Quittengelee: einfaches Rezept mit vollem Aroma

Quittengelee selber machen – einfaches Rezept mit Quitten, Gelierzucker und Zitrone. Perfekt für den Vorratsschrank oder als Geschenk.

Duften deine Quitten auch so intensiv nach Äpfeln und Sonne? Dann wird es Zeit, sie zu verarbeiten. Quittengelee ist nicht nur ein beliebter Brotaufstrich, sondern auch eine wunderbare Zutat für Gebäck oder Saucen. Hier erfährst du, wie du ihn ganz einfach selbst kochst.

Wenn Quitten in der Küche liegen, riecht es sofort nach Spätsommer. Ihr Aroma ist einzigartig – ein bisschen wie Apfel, Birne und Rose zusammen. Viele schrecken davor zurück, weil sie roh nicht genießbar sind. Doch verarbeitet entfalten sie ein echtes Feuerwerk an Geschmack.

Quittengelee: einfaches Rezept mit vollem Aroma

Rezept von Eva BrauckmannGang: Ernährung
Portionen

4

Portionen
Zubereitungszeit

30

Minuten
Kochzeit

40

Minuten
Kalorien

300

kcal

Quittengelee besticht durch seine leuchtend goldene Farbe und den fein-herben Geschmack. Es ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern auch richtig lecker.

Zutaten

  • 1,5 kg frische Quitten

  • 1 Zitrone (Saft)

  • 500–750 g Gelierzucker 2:1 (je nach gewünschter Süße)

  • Wasser zum Kochen

Zubereitung

  • Quitten gut abreiben, um den feinen Flaum zu entfernen. Danach grob zerteilen – Schale, Kerngehäuse und alles darf mit rein.
  • Die Stücke in einen großen Topf geben und mit Wasser bedecken, bis die Früchte gerade so schwimmen.
  • Etwa 45 Minuten bei mittlerer Hitze weich kochen.
  • Alles durch ein feines Sieb oder ein sauberes Tuch abgießen und den Saft auffangen. Nicht drücken, damit das Gelee klar bleibt.
  • Den gewonnenen Saft abmessen. Pro Liter Saft etwa 500–750 g Gelierzucker verwenden.
  • Saft, Zitronensaft und Zucker in einen Topf geben, unter Rühren zum Kochen bringen. Mindestens vier Minuten sprudelnd kochen lassen.
  • Gelierprobe machen: Einen Tropfen auf einen kalten Teller geben. Wird er fest, ist das Gelee fertig.
  • In sterile Gläser füllen, sofort verschließen und für fünf Minuten auf den Kopf stellen.

Notizen

  • Du kannst den Geschmack mit einer Vanilleschote oder Zimtstange verfeinern. Auch ein Schuss Weißwein im Saft sorgt für eine spannende Note. Wenn du magst, mische etwas Apfel- oder Birnensaft unter, dann kannst du etwas Zucker weglassen.

Warum Quitten so wertvoll sind

Quitten enthalten viele Gerbstoffe, die ihre heilende Wirkung vor allem auf den Magen-Darm-Trakt entfalten.1 Sie sind reich an Vitamin C, Kalium und Pektin – letzteres sorgt ganz nebenbei für eine natürliche Gelierkraft. Quitten gelten traditionell als stärkend und beruhigend. Früher wurden sie sogar gegen Erkältung und Fieber eingesetzt.

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Hast du Quittengelee schon mal selbst gemacht? Oder kennst du eine besondere Verfeinerung? Schreib uns gerne in die Kommentare!

Wenn du jetzt Lust bekommen hast, weiterzulesen, dann wirf auch einen Blick in diese Beiträge:

  1. Silva, S., Gomes, L., & Pintado, M. (2023). Nutritional and bioactive composition, nutraceutical potential, food and packaging applications of Cydonia oblonga and its byproducts: A review. Journal of Food Engineering, 338, Article 111248. ↩︎
Quittengelee selber machen – einfaches Rezept mit Quitten, Gelierzucker und Zitrone. Perfekt für den Vorratsschrank oder als Geschenk.

