Kleidermotten bekämpfen: Duftsäckchen als natürlicher Mottenschutz
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Mottenfraß ist ärgerlich. Wie gut, dass es gar nicht erst so weit kommen muss! Viele Wildpflanzen wurden noch von unseren Großeltern verwendet, um Kleidermotten zu bekämpfen und Mottenfraß an Wäsche ohne Chemie vorzubeugen. Hier erfährst du, wie du Duftsäckchen als natürliche Mittel gegen Motten herstellen und einsetzen kannst.

Welche Pflanzen gegen Motten helfen

Viele aromatische Pflanzen riechen für uns Menschen zwar himmlisch, Insekten nehmen vor ihren Duftstoffen jedoch Reißaus. Genau diese abschreckende Eigenschaft haben sich bereits unsere Vorfahren zu Nutzen gemacht. Einige der pflanzlichen Mittel gegen Motten möchten wir euch hier vorstellen.

Lavendel, altes Hausmittel gegen Motten

Die mediterrane Pflanze ist der Klassiker unter den natürlichen Mottenschutzmitteln. Dies ist auch der Grund, weshalb viele von uns den Duft des Lavendels mit Omas Kleiderschrank in Verbindung bringen. Lavendel gegen Kleidermotten war bis in die Gegenwart ein gebräuchlicher Retter feiner Garderobe.

Mottenfraß in Textilien ist ärgerlich. Zum Glück gibt es Pflanzen, mit denen du Kleidermotten bekämpfen kannst. Hier erfährst du, welche Pflanzen das sind und wie’s geht.

Zeder gegen Motten

Die ätherischen Öle der immergrünen Zeder haben nicht nur eine pilzabtötende, antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung in der Heilkunde, sondern vertreiben auch Insekten. So wirkt Zedernholz auf natürliche Weise gegen Kleidermotten und Lebensmittelmotten.

Walnuss vertreibt Insekten

Die großen gefiederten Laubblätter des Walnussbaumes verströmen beim Zerreiben zwischen den Händen einen unverwechselbaren Geruch. Diese Mischung aus ätherischen Ölen und Gerbstoffen macht Walnussblätter bei Motten und anderen Insekten äußerst unbeliebt.

Steinklee, das Schabenkraut

Der je nach Art weiß oder gelb blühende Steinklee wurde im Volksmund auch als „Schabenkraut“ oder „Mottenklee“ bezeichnet. Die in ihm enthaltenen Cumaringlycoside vertreiben nicht nur Motten aus Kleidern und Wäsche, sondern sollten auch Schaben aus dem Haus halten.

Mottenfraß in Textilien ist ärgerlich. Zum Glück gibt es Pflanzen, mit denen du Kleidermotten bekämpfen kannst. Hier erfährst du, welche Pflanzen das sind und wie’s geht.

Waldmeister zur Mottenabwehr

Ebenso wie der Steinklee enthält auch der Waldmeister den Inhaltsstoff Cumarin, der für dessen typischen Maibowle-Duft verantwortlich ist. Motten und einige andere Schädlinge scheinen das Aroma gar nicht zu mögen und machen lieber einen großen Bogen darum.

Stinkender Storchschnabel in Haus und Garten

Der Stinkende Storchschnabel, auch als Ruprechtskraut bekannt, wurde früher zur Mottenabwehr eingesetzt. Anders als die bisher genannten Pflanzen, ist sein Duft jedoch auch den meisten Menschen unangenehm. Auf Terrasse und Balkon dient der Storchschnabel auch der Abwehr von Fliegen und Stechmücken.

Rainfarn

Auch der gelb blühende Rainfarn zählt zu jenen Pflanzen, deren Geruch Motten und Flöhe in die Flucht schlagen. Und der auch noch einen ganz anderen Vorteil bietet: Seine Blüten riechen nicht annähernd so schwer-blumig wie zum Beispiel Lavendel, sodass er auch bei Menschen mit empfindlichen Nasen zum Einsatz kommen kann.

Mottenfraß in Textilien ist ärgerlich. Zum Glück gibt es Pflanzen, mit denen du Kleidermotten bekämpfen kannst. Hier erfährst du, welche Pflanzen das sind und wie’s geht.

DIY-Mottenkugeln: Duftsäckchen gegen Motten

Die oben genannten Pflanzen lassen sich zwar leicht zu Sträußen binden und getrocknet in Kleiderschrank oder Schubladen platzieren, um Kleidermotten zu bekämpfen, allerdings stauben sie so auch schnell ein, neigen zum Zerbröseln und machen so unnötig Schmutz.

Besser ist es daher, kleine Beutel aus einfachem Baumwoll- oder Leinenstoff mit den duftenden Kräutern zu befüllen. Die so hergestellten Duftsäckchen und -kissen lassen sich nicht nur problemlos zwischen Textilien platzieren, sondern mit ätherischen Ölen ganz einfach wieder auffrischen – und das sogar ganz ohne Nadel und Faden.

Für selbst gemachte Mottenschutz-Duftsäckchen benötigst du:

  • Leinen- oder Baumwollstoff, z.B. aus alten Hemden oder Blusen
  • (Zickzack-)Schere
  • Schnur, Kordel oder Schleifenband
  • eine der oben genannten Pflanzen (getrocknet) oder eine Mischung aus mehreren
  • optional ätherisches Lavendelöl oder Zedernöl

Mottenfraß in Textilien ist ärgerlich. Zum Glück gibt es Pflanzen, mit denen du Kleidermotten bekämpfen kannst. Hier erfährst du, welche Pflanzen das sind und wie’s geht.

Duftsäckchen gegen Kleidermotten basteln

  1. Je nach gewünschter Menge an Duftsäckchen eine entsprechende Anzahl an Kreisen mit einem Durchmesser von etwa 20 cm aus dem Stoff ausschneiden. Das Vorzeichnen des Umfanges gelingt mit einem kleinen Teller als Schablone mehr als einfach.
  2. Einen Stoffkreis mit der Außenseite nach unten zeigend vor dich legen und eine Menge von etwa drei Esslöffeln der getrockneten Pflanzen beziehungsweise der Mischung daraufgeben.
  3. Die Stoffseiten nach oben hin zusammenraffen und mit einem Band verschließen.
  4. Zum Schluss das Säckchen optional mit einigen Tropfen ätherischen Öls beträufeln.

Mottenfraß in Textilien ist ärgerlich. Zum Glück gibt es Pflanzen, mit denen du Kleidermotten bekämpfen kannst. Hier erfährst du, welche Pflanzen das sind und wie’s geht.

Die Duftsäckchen können an Kleiderbügel gehängt, in Taschen verstaut oder in Schubladen gelegt werden, wo ihr Duft Motten von deinen Kleidungsstücken fernhält.

Wenn du merkst, dass der Duft des Pflanzenmaterials allmählich nachlässt, kannst du das Duftsäckchen mit einigen Tropfen ätherischen Öls wieder auffrischen oder seinen Inhalt ersetzen.

Weitere Hausmittel und alles über die nützlichen Wildpflanzen in deiner Nachbarschaft findest in diesen Büchern:

Wie hältst du Motten im Zaum? Wir freuen uns über weitere natürliche Tipps und Tricks gegen Schädlinge in einem Kommentar unter diesem Beitrag.

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