Harnwegsentzündungen, Verstopfung, Hämorrhoiden und mehr lindern mit Leinkraut
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Die gelben Blüten des Leinkrauts sind im Sommer an vielen Wegrändern und Böschungen zu finden. Da die Pflanze aber nur um die 50 Zentimeter hoch wird, versteckt sie sich mitunter zwischen höheren Wildpflanzen. Die hübschen Löwenmaulblüten machen das Leinkraut zu einer beliebten Zierpflanze, der man ihre Heilkräfte kaum ansieht.

Das Leinkraut besitzt allerdings einige wertvolle Inhaltsstoffe, welche bei der Heilung so mancher Krankheiten unterstützend wirken. Es kann zum Beispiel in Form einer Leinkrauttinktur, einer Leinkrautsalbe gegen Hämorrhoiden oder als heilender Teeaufguss genutzt werden.

Leinkrauttee richtig zubereiten

Für einen Teeaufguss werden die frisch aufgeblühten Blüten verwendet. Ernte sie am besten an einem sonnigen und trockenen Vormittag und transportiere sie in einem luftdurchlässigen Beutel nach Hause. Dort werden sie zum Trocknen an einem schattigen Ort ausgebreitet und können anschließend zur Aufbewahrung in Schraubgläsern untergebracht werden.

Die Blütezeit des Leinkrautes liegt zwischen Juni und September. Solltest du in deiner Nähe kein Leinkraut finden, kannst du es selbst im Garten oder auf dem Balkon anpflanzen. Achte beim Kauf von Samen darauf, dass es sich um das echte Leinkraut handelt.

So wird der Tee zubereitet:

  1. Einen Esslöffel Leinkrautblüten in ein Teenetz geben und mit 250 ml kochendem Wasser übergießen.
  2. Fünf bis acht Minuten ziehen lassen.
  3. Teenetz entfernen oder Tee abseihen.
  4. Optional Süßungsmittel wie Honig hinzufügen und den Tee warm genießen.

Tipp: Ein Teeaufguss mit Leinkraut hat einen etwas gewöhnungsbedürftigen Geschmack. Wenn der Tee zu herb ist, kannst du ihn mit etwas Honig, Birkenzucker, Kräutersirup oder ähnlichem süßen.

Das gelb blühende Leinkraut ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern kann auch bei einer Vielzahl von Beschwerden die Heilung unterstützen.

Anwendung und Wirkung von Leinkrauttee

Leinkraut hat unter anderem eine abführende, entwässernde und entgiftende Wirkung. Daher wird es insbesondere bei Verstopfung und Harnverhalt eingesetzt. Seine entzündungshemmenden Inhaltsstoffe machen das Leinkraut aber auch zu einem guten Begleiter bei Harnwegsentzündungen und Harnsteinen.

Trinke dafür bis zu drei Tassen Leinkrauttee am Tag. Achte bei einer Harnwegsentzündung zusätzlich auf eine Flüssigkeitszufuhr von mindestens drei Litern täglich. Schwangeren wird empfohlen, das Leinkraut nur äußerlich zu nutzen.

Äußerlich kann ein starker Aufguss mit Leinkraut gegen Hämorrhoiden, Hautgeschwüre und Hautentzündungen eingesetzt werden. Dafür werden in dem Aufguss getränkte Baumwolltücher auf die betroffenen Hautpartien gelegt.

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Hast du das Leinkraut schon einmal verwendet? Teile deine Tipps und Erfahrungen in einem Kommentar unter diesem Beitrag!

Das gelb blühende Leinkraut ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern kann auch bei einer Vielzahl von Beschwerden die Heilung unterstützen.

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