Über mich

Seit einigen Jahren widme ich mich leidenschaftlich der Heilkräuterkunde. Ich experimentiere mit verschiedenen Methoden, um ihre Kräfte zu nutzen: von Räucherungen und Tees bis hin zu Salben und Ölauszügen. Meine Erfahrungen teile ich hier gerne mit dir und freue mich auf dein Feedback, um jeden Tag etwas Neues zu lernen.

7 Kommentare
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  1. Wir haben Apfel-Quitten im Garten. Da die Bäume immer sehr voll hängen, verarbeiten wir nur einen kleinen Teil und könnten gut einige Früchte verschenken. Vielleicht hast du ja in der Nachbarschaft die Möglichkeit jemanden danach zu fragen.

    Ich gebe dem Saft gerne klein geschnittenen Ingwer vor dem Kochen hinzu. Das ist eine leckere Variante, die gerade bei diesem Obst gut schmeckt.

    Antworten
  2. Ich liebe Quittengelee. Ich nehme für den Geschmack auch Zimt und noch 1Sternanis und 6 Nelken dazu. Der Gelierzucker 2 zu 1 reicht locker für 750ml Quittensaft.
    Einfach lecker.

    Antworten
  3. Lilith-le-Fey

    Ich habe 60 kg Birnen Quitten geerntet und zu Gelee Creme und essig verarbeitet 🤣
    Aber ich mach in das gelee keine Zitrone mehr rein. Wir mögen es lieber pur. Schmeckt super auch zu Käse.

    Antworten
  4. Ich habe große Lust das Quittengelee zu machen.
    Aber da ich mich gerne so natürlich und vollwertig ernähren möchte wie möglich, stolpere ich über die großen Mengen Industriezucker die ich nicht verwenden möchte. Selbst das Erhitzen zerstört einen Teil der enthaltenen wertvollen Vitalstoffe. Hast du eine Idee, wie ich es am besten anstellen könnte?

    Antworten
    • Eva Brauckmann
      Eva Brauckmann

      Ein guter Punkt! Du hast Recht: Im Rezept habe ich 500–750 g Gelierzucker pro Liter Saft angegeben, je nach gewünschter Süße. Wer es noch weniger süß möchte, kann ruhig am unteren Ende der Skala bleiben oder einen Teil Apfel- oder Birnensaft zum Ausgleich nehmen (siehe „Notizen“ im Rezept). Oder man verwendet Gelierzucker mit einem kleineren Zuckerverhältnis (z. B. 2:1 → 3:1). Danke dir fürs Feedback – ich werde beim nächsten Mal eine Variante mit reduzierter Süße ergänzen!

  5. Liebe Eva,

    ich habe mit großer Begeisterung Dein Quittengelee Rezept erhalten.

    Wie Du sicherlich weißt, gibt es 2 Quittenarten die identisch von außen aussehen. Das eine ist die Birnenquitte mit goldfarbenen Saft und die Apfelquitte mit roten Saft. Ich habe nur ein Mal Apfelquitten kaufen können. Alle anderen Käufe waren Birnenquitten. LEIDER! Ich finde die Apfelquitte 100 mal besser im Geschmack als die Birnenquitten.

    Kannst Du mir bitte sagen wo Du Deine Apfelquitten gekauft hast? Dann fahre ich dann hin kaufe mir diese.

    Ich finde Deine Newsletter wirklich ganz toll. Herzlichen Dank dafür. Man lerne nie aus!

    Liebe Grüße aus München

    Isabella

    Antworten
    • Eva Brauckmann
      Eva Brauckmann

      Liebe Isabella,
      wie schön, dass dir das Rezept gefallen hat – und danke für deinen lieben Kommentar!
      Apfelquitten sind tatsächlich etwas seltener zu finden. Ich bekomme sie manchmal auf dem Wochenmarkt. Aber tatsächlich nutze ich häufiger die – wie ich finde – aromatischen Birnenquitten.
      Ich drücke die Daumen, dass du bald wieder welche findest.
      Herzliche Grüße,
      Eva

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