After-Sun-Öl selbstgemacht: Erste-Hilfe bei Sonnenbrand
Nach einem ausgiebigen Tag in der Sonne sehnt sich unsere Haut nach Kühlung, Feuchtigkeit und Pflege. Selbst wenn man sich gut schützt, kann Sonne die Haut reizen und austrocknen. Ein selbstgemachtes After-Sun-Öl auf Basis des Johanniskrauts pflegt die strapazierte Haut in der Abheilungsphase und unterstützt die Regeneration, wenn die akute Hitze abgeklungen ist.
Tipp: Wer einige einfache Regeln beachtet, kann von der positiven Wirkung der Sonne auf unsere Gesundheit profitieren, ohne der Haut zu schaden.
Johanniskrautöl ansetzen
Zur Herstellung des After-Sun-Öls benötigst du folgende Zutaten und Utensilien:
- 50 ml Johanniskraut-Öl
- 5 Tropfen Vitamin E (Tocopherol)
- 5 Tropfen ätherisches Lavendelöl
- Braunglasflasche, z.B. diese
Die Zubereitung dauert nur wenige Sekunden – einfach alle Zutaten in die Flasche geben und kräftig schütteln.
Johanniskraut-Öl lässt sich aus einem hochwertigen Pflanzenöl und frischen Johanniskraut-Blüten leicht selbst herstellen. Bis sich die Wirkstoffe im Öl gelöst haben, dauert es allerdings mehrere Wochen. Wenn es schnell gehen soll, kannst du alternativ ein Johanniskraut-Öl aus dem Handel verwenden.

Anwendung des After-Sun-Öls
Wenn die akute Hitze des Sonnenbrands nach ein bis zwei Tagen abgeklungen ist und die Haut zu spannen beginnt, kannst du das Öl zur Pflege auftragen. Besonders empfehlenswert ist eine Anwendung vor dem Zubettgehen, denn dann wirken die heilsamen Wirkstoffe über Nacht und helfen der Haut, sich selbst zu heilen.
Achtung: Trage das Öl niemals auf frische, heiße Sonnenbrände auf! Fette und Öle stauen die Hitze in der Haut und können die Verbrennung verschlimmern. Nutze in der Akutphase stattdessen kühlende, wasserbasierte Gele.
Wichtig: Die natürlichen Stoffe im Johanniskraut wirken nicht nur schmerzlindernd und entzündungshemmend1, sie erhöhen auch die Lichtdurchlässigkeit der Haut und machen sie so empfindlicher gegenüber Sonne. Während der Einwirkzeit solltest du deshalb direkte Sonneneinstrahlung unbedingt vermeiden.2
Weitere Tipps und Rezepte für selbstgemachte Pflegeprodukte findest du in unserem Buch-Tipp:
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- Wölfle, U., Seelinger, G. & Schempp, C. (2013). Topical Application of St. Johnʼs Wort (Hypericum perforatum). Planta Medica, 80(02/03), 109–120. ↩︎
- Ernst, E., Rand, J. I., Barnes, J. & Stevinson, C. (1998). Adverse effects profile of the herbal antidepressant St. John’s wort ( Hypericum perforatum L.). European Journal Of Clinical Pharmacology, 54(8), 589–594 ↩︎
