Rohe und unreife Holunderbeeren nicht essen 5/5 (1)
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Nachdem uns der Holunder im Frühjahr mit wohlriechenden, gesunden Blüten beschenkt hat, können wir im August und September seine gehaltvollen Beeren ernten. Sie zeichnen sich durch einen besonders hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, Vitamin C und Eisen aus.

Du findest den Schwarzen Holunder an Waldrändern, Wegrändern und entlang Hecken und Flussufern. Auch in vielen Gärten wird der Strauch angebaut. Früher galt er als Schutzstrauch, der Geister und Dämonen fernhielt. Es war Brauch, seinen Hut vor ihm zu ziehen und manche Menschen boten ihm sogar Opfergaben dar, um schnellere Heilung von langwierigen Krankheiten zu erfahren.

Bis heute geblieben ist die Wertschätzung für Blüten und die überaus gesunden, schwarzen Beeren des Holunders.

Doch Achtung: Im Gegensatz zu den Holunderblüten, die sich sowohl roh als auch gekocht oder gebacken verwenden lassen, sind unverarbeitete Holunderbeeren giftig. Sie enthalten das cyanogene Glycosid Sambunigrin, das in Gegenwart von Wasser giftige Blausäure abspaltet. Magenschmerzen, Erbrechen und Übelkeit können die unschöne Folge des Verzehrs roher Holunderbeeren sein. Erst durch Erhitzen wird dieser toxische Stoff unschädlich gemacht. Deshalb solltest du auf den Verzehr größerer Mengen der frischen, rohen Beeren in der Natur verzichten.

Besonders unreife Früchte enthalten viel Sambunigrin und der richtige Erntezeitpunkt will gut abgepasst sein. Sammle nur Dolden, die fast ausschließlich durchgefärbte Beeren aufweisen. Die ganze Dolde kann vom Strauch gelöst oder geschnitten und dann zu Hause zu Saft, Gelee oder anderen Leckereien verarbeitet werden. Falls du die Beeren in Gebäck oder Marmelade nutzen möchtest, empfiehlt sich das Lösen der einzelnen Früchte mit einer Gabel.

Hier findest du eine Liste unserer liebsten Rezepte für Holunderbeeren.

Hast du noch andere Tipp für die schwarzen Beeren oder Rezepte für andere Pflanzenteile des Holunders? Dann hinterlasse uns einen Kommentar!

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