Reichhaltige Nachtcreme mit Waldmeister herstellen
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Nahezu täglich wird in den Medien vor bedenklichen Inhaltstoffen in Kosmetikartikeln gewarnt. Der Chemiebaukasten der Kosmetikindustrie ist leider allzu großzügig ausgestattet – von allergieauslösenden Stoffen bis hin zu Substanzen, die als krebserregend gelten, ist alles dabei.

Um dem etwas entgegenzusetzen, hat man zwei Möglichkeiten: Entweder du suchst dir eine vertrauenswürdige Quelle für saubere Naturkosmetik, oder du wagst dich an die Zubereitung einer eigenen Creme.

Eine Creme zu rühren ist nicht so schwer, wie es zunächst klingt, birgt allerdings auch einen gewissen Suchtfaktor in sich! Ich verwende verschiedene Wildpflanzen in meinen selbstgemachten Pflegeprodukten und möchte dir in diesem Beitrag mein Rezept für eine Nachtcreme mit Waldmeister vorstellen.
Der Waldmeister ist für seine nervenberuhigende und schlaffördernde Wirkung bekannt. Durch den Kontakt mit der warmen Haut werden seine ätherischen Öle freigesetzt, die unseren Schlaf begünstigen. Außerdem wirkt der Waldmeister abschwellend und wundheilend.

Vorbereitung

Bevor du loslegst, solltest du dich mit den wichtigsten Faktoren für eine gelungene Creme vertraut machen. Dazu gehören Sauberkeit, keimfreie Arbeitsgeräte, naturbelassene Rohstoffe, eine gute Vorbereitung sowie zügiges Arbeiten.

Zur Vorbereitung wiege am besten erst alle Zutaten ab:

  • 50 ml Distelöl (ich nehme hier ein neutrales Öl, damit der Waldmeistergeruch nicht überdeckt wird)
  • 5 g Bienenwachs (gibt es beim Imker, in manchen Bio-Läden oder online)
  • 10 g Lanolin (gibt es in der Apotheke oder online)
  • 5 g Kakaobutter (im Bio-Laden oder online erhältlich)
  • 50 ml starken Waldmeister-Tee oder ein Waldmeister-Hydrolat

Eine Creme herzustellen ist viel einfacher als du vielleicht denkst. Hier zeige ich dir, wie du mit Waldmeister eine wunderbare Nachtcreme rüherst.

Und stelle folgende Utensilien bereit:

  • Alkohol zum Desinfizieren
  • Rührschüssel oder einfach ein leeres Marmeladenglas
  • Rührstab aus Glas oder einen langen Eislöffel
  • leere Salbentiegel oder saubere Tiegel bereits aufgebrauchter Cremes
  • Rührbesen oder Stabmixer
  • Spatel oder Löffel zum Abfüllen

Waldmeister-Creme herstellen

Zu Beginn solltest du alle Arbeitsgeräte und Gefäße mit 70-prozentigem Alkohol desinfizieren, am besten geht das mit einer Sprühflasche. Danach werden die sogenannten Wasser- und Fettphasen separat vorbereitet, bevor sie zu der Creme verbunden werden.

Wasserphase

  1. 1 Teelöffel getrockneten Waldmeister mit 100 Milliliter kaltem Wasser aufgießen
  2. Erhitzen und 2 Minuten auf kleiner Flamme köcheln
  3. Topf vom Herd nehmen und zugedeckt noch 10 Minuten ziehen lassen
  4. Abseihen, 50 Milliliter abmessen und auf 40 Grad abkühlen lassen

Fettphase

  1. Bienenwachs zusamen mit Öl und Lanolin im Wasserbad schmelzen und vom Herd nehmen
  2. Kakaobutter dazugeben und rühren, bis auch diese geschmolzen ist
  3. Auf 40 Grad abkühlen lassen

Verbindung der zwei Phasen

  1. Fettphase und Wasserphase müssen dieselbe Temperatur haben (ca. 40 Grad)
  2. Die Wasserphase tropfenweise und unter ständigem, intensivem Rühren zur Fettphase hinzugeben, am besten geht das mit einem Stabmixer, und so lange weiterrühren, bis eine homogene Creme entstanden ist
  3. Mit einem Spatel oder Löffel die Creme in kleine Töpfchen füllen
  4. Beschriften
  5. Nach dem Erkalten am besten im Kühlschrank aufbewahren

Eine Creme herzustellen ist viel einfacher als du vielleicht denkst. Hier zeige ich dir, wie du mit Waldmeister eine wunderbare Nachtcreme rüherst.

Das Rühren der Creme ist sehr wichtig und muss gewissenhaft ausgeführt werden. Macht man es sich hier zu einfach und vermischt Fett- und Wasserphase zu schnell, kann es passieren, dass sich das Fett nach dem Abkühlen wieder vom Wasser trennt.

Da keine Konservierungsstoffe verwendet werden, entnimm den Inhalt am besten mit einem sauberen Spatel, anstatt mit den Fingern in die Creme zu fassen.

Diese Nachtcreme herzustellen ist eine günstige und gesunde Variante zu herkömmlicher Kosmetik, noch dazu duftet sie absolut verführerisch.

Hast du schon ähnliche Rezepte ausprobiert? Hinterlasse doch deine Anregungen hier in den Kommentaren!

Vielen Dank an Petra Sandrieser für diesen schönen Gastbeitrag. Viele weitere interessante Ideen rund um Wildpflanzen und selbstgemachte Pflegeprodukte findest du auf Ihrer Webseite petra-silie.at.

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Das große kleine Buch: Heilsalben aus Wald und Wiese: Einfach selbst gemacht
  • Anett Johanna

    Das klingt richtig super – die Waldmeistercreme muss ich gleich heute Abend ausprobieren…
    Ich habe mir vor einigen Tagen eine getönte Tagescreme mit Arganöl „gekocht“ – hier mein Rezept:

    Ich habe mir meine Küchenwaage geschnappt, 2 hitzefeste Gläser genommen und einen Topf mit Wasser auf den Herd gestellt.
    Dann habe ich in eines der beiden Gläser 10 ml Arganöl (ist zur Zeit mein bevorzugtes Öl) und 4 g Tegomuls (kann man online kaufen) hineingetan. In das zweite Glas habe ich 50 g Rosenwasser gefüllt. Beide Gläser habe ich nun in das Wasserbad gestellt und den Herd angemacht. Nachdem die Flüssigkeiten in beiden Gläsern eine Temperatur von ca. 65 Grad erreicht hatten (Tegomuls löst sich bei ca. 40 – 45 Grad auf), habe ich ganz langsam das Rosenwasser unter ständigem Rühren (mittels batteriebetriebenem Rührstab) in die Öl-Tegomuls-Mischung gerührt. Dann habe ich, als die Masse im Kaltwasserbad abgekühlt war (immer noch tapfer weiterrühren) 2 – 3 Tropfen Rosenöl und 10 Tropfen Vitamin E hinzugefügt und noch ungefähr 5 Minuten weitergerührt. Bei dem Vitamin E habe ich die Hoffnung, dass es die Haltbarkeit verlängert.

    • Danielle Fröhlich

      Hallo Anett! Vielen Dank für dass schöne Rezept! Ich habe das Arganöl auch erst kürzlich entdeckt und finde es fantastisch! Hat das Vitamin E seinen Zweck erfüllt?

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