Entspannende Badefreuden mit Fichtennadeln

Die ätherischen Öle der Fichte lindern Erkältungssymptome und Muskelverspannungen. So einfach kannst du einen Badezusatz mit Fichtennadeln hestellen.

Schmerzende Gelenke, Erkältungen oder nervöse Unruhe – bei all diesen Beschwerden kannst du ein spezielles Heilmittel aus der Natur einsetzen, das überall kostenlos verfügbar ist.

Die Fichte, wegen ihrer schuppigen, rotbraunen Rinde auch Rottanne genannt, ist in der Volksmedizin ein hervorragendes Mittel, um den Geist und die Muskeln zu entspannen. Zudem soll es lästigen Husten den Garaus machen. Hauptsächlich liegt das an den ätherischen Ölen.1

Wie du aus frischen Fichtennadeln einfach und kostenlos einen tollen Badezusatz herstellst, zeige ich dir in diesem Beitrag.

Fichtennadeln als Badezusatz

Die immergrüne Fichte ist ein Baum der Bergwälder und wächst als Einzelbaum oder in Mischwäldern bis zur Baumgrenze. Die in Mitteleuropa heimische Gemeine Fichte kann die stattliche Höhe von 50 Metern erreichen und mehrere hundert Jahre alt werden. Sie gehört zur Familie der Kieferngewächse und war bis zur Einführung der Nordmanntanne der beliebteste Weihnachtsbaum.

Im Gegensatz zur Tanne hat sie längere und festere Nadeln, hier gilt der Spruch: „Die Fichte sticht, die Tanne nicht.“

Der optimale Zeitpunkt, um Fichtennadeln zu sammeln, ist das Frühjahr, wenn der Baum seine hellgrünen, frischen Triebe hervorbringt. Diese sogenannten „Maiwipferl“ verfügen über einen hohen Anteil an ätherischen Ölen, die bei einem Vollbad sowohl über die Haut als auch über die Lunge aufgenommen werden. Während des restlichen Jahres, wenn keine frischen Triebe verfügbar sind, können junge Zweige, Zapfen und Nadeln der Fichte verwendet werden.

Verwende bevorzugt Nadeln und Harz von natürlich gewachsenen Fichten. In Monokulturen müssen oft Wachstumsförderer oder Pflanzenschutzgifte eingesetzt werden, die bei einem Fichtennadelbad auf direktem Weg in unseren Körper gelangen würden.

Herstellung des Fichtenbades

So setzt du dein entspannendes Bad an:

Benötigte Zeit: 30 Minuten

  1. Drei Handvoll frische Maiwipferl oder zerkleinerte Zweige und Zapfen mit zwei Litern Wasser aufkochen.

  2. 10 Minuten kochen lassen.

  3. Zugedeckt weitere 10 bis 15 Minuten ziehen lassen.

  4. Abseihen und dem warmen Badewasser zugeben.

Die optimale Badedauer beträgt 15 bis 20 Minuten, danach sollte man etwa eine Stunde zugedeckt ruhen.

Wenn es einmal schnell gehen soll, kannst du dem Badewasser auch ätherisches Fichtennadelöl beigeben, das in der Apotheke, im Reformhaus oder online erhältlich ist. Um ein Absetzen des Öls an der Wasseroberfläche zu verhindern, vermischst du es am besten mit einer halben Tasse Sahne, bevor du es zum Badewasser gibst.

Alternativen zur Fichte

Wenn in der näheren Umgebung keine natürlich gewachsenen Fichten vorhanden sind, kannst du auch auf Tannen-, Kiefern- und Föhrennadeln für ein entspannendes Vollbad zurückgreifen, die Inhaltsstoffe sind sehr ähnlich.

Mit ihren ätherischen Ölen entspannt die Fichte Körper und Geist – entdecke ihre Heilkraft in Form eines Vollbades neu! Oder wirkt ein Waldspaziergang noch beruhigender und kräftigender auf dich?

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  1. Jyske, T., Järvenpää, E., Kunnas, S., Sarjala, T., Raitanen, J., Mäki, M., Pastell, H., Korpinen, R., Kaseva, J. & Tupasela, T. (2020). Sprouts and Needles of Norway Spruce (Picea abies (L.) Karst.) as Nordic Specialty—Consumer Acceptance, Stability of Nutrients, and Bioactivities during Storage. Molecules, 25(18), 4187. ↩︎

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Ein Kommentar
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  1. Nord Wolf

    Liebes Team, eure Naturtipps sind immer so eine Bereicherung für mich.
    Ich frage mich, ob die Nadeln, die man jetzt im Herbst/Winter sammelt, auch gut für einen duftenden Raumnebel oder als Inhaltsstoff für eine wohltuende Salbe wären?

    Herzliche Grüße,
    Nord Wolf

    Antworten

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