Frauenkraut Schafgarbe – Hilfe bei Wunden, Krämpfen und Menstruationsbeschwerden
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Die Schafgarbe ist ein weit verbreitetes Kraut, welches bei genauerem Hinsehen kaum verwechselt werden kann. Sie ist ein wahrer Gesundmacher und wird von vielen Tieren, insbesondere Schafen, gern gefressen. Das markante, weiß blühende Kraut, das auch “Augenbraue der Venus” genannt wird, gehört zu den wichtigsten Heilkräutern für Frauen.

Nicht umsonst wurde sie 2004 zur Heilpflanze des Jahres gekürt. Blätter und Blüten der Schafgarbe enthalten vor allem Gerbstoffe, Bitterstoffe und Flavonoide, welche du für deine Gesundheit nutzen kannst, zum Beispiel in Form des heilsamen Schafgarbentees.

Schafgarbentee zubereiten

Die Schafgarbe ist weit verbreitet und wächst an trockenen Standorten wie Wiesen, an Wegrändern und an Böschungen. Du kannst sie von März bis Oktober ernten, am meisten Wirkstoffe hat das Kraut allerdings im Sommer zur Hauptblütezeit. Gesammelt werden die ganzen Stiele mit Blüten und Blättern an einem sonnigen Tag. Schneide die Stängel ab und transportiere sie in einem luftdurchlässigen Beutel oder Körbchen nach Hause.

Binde die Stängel zu Sträußen und hänge sie zum Trocknen kopfüber im Schatten auf. Wenn die Pflanzen getrocknet sind, kannst du sie zerbröseln und zur Aufbewahrung in Gläser abfüllen oder einfach hängen lassen, bis du sie benötigst.

Um daraus den heilsamen Tee zuzubereiten, gehst du wie folgt vor:

  1. Einen Teelöffel Schafgarbenkraut in die Tasse oder in ein Teenetz geben.
  2. Mit 200 ml sprudelnd kochendem Wasser übergießen.
  3. Zugedeckt fünf bis zehn Minuten lang ziehen lassen.
  4. Danach abseihen oder das Teenetz entfernen.

Der bittere Geschmack der Schafgarbe ist anfangs gewöhnungsbedürftig. Daher empfiehlt es sich, sie in eine Teemischung zu integrieren. Je nachdem, welche Wirkung du erzielen möchtest, eignen sich dafür verschiedenste Kräuter, welche weiter unten beschrieben werden.

Die weit verbreitete Schafgarbe ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch richtig gesund! Als Tee hilft sie bei Wunden, Magenkrämpfen, Menstruationsschmerzen und vielem mehr.

Anwendungsmöglichkeiten für Schafgarbentee

Durch die enthaltenen Gerbstoffe wirkt die Schafgarbe unter anderem blutstillend, wundheilend und entzündungshemmend. Tee aus dem Kraut wird vor allem bei Blutungen, Schnittwunden und Nasenbluten eingesetzt. Zur Blutstillung und Wundheilung bietet sich eine Kombination mit Schachtelhalm oder Spitzwegerich an. Dafür werden bis zu drei Tassen des Tees am Tag getrunken.

Die Schafgarbe war schon im Altertum als Frauenheilmittel bekannt. Sie hilft bei unregelmäßiger und zu starker Menstruation und wirkt Menstruationsschmerzen und Ausfluss entgegen. Dafür sorgen neben den Gerbstoffen die enthaltenen Bitterstoffe. Gegen Menstruationsbeschwerden bietet sich eine Teemischung mit Himbeerblättern, Frauenmantel oder Rotklee an. Davon können während der Menstruation ein bis drei Tassen täglich getrunken werden.

Auch auf die Seele hat Schafgarbe einen positiven Einfluss. Sie wirkt beruhigend und hilft bei wetterbedingten Kopfschmerzen und bei wechseljahresbedingter Unruhe und Schlafstörungen. Dafür ist eine Teemischung mit Herzgespann oder Himbeere gut geeignet.

Bei Verdauungsproblemen, Blähungen, Magenkrämpfen und Appetitlosigkeit kann eine Teemischung mit Kümmel, Herzgespann und Angelika helfen. Schafgarbe regt den Gallenfluss an, wirkt entkrampfend und hilft bei der Verdauung.

Äußerliche Anwendungen von Schafgarbentee

Auch äußerlich angewendet hilft dieser Aufguss bei Magenproblemen, Krämpfen und Blasenentzündungen. Dafür werden 100 g Kraut mit 1,5 l kochendem Wasser aufgegossen und der Sud nach 15 bis 20 Minuten Ziehzeit dem Badewasser zugegeben. Ein solches Sitzbad hilft auch bei Rückenschmerzen und wirkt sich positiv auf die Schleimhäute aus. Es empfiehlt sich, die Schafgarbe gleichzeitig innerlich und äußerlich anzuwenden.

Bei unreiner und fettiger Haut werden im Tee getränkte Kompressen auf die betroffenen Hautpartien gelegt. Auf diese Weise werden Krankheitserreger an beschädigter Haut schneller bekämpft und der Selbstheilungsprozess der Haut beschleunigt.

Die weit verbreitete Schafgarbe ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch richtig gesund! Als Tee hilft sie bei Wunden, Magenkrämpfen, Menstruationsschmerzen und vielem mehr.

Hast du dieses vielseitige Kraut schon einmal gesammelt? Beschreibe deine Erfahrungen unten in den Kommentaren!

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