Fruchtige Pastasauce aus heimischen Hagebutten

Hagebutten gehören zu den gesündesten, heimischen Früchte, fristen aber im Herbst an Wegrändern ein Schattendasein. Warum nicht mal eine Hagebuttensauce?

Tomaten wachsen im Sommer, zumeist im Gewächshaus, auch bei uns. Die Tomaten für die hier so beliebte Tomatensauce kommen allerdings von weit her und haben in Gläser, Tuben oder Dosen verpackt schon einige 100 Kilometer hinter sich, bevor sie auf unseren Tellern landen. Hagebutten sind zwar keine “Tomaten des Nordens”, doch für Tomatensauce eignen sie sich prima.

Hagebutten enthalten 1250 mg Vitamin C auf 100 g Fruchtmark, das ist 20-mal mehr als in Zitronen. Gefüllt mit vielen weiteren Vitaminen und Mineralstoffen, wie Magnesium und Eisen, helfen sie bei Appetitlosigkeit, Harnwegserkrankungen, Fieber und Infektionen. Gerade im Herbst, wenn die Hagebutten reif sind, macht oft eine erste Grippewelle ihre Runde. Hagebutten helfen dir, das Immunsystem gegen solche Infekte zu stärken.

Weitere Vorteile der heimischen Früchte sind, dass keine Verpackungsmaterialien nötig sind und sie dir kostenfrei zur Verfügung stehen. Und das Beste: Hagebuttenmark hat ohne irgendeine weitere Zutat eine cremige Soßenkonsistenz. Kein Anrühren mit Mehl, Soßenbinder oder ähnlichem ist nötig!

Wir kennen Hagebutten meist nur süß, mit diesem herzhaften Rezept kommt Abwechslung in die Küche. Ich gebe zu, etwas mehr Arbeit macht die Sauce schon, im Gegensatz zur “normalen” Tomatensauce, doch als meine Tochter sagte: “Schmeckt besser als die normale”, wusste ich: Es hat sich gelohnt!

Fruchtige Hagebutten-Pasta-Sauce

Die Zubereitung ist ganz leicht. Am einfachsten ist es, die leuchtend roten Früchte im reifen Zustand mit einer Schere vom Strauch zu schneiden, da der Strauch viele Stacheln hat.

Du benötigst für etwa 800 ml Sauce:

  • 500 g Hagebutten (ganze Früchte)
  • Gewürze wie Majoran, Oregano, Paprika, Bohnenkraut oder Thymian
  • eine Zwiebel, klein geschnitten
  • 100 ml Sahne oder Sojacreme
  • Pürierstab
  • ein Sieb
  • eine Mullwindel

Hagebutten gehören zu den gesündesten, heimischen Früchte, fristen aber im Herbst an Wegrändern ein Schattendasein. Warum nicht mal eine Hagebuttensauce?

Zubereitung Schritt für Schritt:

  1. Hagebutten mit 500 ml Wasser 15 Minuten kochen
  2. Mit dem Pürierstab zerkleinern
  3. Masse durch das Sieb streichen
  4. Aufgefangenes Hagebuttenmark durch eine Mullwindel pressen, damit alle Kerne und Härchen herausgefiltert werden
  5. Die Pressrückstände nochmals mit 500 ml Wasser aufkochen, Herd ausschalten und den Topf auf der Platte langsam abkühlen lassen
  6. Abgekühlte Fruchtmasse ebenso durch die Mullwindel filtern und gut auspressen
  7. Zwiebel in etwas Öl glasig dünsten, Hagebuttenmark hinzugeben und mit den Gewürzen sowie Salz und Pfeffer abschmecken
  8. Zum Schluss Sahne einrühren

Dazu passen Nudeln oder Spaghetti. Kreiere aus der Pastasauce deine Lieblingssauce, z.B. mit Parmesan, Oliven oder Käse.

Die Kerne solltest du übrigens nicht wegwerfen, sondern gesunden Kernlestee zubereiten.

Wie schmecken Hagebutten dir am besten?

3 Kommentare Kommentar verfassen

  1. Meine liebste Art Hagebutten zu geniessen ist der Tee, den ich aus getrockneten ganzen und im Mixer grob zerkleinerten Hagebutten herstelle und dann mit Bio Apfelsaft (aus dem 5L Sack) und manchmal zusätzlich frisch gepresstem Orangensaft vermischt warm oder kalt trinke :
    Hagebutten über Nacht in kaltem Wasser einweichen,
    am Morgen ca.5 Minuten (Gasherd 7min) zugedeckt sieden lassen (Feuer wenns kocht klein stellen) und dann weitere 5min auf der heissen Herdplatte weiter ziehen lassen, absieben, ev. in Thermoskrug abfüllen. Es kann nach Belieben auch etwas Zimtstange mitgekocht werden.
    Gläser zu 2/3 mit Hagebuttentee und zu 1/3 mit Apfelsaft füllen (oder 1/3 Tee, 1/3 Apfelsaft, 1/3 frischgepresster Orangensaft).
    Mein Lieblingsgetränk!

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  2. Chruetliwern
    Chruetliwern

    Hallo, es wird nicht zerstört, das passiert erst ab etwa 170 °C. Es wird nur aus der Frucht herausgewässert, wo auch immer es drin kocht. Verwendet man den Sud mit, hat man kaum etwas vom Vitamin C verloren. Beim Kochen oder Dünsten von Gemüse sollte man also immer versuchen, den Sud mit zu verwenden oder ihn für einen anderen Zweck aufzuheben.

    Antworten
  3. Das klingt ja lecker, aber ich habe eine Frage: Ich war bisher der Meinung, Das Vitamin C beim Erhitzen zerstört wird…

    Antworten

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