Löwenzahnsaft – die Kraft der gesunden Wildpflanze nutzen
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Der robuste und anpassungsfähige Löwenzahn wird von vielen Gärtnern als lästiges Unkraut betrachtet. Meiner Meinung nach zu Unrecht, denn die Wildpflanze besitzt viele gesunde Inhaltsstoffe, deren Kraft wir nutzen können. Nicht ohne Grund wird Löwenzahn auch als Europäischer Ginseng bezeichnet!

Die gesunde Wirkung der Löwenzahnblätter kannst du in Salaten, Teeaufgüssen oder auch als Wildgemüse nutzen.

Eine weitere Verzehrform ist der Frischpflanzenpresssaft, dessen Vorzüge und Anwendung ich dir in diesem Beitrag vorstelle.

Warum Löwenzahnsaft?

Löwenzahn hat zahlreiche positive Auswirkungen auf die Körperfunktionen. Seine Bitterstoffe stärken den Magen-Darm-Trakt, kurbeln die Bildung von Magensäure an und helfen bei der Fettverdauung und bei Verdauungsproblemen. Weiterhin regen sie Leber und Galle an. Durch die verbesserte Leberfunktion heilen Pickel schneller ab und das Hautbild verbessert sich.

Dank seines hohen Kaliumgehalts wirkt Löwenzahn harntreibend und hilft deshalb bei Nieren- und Blasenerkrankungen. Auch wer eine Entgiftungskur durchführen oder Frühjahrsmüdigkeit bekämpfen möchte, greift am besten zu Löwenzahn, zum Beispiel als Teeaufguss, denn dank der entwässernden und blutreinigenden Wirkung werden Stoffwechsel-Endprodukte besser abtransportiert und ausgeschieden.

Löwenzahn versorgt den Körper mit vielen Vitaminen, insbesondere mit Vitamin-C. Wird die kraftvolle Pflanze dauerhaft angewendet, können durch rheumatische Erkrankungen, Arthrose und Cellulite ausgelöste Beschwerden reduziert werden.

Der Frischpflanzenpresssaft des Löwenzahns ist besonders gegen Frühjahrsmüdigkeit und Verdauungsprobleme zu empfehlen.

Löwenzahnsaft selbst herstellen

Am besten du überzeugst dich selbst von der gesunden Wirkung des Löwenzahns. Fertigen Saft findest du in vielen Reformhäusern, Bioläden, Apotheken oder auch online. Löwenzahnsaft lässt sich jedoch auch einfach und preiswert selbst herstellen. Die beste Zeit zum Sammeln der Blätter ist das Frühjahr, wenn die Blätter noch jung und nicht so bitter sind und bevor sich die Blüten bilden. Vor der Blüte ist es jedoch besonders wichtig, die Erkennungsmerkmale des Löwenzahns zu beachten, um ihn nicht mit anderen Pflanzen zu verwechseln.

Du benötigst:

  • etwa zwei Hände voll Löwenzahnblätter
  • Mixer
  • Wasser

So stellst du frischen Löwenzahnsaft her:

  1. Löwenzahnblätter gründlich waschen und in grobe Stücke schneiden.
  2. In den Mixer füllen und mit etwas Wasser zu Brei mixen.
  3. Den Pflanzenbrei durch ein engmaschiges Sieb oder ein Mulltuch pressen und den Saft in einem Behälter auffangen.

Trinke mehrmals täglich, am besten vor den Mahlzeiten, 50 Milliliter vom puren Saft oder verdünne ihn mit etwas Wasser oder Obstsaft. Der Saft sollte nicht länger als zwei Wochen eingenommen werden.

Wer gerne öfters Frischpflanzenpresssaft oder auch Obst- oder Gemüsesäfte herstellt, für den lohnt sich auch die Anschaffung einer Presse, die auch Gräser und Blätter entsaften kann. Ich habe gute Erfahrung mit dieser Saftpresse gemacht.

Tipp: Wenn du mehr Blätter gesammelt hast, als du benötigst, kannst du sie in ein feuchtes Tuch wickeln und etwa drei Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Hast du schon einmal Löwenzahnsaft probiert? Wie hat er auf dich gewirkt? Berichte von deiner Erfahrung in einem Kommentar unter diesem Beitrag!

Viele weitere Ideen und Rezepte Für Löwenzahn und andere Wildpflanzen findest du auch in unserem Buchtipp:

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