimmungen. Labkräuter gehören zu den Wildkräutern, die du auch im Winter sammeln kannst.
  • Vogelmiere gehört ebenfalls zu den milden Kräutern, die das ganze Jahr über geerntet werden können. Sie versorgt den Körper mit Kalium, Phosphor und Vitamin C sowie weiteren Mineralien und Vitaminen. Darüber hinaus besitzt sie einen hohen Gehalt an Chlorophyll und wirkt blutreinigend.

Herstellung der Energiekugeln

Die Energiekugeln können sowohl mit frischen als auch mit getrockneten Kräutern zubereitet werden.

Energiekugeln mit trockenen Kräutern

Um Energiekugeln aus trockenen Kräutern herzustellen, benötigst du gut durchgetrocknete Kräuter, welche du in einem Mixer zu Pulver vermahlst. Das Grundrezept erfordert eine entkernte Dattel je gehäuftem Esslöffel Pflanzenpulver. Zur Verfeinerung kannst du folgende optionale Zutaten hinzufügen:

Und so gehst du vor:

  1. Die Datteln mindestens zwei Stunden in wenig Wasser einweichen und anschließend mitsamt dem Einweichwasser zu einem Brei mixen.
  2. Mit dem Pflanzenpulver sowie weiteren optionalen Zutaten zu einer gut formbaren Masse verrühren.
  3. Aus dieser Masse mit angefeuchteten Händen kleine Kugeln formen.

Deine fertigen Energiekugeln kannst du optisch aufwerten, indem du sie abschließend in kleingeschnittenen Blüten wälzt.

Energiekugeln mit frischen Kräutern

Wenn du Kugeln für den sofortigen Verzehr zubereitest, dann nutze am besten frische Kräuter. So bleiben alle Vitalstoffe der Pflanzen erthalten und die Kugeln schmecken frisch und saftig. Du benötigst dazu:

  • etwa zwei Handvoll frische Kräuter, nimm mindestens ⅔ milde Basiskräuter
  • 4-6 eingeweichte Datteln
  • etwa 8 EL Kokosraspeln oder gemahlene Nüsse
  • 1 TL Zitronensaft
  • optional Gewürze, Kakao und Blüten

So gehst du vor:

  1. Kräuter, Datteln und Zitronensaft in einen Mixer geben und fein zerkleinern.
  2. Das entstehende Mus mit Kokosflocken vermischen, so dass eine feste, knetbare Masse entsteht.
  3. Weitere Zutaten nach Wunsch dazugeben, Kugeln formen und in Blüten oder Kakao wälzen.

Haltbarkeit der Energiekugeln

Energiekugeln aus frischen Kräutern sollten zeitnah verzehrt werden. Wenn du trockene Kräuter zur Herstellung verwendest, sind die Kugeln etwa vier Tage haltbar. Die Haltbarkeit lässt sich steigern, indem du die Kugeln mit einem Dörrgerät trocknest, achte dabei auf eine schonende Trocknung unter 40 °C. Ich nutze dieses Gerät mit Temperatureinstellung.

Naschkatzen freuen sich über einen Schokoladenguss auf den getrockneten Energiekugeln. Dazu legst du die Kugeln für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Schmelze anschließend etwas Schokolade, überziehe die Energiekugeln damit und stelle sie noch einmal in den Kühlschrank, bis die Schokolade fest ist.

Die leckeren, kleinen Energiebündel aus dem Bioladen kannst du auch einfach selbst zubereiten. Hier mein Rezept für Energiekugeln mit Wildpflanzen!

So einfach stellst du wahre Grüne Energiebomben her! Hast du das Rezept probiert und nach deinem Geschmack abgewandelt? Wir freuen uns sehr über deine Kommentare!

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