Sinnliches und entspannendes Massageöl mit Lavendel selber machen
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Der Lavendel ist eine beliebte Zierpflanze in Gärten und auf Balkons. Seine leuchtenden Blüten sind besonders nektarreich und locken mit ihrem intensiven Duft zahlreiche Bienen und Hummeln an. Die Farbe der Blüten kann je nach Sorte von rosa bis zu einem kräftigen Violett variieren. Aber alle Arten sind reich an den wertvollen, aromatischen ätherischen Ölen, welche die Pflanze zu einer beliebten Zutat für verschiedenste Kosmetikprodukte, Badezusätze und Parfüms machen. Die beruhigende Wirkung des Lavendels wird häufig für Entspannungsbäder oder als Lavendeltee genutzt. Aber er hat auch viele weitere heilende Eigenschaften die du dir auf verschiedene Art zunutze machen kannst, zum Beispiel in einem selbstgemachten Lavendelöl.

So stellst du das Lavendelöl her

Du benötigst für dein selbstgemachtes Öl Lavendelblüten und ein, zu deinem Hauttyp passendes, Basisöl. Ich verwende dafür gern Distelöl weil es schnell einzieht, regional verfügbar ist und gut für gereizte Haut geeignet ist.

Das wird zur Herstellung benötigt:

  • Getrocknete Lavendelblüten aus dem Garten oder auch online erhältlich
  • Pflanzenöl
  • Teefilter oder feines Sieb zum abseihen des fertigen Öls
  • Ein Gefäß zum Reifen des Lavendelöls, zum Beispiel ein leeres Schraubglas
  • Braunglasflaschen zum Aufbewahren des fertigen Lavendelöls
  • Etwas Geduld

Die beruhigende Wirkung von Lavendel kannst du dir wunderbar in einem selbstgemachten Massageöl zunutze machen.

So gehst du bei der Herstellung vor:

  1. Die getrockneten Lavendelblüten in ein verschließbares Glas füllen und leicht andrücken.
  2. Pflanzenöl dazugeben bis alle Blüten vollständig mit Öl bedeckt sind.
  3. Das Glas verschließen und bei Zimmertemperatur an einem sonnigen Ort aufbewahren.
  4. Das Glas täglich sanft schütteln damit sich die Wirkstoffe besser lösen und Schimmelbildung vorgebeugt wird.
  5. Nach vier bis sechs Wochen das Öl abseihen und in Braunglasflaschen füllen.
  6. An einem kühlen und lichtgeschützten Ort aufbewahren.

Tipp: Wenn es schnell gehen soll, kannst du auch einen Heißauszug ansetzen. Stell dazu das Glas in ein Wasserbad und erwärme das Wasser für etwa zwei Stunden auf maximal 60 °C. Nimm anschließend das Glas aus dem Wasser, verschließe es, sobald das Öl auf Zimmertemperatur abgekühlt ist und lass es für weitere drei Tage reifen. Beachte jedoch, dass beim Erhitzen auch einige der wertvollen Inhaltsstoffe verloren gehen.

Anwendung des Lavendel-Pflanzenöl-Auszuges

Lavendel hat eine sehr beruhigende Wirkung auf die Haut. Wegen seiner beruhigenden, antiseptischen und entzündungshemmenden Kräfte ist er besonders für die Pflege von trockener und gereizter Haut geeignet.

Das Lavendelöl eignet sich sehr gut für entspannende Massagen. Die beruhigende Wirkung und der wohlig angenehmer Duft entspannen Körper und Seele nach einem anstrengenden Tag.

Auch bei Muskelkater und Rückenschmerzen empfiehlt sich eine Massage mit Lavendelöl. Die schmerzlindernde, entkrampfende und durchblutungsfördernde Wirkung des Lavendels kann schon bei einer sanften fünfminütigen Massage Linderung verschaffen.

Natürlich kannst du das Lavendelöl auch weiterverarbeiten und für die Herstellung von Cremes oder Lavendelsalbe nutzen.

Hast du ein Basisöl verwendet, das zum Verzehr geeignet ist, dann kannst du das Lavendelöl auch in der Küche benutzen um deinem Essen eine unverwechselbare Note zu verleihen. Es eignet sich gut zum Marinieren von Salaten, Fisch oder Fleisch. Da Lavendel sehr intensiv und dominant riecht, solltest du das Öl aber sparsam dosieren.

Auch als kleines Geschenk eignet sich dieses Öl wunderbar. Fülle es dazu in eine schöne Flasche und gib ein bis zwei getrocknete Blütenstängel dazu.

Hast du schon einmal Lavendelöl oder ein anderes Kräuteröl selbst hergestellt? Wofür verwendest du es? Berichte es uns in den Kommentaren!

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