Quittenöl selbst herstellen: Hautpflege für empfindliche, gereizte Haut
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Zur Pflege von trockener und empfindlicher Haut eignet sich ein mildes Quittenöl, welches du aus den Schalen der Quitte leicht selbst herstellen kannst.

Das Wachs der Quittenschalen konserviert die Frucht und bewahrt sie davor auszutrocknen. Diesen Effekt, kann das Quittenöl auch auf die Haut haben und besonders trockene, schuppende oder juckende Haut profitiert von dem Öl. Denn die wasserabweisenden und antioxidativ wirkenden Stoffe in den Quittenschalen helfen der Haut, Feuchtigkeit zu binden und die Zellstruktur zu stärken.

Quittenöl selbst herstellen

Für das Quittenöl wird ein Kaltauszug angesetzt. So lösen sich das Wachs und die ätherischen Öle der Schalen und gehen in das Trägeröl über. Die Quitte wird im Herbst geerntet und ist bis in den November hinein erhältlich.

Für etwa 200 Milliliter pflegendes Quittenöl werden benötigt:

  • 2 Bio-Quitten
  • 200 ml eines zum Hauttyp passenden Pflanzenöls, z.B. mildes Olivenöl ohne starken Eigengeruch, Mandelöl oder Jojobaöl
  • 1 fest verschließbares Gefäß für den Kaltauszug (etwa 400 ml Fassungsvermögen)
  • 1 fest verschließbare Flasche zum Abfüllen, z.B. eine Braunglasflasche (erhältlich in Apotheken, gut sortierten Reformhäusern oder online)
  • Leinentuch oder fein gewebtes Baumwolltuch

Quittenöl kannst du leicht selbst herstellen und so die wertvollen Inhaltsstoffen der Quittenschale für die Behandlung empfindlicher Haut nutzen.

So wird das Quittenöl hergestellt:

  1. Quitten mit einem Küchentuch abreiben, falls sich darauf noch ein wolliger Flaum befindet.
  2. Die Quitten schälen. Dabei vorsichtig vorgehen, da die Schalen wachsig sind.
  3. Die Quittenschalen in ein Gefäß legen und mit Pflanzenöl aufgießen, sodass die Schalen vollständig mit Öl bedeckt sind.
    Quittenöl kannst du leicht selbst herstellen und so die wertvollen Inhaltsstoffen der Quittenschale für die Behandlung empfindlicher Haut nutzen.
  4. Das verschlossene Gefäß für ein bis zwei Wochen an einen vor direkter Sonneneinstrahlung geschützten Ort mit Raumtemperatur stellen.
  5. Täglich das Gefäß schütteln, um Schimmelbildung zu vermeiden und das Lösen der Inhaltsstoffe zu beschleunigen.
  6. Das Quittenöl durch ein Tuch abseihen und in eine saubere Braunglasflasche abfüllen. Falls solch eine Flasche nicht parat ist, einfach das Öl in eine andere verschließbare Flasche füllen und zum Beispiel einen dunklen Strumpf darüber stülpen.

Das selbst hergestellte Quittenöl ist mehrere Monate haltbar. Solange das Öl gut und nicht ranzig riecht, ist es für die Anwendung geeignet. Es empfiehlt sich, das Quittenöl bei Raumtemperatur zu lagern.

Es dient zur täglichen Pflege und hilft, trockene, gereizte oder irritierte Hautstellen zu regenerieren. Idealerweise wird es in die feuchte Haut einmassiert, sodass das Öl sich wie ein Schutzfilm auf die Haut legt und die zusätzliche Feuchtigkeit des Wassers binden kann.

Tipp: Eventuell übrig gebliebene Quittenschalen können für weitere Zwecke verwendet werden. Auf der Heizung beispielsweise verströmen sie einen wunderbaren, süßen Duft. Die so getrockneten Schalen eignen sich für einen Heißaufguss gegen Halsschmerzen.

Welche Rezepte mit der Quitte hast du schon erprobt? Wir freuen uns über deine Ergänzungen in einem Kommentar!

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